Mannmann einmal auslachen bitte

Wie ich unlängst berichtete, hatte mich Mannmann mit einem Toilettenspülungsteil massakriert. Da wir zu zweit nicht an die defekte Stelle kam, hat er das Teil dann zähneknirschend neu gekauft. Immerhin 60€- dazu die umsonst gekauften Dichtungsringe für weiß nicht wie viele Euros.

Kurz danach erschuf sich MEIN Springbrunnen im WC und ich sagte dem Vermieter Bescheid, der eine eine Klempnerfirma anrücken lies. Heute.

Eigentlich wollte ich sie schon wieder abbestellen, denn gestern funktionierte mein Springbrunnen nicht mehr. Aber Klempner kam nicht nur eine ganze Stunde eher als erwartet, sondern meine WC-Spülung mit Sinneskriese zeigte sich auch gleich von ihrer besten Seite. Blätscher

Letztlich ersetzte er das selbe Teil wie Mannmann, nur das mein altes Teilchen wesentlich kloppiger (und dreckiger) aussah als seines. Der Klempner kommentierte es ständig begeistert mit „Ein antikes Teil… wow… so alt… Waaahnsinn“ – er verriet mir leider nicht, ob das Ironie oder ernst gemeint war. Er ersetzte es dann durch ein moderneres Ding, das wesentlich cooler aussah als das von Mannmann Gekaufte (ob das überhaupt ein wichtiges Kriterium für die Ventile ist? „Cool“?)
Im Anschluss lies ich mir noch zeigen, wie man die Druckplatte wieder aufsetzt, denn das gute Stück war von Innen angeschimmelt. Das wollte ich noch sauber machen.

Nun habe ich also das selbe Teil ersetzt und musste dafür nichts bezahlen – während Mannmann knapp 70€ aus dem Geldbeutel warf, weil er es selber machen wollte. Insofern:

nelson

Was noch ist, kann man ja kaputt machen

Dieses Wochenende stand unter dem Zeichen des Kaputtgehens. Und ausnahmsweise mal war nicht ich, der Tollpatsch, schuld. Viel mehr war es Mr. Ich-rechne-und-plane-alles-durch-Mannmann der Idiot. Allerdings hatte es die selbe Wirkung: Ich stand am Ende heulend in der Gegend rum.

Angefangen hatte alles mit Mannmanns Toilettenspülung. Da wir hier recht kalkhaltiges Wasser haben, wollte er den Spülkasten mal entkalken. Nachdem er damit aber fertig war, hat dieser das Wasser nicht mehr gehalten. Nach einigem Gefluche bestellte er Dichtungsringe und wollte den Kasten selbst reparieren. Nur… würde er an den Dichtungsring aus dem Schwimmerventil ausbauen können?
Also rief er sein Tuktuk (la mich) in den Keller. Ich solle das Ventil festhalten und er würde ein radförmiges Teil mit der Rohrzange abdrehen, hinter dem der Dichtungsring versteckt ist.
Also drehte er. Und drehte. Und drehte. Das Ding bewegte sich nicht einen Millimeter. Also stellte er sich nochmal so richtig breitbeinig hin, spuckt in die Pranken, wies mich an alle schön festzuhalten und versuchte mit aller Kraft das Rädchen zu drehen, aaaaaaaals….

Fortsetzung folgt

Nein, Spaß:
aaaaaaals… er abrutschte, meinen Daumen in die Zange spannte und dann immer noch drehte.

