Lustig, lächerlich, kindisch und traurig

Nachdem erst kürzlich eine Massenschießerei in einem Schwulenclub statt fand, ist in den USA mal wieder das lasche Waffengesetz in der Kritik. Die Waffenlobby behauptet scheinbar hartnäckig, dass der Amoklauf verhindert hätte werden können, wenn im Club noch mehr Waffen gewesen wären. Ich kenne die offizielle Quelle nicht, das hat mir mein Psychodoc so gesagt. Vorstellen kann ich es mir, da die Amis gerne so denken und es das Argument ist, wenn man endlich mal etwas dagegen tun will. Man bräuchte doch eine Waffe um sein eigenes Hab und Gut zu beschützen, weil der Andere auch eine Waffe hat.
Das es in vielen anderen Ländern auch mit deutlich strengeren Waffengesetzen klappt und nicht tausende Leute um ihr Hab und Gut gebracht werden, wird hier hartnäckig ignoriert.

Allerdings hat die USA auch ein anderes Problem. Gangschießereien sind da an der Tagesordnung und diese Waffen sind nun mal bereits in Umlauf. Ich kann verstehen, dass die Nichtgangleute in solchen Gebieten gerne auch eine Waffen haben möchten. Dennoch kann es so eigentlich nicht mehr weiter gehen, weswegen die Gesetze meiner Meinung nach immer weiter verschärft werden sollten und alle Waffen, die diesen Gesetzen nicht entsprechen, grundsätzlich eingezogen werden sollten, sobald sie auf dem Radar der Polizei gerät. Ja, das ist ein langer Weg und ja, das mag am Anfang ein Kampf gegen Windmühlen gleich kommen, weil Gauner auch auf anderen Wegen an ihre Waffen kommen. Aber man kann es ihnen ja nach und nach schwerer machen.

Nun hat ein US-amerikanischer Politiker genau das gefordert. Den ersten Schritt quasi. Dummer Weise sind die Republikaner sturer als ein Stahlblock. Sie wollen ihre Waffen bitte behalten und die Waffenlobby kämpft eh dagegen an. Also musste der Politiker namens Murphy zu harten Schritten greifen und beschloss so lange zu reden, bis die Idioten nachgaben und zustimmten, über ein strengeres Waffengesetz nach zu denken bzw. über das Gesetz überhaupt erst mal abzustimmen. Und er sprach 14… VIERZEHN!… Stunden lang.
Ginge es um etwas anderes, wäre so ein Verhalten einfach nur lächerlich. Es wäre kindisch und der Umstand würde für Spott und Hohn in den meisten anderen Ländern sorgen. Denn auf so eine sture Weise seinen Willen durchzusetzen, ist einfach… ja… unerwachsen eben.
Mit dem Thema „Waffen“ so kurz nach einen Amoklauf ist es allerdings traurig, dass man zu solchen Mitteln greifen muss, damit die Gegnerfraktion zumindest bereit ist, mal darüber nachzudenken.

Noch trauriger wird es, wenn man liest, was genau dieses Gesetz machen soll: es soll im Prinzip verhindern, dass Waffen an Terrorverdächtige verkauft werden können.

Quelle

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Ein Gedanke zu “Lustig, lächerlich, kindisch und traurig

  1. Was natürlich den Gedanken hinter dem 2nd Amendment konterkariert, den Bürger/die Miliz auch zum Schutz gegen staatliche Übergriffe zu bewaffnen.

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