Natürlich lies ich alles reflexartig los und drehte mich weg vom Monster. Aber geschehen war geschehen.
Ergebnis: der halbe Nagel kaputt. Das Ding war einmal säuberlich gespalten. Und zwar vom Nagelbett nach oben, nicht einfach nur die Spitze… neiiin! Es blutete wie die Hülle, der Schmerz war… bombastisch. Wir sind schnell nach oben und spülten ihn ordentlich ab. Pflaster drauf und gut?
Nein. Das war Freitag. Selbst heute tut der Daumen noch gut weh. Das Fleisch unter dem Nagel ist stark geschwollen, wodurch die eine Hälfte des Nagels angehoben wird. Jeglicher Druck – und mag es nur vom Kissen sein – bereitet schon Schmerzen. Pflaster drauf – oder vor allem runter machen – bereitet massive Qualen. Aber ohne geht es nicht, da ich sonst überall hängen bleiben würde. Das bleibt nun so auch, bis der Defekt ausgewachsen ist.

Allerdings war ich nicht die Einzige, die kaputt ging. Mannmann jammerte gut eine Stunde später, dass er nun auch am Daumen Aua hätte:
Ein klitzekleines Bläschen.
Scheinbar verstand er nicht, warum ich keinerlei Mitleid mit ihm hatte.

Kaputt gehen #2 ist weniger spektakulär aber ebenso auswirkungsstark.
Seit wir zwei Wohnungen haben, schlafen wir auch getrennt. Mir persönlich passt das weniger, ihm wegen meiner Schlafunheiten mehr (spätes zu Bett gehen, Zähne knirschen, im Schlaf quatschen und sehr motiviertes im Bett wälzen, wo dann schon mal Arme und Beine in seinem Gesicht und Gemächt landen können). Also haben wir das als Gästebett gedachte Luftbett zu einem Wölfchenkissen umfunktioniert. War auch super gemütlich, musste halt nur alle paar Wochen aufpusten. Aber da es einen Motor dafür hatte – wurscht.
Bis es in der Nacht von Freitag auf Samstag von „voll aufgepustet“ auf „Unsoziale liegt auf dem Fußboden“ reichte. Das war alles andere als typisch. Das Bett hielt sonst eins A die Luft. Aber nun?

Scheinbar ist eine der Nähte leicht aufgegangen, wo nun die Luft entweicht. Und zwar von Tag zu Tag mehr. Mit dem Ergebnis, dass ich seit Freitag jede Nacht nur noch max. eine Stunde wirklich schlief. Entsprechend reizbar war ich dann auch, weswegen ich gestern Leute anschnauzte, die dafür gar nichts konnten. Tut mir Leid Obelix!😦

Kaputt gehen #3 war dann MEIN Wasserkasten. Anders als bei Mannmann floss da kein Rinnsal in die Toilette – neiiin – bei mir waren es die verdammten Niagarafälle. Oder: mein Wasserkasten hatte eines Sinneskrise und hielt sich nun für einen Springbrunnen. Schon im Flur hörte ich es plätschern.
Allerdings habe ich Mannmann verboten das Teil anzufassen und habe dem Vermieter Bescheid gegeben. Ich will ja nicht noch einen Daumen kaputt gehen sehen.

Vom Herzen und so

Bei mir gab es lange nichts neues – die Bessere hat schon geschimpft. Aber die kleinen Dinge waren so klein, dass es sich einfach nicht gelohnt hat. Dafür gibt es nun eben die Zusammenfassung. Bin mal gespannt was meine Schwägerin sagt. *wuhahahaha*

Gesundheit
Kurz vor meinen letzten Beitrag wurden meine Betablocker umgestellt. Ich hatte in letzter Zeit verstärkt Kopfweh – Migräne, Cluster, anderes… alles drin. Betablocker sind aber eine gute Vorbeuge genau dagegen. Also wurde ich von Biso auf Metoprolol umgestellt. Schnell bemerkte ich, dass mir die verordnete Menge (23,75mg) nicht reichen. Ich hatte nach etwa 12 bis 14 Stunden wieder deutliche Tachykardien – ich ging also mit Herzrassen ins Bett. Kein schönes Gefühl.
Mein Handy hat ein eingebautes Pulsoxymeter, der das Gefühl auch bestätigte (zwischen 110 und 140er Puls). Da ich weiß wie die Oxymeter funktionieren, vertraue ich dem Handy auch. Es wird einfach ein rotes Licht ausgestrahl, dass durch die Haut gelangt. Dort wird es vom Eisen an den roten Blutkörperchen (Erys) reflektiert. Diese Reflektion kann gemessen werden. Da die Geschwindigkeit, mit der die Erys vorbei flitzen, vom Puls abhängig ist (langsam-schnell-langsam-schnell), kann man dadurch den Puls bestimmen. Mehr noch – da Eisen direkt mit dem Sauerstoffgehalt zusammenhängt, kann man damit auch die Sauerstoffsättigung des Bluts bestimmen.
Die Hardware muss also nichts besonderes können und die Software muss nur Reflektionsinformationen auswerten können. Also kann ich von korrekten Puls- und Sauerstoffangaben ausgehen. Während Sauerstoff immer im guten Bereich liegt, geht der Puls eben durch die Decke.
Dazu hatte ich seit dem auch noch einen Migräneanfall.
Also haben wir heute die Betablockerdosis von 1×1 auf 2×1 erhöht.

Außerdem habe ich oft Herzstechen, was mir echt Sorgen macht. 30 Kilo Übergewicht, Diabetesgefährdung und wenig Bewegung tun dem Herz nicht gut. Tachykardie machts da auch nicht besser. Das Ruhe-EKG war zum Glück in Ordnung, man muss also nicht unbedingt von einer grundsätzlichen Herzschädigung ausgegangen werden. Da die Beschwerden oft aufgetreten sind, wenn der Rhythmus wieder nach oben stieg, hoffe ich, dass die Betablocker auch das eingrenzen. Ansonsten wollen wir mal ein Langzeit-EKG machen, in der Hoffnung, die Beschwerden dabei aufgezeichnet zu bekommen.

Außerdem soll ich momentan vermehrt darauf achten Eisen- und magnesiumreiche Nahrungsmittel zu mir zu nehmen. An Eisen mangelt es mir leicht (was aber auch mit der Menstruation zusammenhängen kann), Magnesium ist gerade noch so im Normbereich. Magnesiummangel kann aber auch Migräne auslösen. Also sich ich mehr Bananen futtern. Bei dem Eisen mache ich mir erst mal keine Sorgen, da ich vor 5 Jahren noch deutlich tiefere Werte hatte und da auch Tabletten nehmen musste. Mit einem leichten Mangel, der sich durch Ernährung beheben lassen kann, mache ich mir da keine Sorgen.

Finanzen

Inzwischen wurde ich von der Arge ausgezahlt. Zwei Wochen musste ich auf den Krankengeldbescheid bangen. Da sie vorher noch das Gutachten einsehen wollten und sie in Frage stellten, ob ich überhaupt Krankengeldberechtigt bin, ja mich sogar in Frührente schicken wollte, wusste ich echt nicht, woran ich war. Gestern kam dann die erlösende Nachricht. Tatsächlich bekomme ich genauso viel Krankengeld wie ALG, muss also die Hose nicht enger Knöpfen. Da inzwischen auch mein Wohngeldantrag durch ist (den ich im Mai abgeben hatte!), sieht es gar nicht mal mehr so schlecht aus. Es könnte immer noch mehr sein. Aber so ist auch ok.

Dadurch steht auch Projekt neuer Rechner nichts mehr im Wege. Mein aktueller ist zwar noch gut, liegt aber inzwischen unter den von Blizzard empfohlenen Anforderungen vom Wow. Immer noch über den Mindestanforderungen aber eben auch nicht optimal. Es scheitert dabei vor allem an der CPU, was die wichtigste Komponente für WoW ist.
Mit neuer CPU brauche ich aber auch ein neues Mainboard. Und neuen RAM. Und weil mein Gehäuse ein Midi-Teil ist, das damals wegen des geringen Budgets ausgewählt wurde, soll nun auch ein Neues dran. Da bei der CPU wichtig ist, dass der einzelne Kern ordentlich Power hat (WoW ist alt – es kann max. 1,5 Kerne zeitgleich nutzen), habe ich mich für Highendgeräte entschieden.
Was für Teile genau? Entscheidet Mannmann, wenn ich das Geld beisammen hat. Grafikkarte und die drei Festplatten werden behalten. Das Netzteil wird kurzfristig entschieden – da würde Mannmann zur Not aber was beilegen, wenn es nicht reicht.
Insgesamt heißt es nun 900€ ansparen. Mein Ziel wäre es pro Monat 100€ an ihn zu überweisen, damit ich damit nichts dummes anstellen kann. Die 40€ für Pokemon Sonne und Mond hat er schon für mich gespart. Wenn ich was teures kaufe, dass er sonst bezahlen würde, wird das Geld einfach auf sein Schuldenkonto für mich berechnet. Ich hoffe, dass ich so in 7 – 9 Monaten auch wirklich alles beisammen habe.

Außerdem hab ich ja ein neues Handy. Ein Galaxy S7. Damit bin ich wunderbar zufrieden, kann damit auch direkt das Gewicht tracken und der eingebaute Pulsoxy ist echt nice.</p<

Trotz allem bin ich nun auf der Suche nach einen Job. Krankengeld geht ja nicht ewig und das ALG wird sicher niedriger werden. Da es kaum angemessene Jobangebote als MFA gibt, überlege ich nun zum Feind – der Krankenkasse – zu wechseln. Stressig ist das auch – aber eben nicht in der Höhe wie in der Praxis. Ich würde sogar zu einer Umschulung zur Sozialversicherungsfachangestellten bereit sein – damit würde ich dann mehr Auszubildendengehald bekommen als ALG und als Berufseinsteiger mehr verdienen als eine MFA nach 5 Jahren. Aber mal abwarten was aus der Initiativbewerbung wird.

Wer ist das Monstrum und wer ist der Mann?

Dragonloveisascarytale

Mit diesen Worten leitete einst Disney ihr Meisterwerk „Der Glöckner von Norde Dam“ ein. Die Lösung war für den Kenner der Geschichte dann nicht allzu versteckt und fand im Buckligen den Helden und Manne der Geschichte.
Und so ähnlich ist es mit dem russischen Fantasy-Film, auf den ich kürzlich aufmerksam geworden bin.

Nun bin ich in meiner Kindheit mit russischen Märchen groß geworden. Was war das immer toll, wenn die buntbemalten Fensterklappen aufgingen und Anastassija Sujewa „Guten Tag liebe Kinder“ sagte. Obs nun der Hirsch mit dem goldenen Geweih, die schöne Wawara, Väterchen Frost oder das Märchen vom Zaren Saltan waren – sie gehörten ebenso zu den VHS, die ebenso abgenutzt und kaputt waren wie das letzte Einhorn oder ein Land vor unserer Zeit.
Heute bekommt man nicht mehr allzu viel von den russischen Produktionen mit. Ab und an schwappt mal was rüber, aber die zu finden sind reine Glückstreffer. Umso schöner, dass mich „Dragon“ direkt hat Aufmerksam gemacht hat.

Mit vollen Titel „Dragon – Love is a scary tale“ bestückt, wurde der Film in meinen Recherchen lediglich als „Kurzfilm“ deklariert. Wer auf diese bescheidene Idee kam weiß ich nicht – ein Film mit 100 Minuten Lauflänge ist zumindest für mich kein Kurzfilm. Produziert wurde das gute Stück 2015, was ihn um einiges moderner macht als die sowjetischen Filme meiner Kindheit und das merkt man auch. Die Spezialeffekte können meiner Meinung nach wunderbar mit denen von Hollywood mithalten – ohne es jedoch wirklich unwirklich werden zu lassen, was angesichts eines feuerspeienden Drachens durchaus eine Kunst ist.

Die ganze Handlung dreht sich letztlich um eine alte Sage. Einst wurden die schönsten Mädchen des Ortes auf hohe See gebracht, in wunderschönen Kleidern gehüllt, liegend auf einer schwimmenden Barre. Mich haben sie an die Seebestattungssärge erinnert – aber das kann durchaus Absicht gewesen sein. Das Volk stimmte sodann das Lied des Drachens an. Dieser stieg herab und stahl sich eines der Mädchen – das fortan nie mehr gesehen war.
Eines Tages fand ein Ritter – der Geliebte eines der gestohlenen Mädchen – den Hort des Drachens und tötete ihn. Seine Holde war aber – wie schon zuvor alle andere – zu Asche verbrannt.

Viele Jahre später soll Miroslava (genannt Mira) den Urenkel jenes Drachentöters – Igor – heiraten. Die Zeremonie wird von den Bewohnern ebenso abgehalten wie die alten Drachenopferrituale. Zu Ehren des Drachentöterenekels wird das alte Lied, das Lied des Drachens, angestimmt, während Igor das Boot zu sich ans Ufer zieht. Kann ja nichts passieren. Drache is ja tot!
Denkste.
Bevor man es sich versah liegt Mira in den Klauen der riesigen Bestie und ward verschwunden. Igor schnappt sich sofort seine Kameraden und macht sich auf den Weg seine Holde zu retten.

Doch im Hord des Drachen findet Mira unerwartete Unterstützung in einem Mann ohne Namen, den sie fortan Amman nennt. Doch Amman ist nicht nur einfach ein Mann. Er ist ein Drachen.

Daraus spinnt sich eine (sehr offensichtliche) Liebesgeschichte, die mit sanften Klängen und mit erstaunlich wenig Gewalt daher kommt. Trotz Sidekick gibt der Film keinen Grund zu Lachen – der besagte Sidekick ist zwar durchaus trollig, aber sieht zu biestig aus, um für die meisten Menschen niedlich zu wirken (ich fand ihn trotzdem süß!). In Mira findet sich zudem endlich mal eine Heldin, die sich trotz des „schwaches Mädchen, größes sexy Monster“-Klischees nicht hilflos gibt, sondern sich halt selber hilft. Dieses sexy, durch und durcn nackte Typ der da bewusstlos rumliegt, ist der Drache? Ach nehmen wir einen Stein und versuchen ihn den Kopf einzuschlagen! Hat sie dann doch nicht gemacht, weil die Gute dann doch Gewissensbisse hat, aber diese Ärmel-hochkrempeln-Mentalität zieht sich durch den ganzen Film und macht Mira als Figur unheimlich charmant.
Amman dagegen erinnert ein wenig an Edward. Jammer hier, Jammer da. Aber immerhin sieht man, dass er auch wirklich allen Grund dazu hat, wo der Mira doch gar nicht töten will, der Drache aber unkontrolliert aus ihn heraus bricht.
Igors Charakterwendung ist dagegen leider sehr vorhersehbar.

Fazit:
Ein toller Film, den man durchaus mal gesehen haben sollte, wenn man solche Liebesgeschichten mag. Oder Drachen. Oder russische Filme – aber leider kein Film fürs Kino. Außer man hat Twillight im Kino gesehen. Nein, hab ich nicht.

Vierzehn

Heute ist es so weit. Heute kommt der große Schritt.
Ich werde heute einkaufen gehen und abermals keine Schokolade zum Naschen kaufen. Und das ist etwas besonderes, denn inzwischen habe ich nur noch vierzehn Kinderbonbonse über. Und ja, die stammen immer noch aus den beiden Packungen, die ich vor einigen Tagen bereits zu Hause hatte.

Ich möchte meinen:
Ich bin über den Berg.
Nicht nur bin ich nun mehrfach an den Schokoladeartikeln vorbei gelaufen und habe nicht mal darüber nachgedacht mit welche zu kaufen, nein… die Kinderbonbonse schmecken mir nicht mal mehr.
Aktuell ist es so, dass ich mir zwei oder drei Bonse in den Mund stecke und dann tagelang die Lust verliere. Nur bei Frust wird das mal mehr – sonst wären noch mehr Restbestände da. Aber selbst dann war es… „ach die liegen da… mampf…“ und nicht „ich hät nu Bock“!

Dennoch bin ich nicht ganz von der Schokolade weg – und werde es sicher auch so schnell nicht werden. Aber ich „esse“ sie nun nicht nur bewusster, sondern hab mich nun auch eine gesucht, die ich nicht eben neben mir liegen lassen kann:
Schokoeis.
In Form von selbstgemachen Milchshake gebracht.

Ja, immer noch eine Kalorienbombe, zumal da recht viel Eis rein muss.
Aber wenns alle ist, dann ists alle. Lust mir welchen zu machen habe ich selten, weil es eine ganze Weile dauert und man danach auch noch Sachen säubern muss. Für die momentanen Temperaturen finde ich das aber recht angenehm. Dann mach ich mir einen Milchshake, wenn ich besonders viel geschwitzt habe – direkt nachdem ich mich unter der Dusche wieder auf angenehme Temperaturen gebracht habe.

Damit komme ich auf eine Kanne pro Woche. Was im Vergleich zu meinen vorigen Konsum immer noch eine drastische Reduzierung ist – und im Winter eh nicht so toll ist.😉

Alles in Allem bin ich aber gespannt, was passiert, wenn ich keine Reserven mehr zu Hause habe. Noch sind die ja da. In Form von 14 Bonsen.

Ich habe mich ansonten letztens auf die Waage gestellt.
94kg.😦
Davon müssen bitte 30kg wieder weg.
Als erster Teilschritt wäre unter 90kg aber schonmal nett.

PokemonGo – Praxistest

Nachdem ich mich letztens schon so gefreut hatte, gab es die Ernüchterung.
Am folgenden Tag war ich nämlich unterwegs und warf Pokemon Go an. Nachdem die Karte gerade geladen war, kam schon die Meldung: „Datenvolumen aufgebraucht“. Och nö.😦

Ich habe ein recht kleines Volumen, da ich dieses bisher nicht brauche. Im Schnitt verbrate ich ungefähr 1MB pro Monate – wenn es hoch kommt. Was soll ich da mit GB? Tja. Jetzt stört mich das. Ich wollte dem Ganzen trotzdem eine Chance geben und hab auf den Volumenreset gewartet. Zudem konnte ich lesen, dass die meisten Spieler relativ wenig Verbrauch haben, so dass ich auf einen Bug mit Verbindungsproblemen spekulierte.

Heute war es dann so weit. Los marschiert und tatsächlich kam keine Meldung. Aber auf 2km Weg auch kein Pokemon. Und die PokeStops wurden zwar angezeigt, funktionierten aber nicht. Irgendwann wurde die Karte grün und die Straße verschwand einfach.
Also Pokemon aus und beim PsychoDoc in den SPON geles… geht auch nicht… wtf?

Da ploppt das Handy auf:
„Bitte im Netz anmelden!“
Hä?
Drauf geklickt.
„Lieber Nutzer, leider haben sie zu wenig Guthaben, weswegen wir ihre Datenoptionen nicht buchen können.“

Ja leck mich doch!
Sonst schicken sie mir drei Tage vorher ne SmS, dass mein Guthaben für eine Buchung nicht reicht und ausgerechnet diesen Monat nicht?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?

Zum Glück konnte ich von dem Rest noch Tagesvolumen buchen. Ist zwar recht teuer aber besser als nichts. Und siehe da, da sitzt ein Rattfratz auf meinen Schoß.

Den nächsten Strich durch die Rechnung machte dann meine Kamera. Die App vom MotoG2 schwächelt da leider ein wenig und stürzt gerne ab. In Verbindung mit DrittApps – wie PokemonGo – tut sie das besonders gerne. 10 Minuten hat es gebraucht, bis ich die Kamera deaktivieren konnte, da mir vorher immer das Spiel abstürzte. Und seit dem kann ich flüssig spielen. Wuhu!

Seit dem habe ich gewisse Erkenntnisse gesammelt:
Psychodoc spielt selbst nicht, hat aber in Sichtweite seiner Praxis 50 PokeStops. Alle nicht weiter als zwei oder drei Straßen entfernt.
Ich hasse Zubats. Jetzt noch mehr.
Ich brauche ein neues Handy mit entspiegelten Display.😦
Nichtreal ist eine Arena.

Außerdem bin ich nun überlegen von Prepaid auf Vertrag umzusteigen. Aber mal sehen.

Diätfortschritte

Gut, ob ich wirklich abnehme kann ich nicht so ganz beurteilen. Ich wiege mich nicht. Bewusst. Zunehmen tu ich aber schon nicht mehr, das hat ja was.
Dennoch mache ich Fortschritte – aber eben auf andere Art.

Ich bin ein Quasi-Langeweileesser. Quasi deshalb, weil mein Hirn durchaus beschäftigt sein muss – nur der Körper eben nicht. Das heißt, wenn ich lese, vor mich hinträume, zocke oder ähnliche Dinge mache, dann stopfe ich Essen in mich hinein. Das ist kritisch, denn die Menge an Essen kann ich dann nicht wirklich kontrollieren. Ich bin ja geistig woanders.
In der Regel liegen dafür Kinderbonbonse und früher auch Nüsse und Chips bereit. Als ich gearbeitet habe, war das nicht so tragisch. Ich hatte genügend körperliche Auslastung um es zu kompensieren und konnte zeitlich nicht so viel ruhig rumsitzen oder liegen.
Seit dem Burn-Out sieht das anders aus. Daher habe ich zuletzt auch nicht wie gewohnt 60 sondern 90kg gewogen (danach habe ich nicht mehr gemessen, es ist aber sicher mehr).

Da ich den Schweinehund in mir nicht dazu bringen kann, mal ein wenig Sport zu machen, müssen also erst mal andere Taktiken her. Nur weil das beste Mittel nicht funktioniert, heißt das ja nicht, dass man gar nichts machen braucht.
Zu Beginn habe ich mir Chips und Nüsse verboten. Das war auch kein Problem. Die schmecken mir zwar immer mal wieder aber jeden Tag muss ich die nicht haben – und kann auch monatelang ohne auskommen. Das waren also eigentlich immer nur reine „och da hätte ich mal wieder Lust drauf“-Käufe, die sich zugegebener Maßen in den Monaten zu Hause gehäuft haben.
Die zweite Maßnahme war die drastische Reduzierung der Kinderbonbons.

Zu Hochzeiten waren 14 Maxitüten pro Woche kein Problem. Ich habe das bewusst radikal gemindert, in dem ich mir nur noch 1 Tüte pro Tag genehmigte.
Ja, das ist immer noch viel – aber ich habe bereits seit Jahren eine Sucht nach Schokolade entwickelt. Wenn ich also keine bekomme werde ich unruhig, bin hungrig ohne das mir irgendwas schmeckt und ähnliches. Einen kalten Entzug schaffe ich nicht, da man Schokolade viel zu leicht bekommen kann. Also muss ich das langsamer angehen.
Und ehrlich? Nur noch eine Tüte pro Tag zu essen war ein massiver Einschnitt, der mir ganz schön zu schaffen machte.

Zwei Monate später schaffte ich es das erste Mal eine Tüte pro Tag zu essen ohne mich bewusst zurück halten zu müssen. Also kam der nächste Schritt. Ich reduzierte die Menge um eine weitere Tüte. Da ich nicht immer am selben Tag einkaufe – und durchaus auch mehrmals pro Woche – kaufte ich daher gezielt nur so viele Tüten, wie ich sie bis zum nächsten Einkauf brauchen würden. Also Freitags nicht 6 Tüten und Montag dann die nächsten, sondern Freitags 3 und Montags 3.
Das war noch etwas schwieriger, denn oft stand ich dann einen Tag ohne Tüte da und musste den Entzug aushalten. Da war hart. Echt jetzt. Und ich hab das Experiment auch fast abgebrochen. Gerettet hat mich mein geliebter Tomatenmozzarella-Salat. Denn an dem Tag, an dem ich den gegessen habe, brauchte ich keine Schokolade.

Damit erschuf ich also ein quasi-Alternativverhalten. Mir war (und ist) durchaus bewusst, dass mein Salat auch nicht unbedingt der Gewichtsreduzierer ist, aber das erste Ziel ist ja erst mal weniger Schoki. Mit der Zeit fand ich noch andere Speißen, die ich gut wegmümmeln kann und die den Schokoladenkonsum eindämmen. Wassermelonen, wenn ich sie mir vorher in Würfel schneide und dann mit der Gabel zum Mund führe zum Beispiel. Zum Teil auch Brot, auch wenn das nicht ganz so gut wirkt.
Inzwischen bin ich auf 5 Tüten pro Woche runter und habe damit keine Suchtproblematik. Wunderbar!

Dann kam Donnerstag bzw. heute.
Am Donnerstag habe ich meinen Wochenendeinkauf erledigt und habe zu dem Zeitpunkt auch Schokobonse eingekauft. 5 Tüten. Nächster geplanter Einkauf war Montag oder Dienstag vorgesehen, weswegen ich mir direkt 5 Tüten, Wassermelone und eine Marzipantorte kaufte. Mir war bewusst, dass diese Woche dann nicht so ganz zählen dürfte, aber auf die Torte hatte ich Bock.

Früher hätte ich die Torte alleine in zwei Tagen aufgefressen. Ja, auch als ich gearbeitet habe. Ich liebe diese Torte, dafür gibt es sie auch nur alle paar Monate. Dieses Mal hat Mannmann die Hälfte gefuttert und ich musste mir Montag das letzte Stück quasi reinwürgen. Und das über den ganzen Tag verteilt. Allein das hat mich stolz gemacht.

Und dann wollte ich heute einkaufen. Also losgestiefelt und alles eingepackt, bezahlt, nach Hause, ausgepackt und… he…
Ich habe das erste Mal seit vielen vielen vielen Monaten nichts Schokoladiges gekauft. Wirklich GAR NIX. Ja, ich habe mich mit der Torte übers Wochenende geschummelt, so das ich kaum Bonse gegessen habe, aber selbst das hätte mich damals nicht abgehalten noch mehr zu kaufen.
Ja, ich bin stolz darauf. Ernsthaft.

Und das Beste? Obwohl ich gerade die ganze Zeit an Schokolade dachte und die Bonse eine Armlänge neben mir liegen (noch in der Tüte) – ich will sie nicht. Ich habe nicht mal das Verlangen. Normaler weise hätte ich mir bei so einen Eintrag den Wanst voll gehauen.
Ich bin mal gespannt, ob ich das so durchziehen kann. Torte hab ich nicht mehr aber Tomaten für auf die Stulle hab ich gekauft. Schön mit dunklen Brot und Margarine. Am Donnerstag ist der nächste Einkauf geplant.
Das Ziel: Dann auch keine Schokolade kaufen und noch Tüten zu Hause haben.

Schaffe ich das?
Weiß ich nicht. Aber ein Ziel muss man sich stecken. Und diese Maßnahmen helfen mir erst mal weiter als Stur auf irgendwas zu verzichten und dann in wenigen Monaten den Jojo-Effekt zu haben. Ich will ja nicht nur Gewicht verlieren sondern auch halten. Und dafür muss der Schokokonsum auf Dauer normalisiert werden.
Was danach kommt… sehen wir weiter.🙂