Mein Rudel

Da ich keinen echten Hund haben kann, lebe ich meine Affinität in Form von Sammelobjekten aus. Die Sammlung ist nicht groß, was auch daran liegt, dass ich äußerst kritisch bin. Mir kommt nicht alles ins Haus. 😉
Einen besonderen Status nehmen dabei Plüschtiere ein. Und die haben heute Nachwuchs bekommen. Grund genug, euch mein Minirudel mal vorzustellen. 🙂

In der Reihe vorgestellt, wie ich sie auch bekommen habe:
Fanq – ein sitzender Wolf – wirklich zum Kuscheln ist er nicht geeignet, da seine Form relativ fest ist. Daher sitzt er in der Regel auch auf mein Schuhregal und wacht über den Flur. Fusselt wie irre.

Als nächstes kam Würstchen. Das blizzardsche Stofftier eines Greifenkükens. Dazu gab es auch ein ingame-Hasutier. Die Qualität ist für ein Merchandis wirklich super, es ist niedlich, weich und flauschig. Das Allianzwappen finde ich persönlich nicht so toll, auch wenn es das Küken der Taxi-Reittiere der Allianz ist. Ohne hätte es mir einfach besser gefallen.

Dann kamen die Zwillinge Lyro und Rylo. Ich habe sie zwar mit einem größeren, zeitlichen Abstand bekommen, aber die Unterscheidung fällt schwer. Klar – sind ja auch das selbe Stofftier. Wer ein Wolfsfan ist, sollte sich nebenbei unbedingt einen zulegen. Man kann sie super trapieren, sie sind einfach riesig, eignen sich als Kopfkissen, sind super flauschig, das Fell ist weich und sie fusseln kaum, sobald sie am Anfang fertig gehaart haben (bissle Schwund ist immer).

Danach kam Fussel, mein ewiger Begleiter, wenn ich unterwegs bin. Meistens ist er dabei. Durch seine kompakte Größe und den riesigen Flauschfaktor bietet sich das einfach an. Er darf auch öfter mal mit ins Bett. Außerdem ist das ein Geschenk von Müpfi und Big Boss, was ihn gleich mehrfach wertvoll macht!

Danach war lange Ruhe, bis mir Müpfi feierlich Greifer überreichte, wodurch meine Blizzardsche Kuscheltiersammlung damals mehr oder minder vervollständigt wurde. Auch Greifer hatte ein Ingame-Haustier dabei und wie bei Würstchen störte mich das Wappen – hier Horde. Inzwischen ist meine Sammlung nicht mehr vollständig, da Blizzard ordentlich aufgestockt hat im Kuschelversum.

Ebenfalls von Müpfi kam dann ein Nichtkuscheltier, dass aber als Kuscheltier behandelt wird und den anderen Rudelmitgliedern gerne mal auf den Kopf springt. Im wahrsten Sinne des Wortes, den eigentlich ist Flausch eine Mütze. 😉
Und ja, das ist das komische Fusselteil, was bei Würstchen aufn Kopf sitzt.

Flausch

Anschließend kamen in kurzer Folge gleich drei neue Mitbewohner. Da wäre einmal Miniglubsch, der hier im Blog bereits einen Auftritt als Waffe gegen Zombies hatte.

Und dann nochmal zwei Zwillinge, die eigentlich Schuhe sind, aber ebenso wie Flausch einfach umfunktioniert wurden. Die beiden heißen Lili (Weibchen) und Rere (Männchen). Wer denkt, dass das nur eine Anspielung auf die richtige Fußseite ist, hat vollkommen recht. Rere erkennt man an dem Faden.

Und dann, heute frisch dazu… Fenris-chan. Ein Geschenk von Mannmann. ❤

Fenris-chan gehört wieder zum blizzardschen Kuschelversum, es ist nämlich ein Frostwolfwelpe. Und weil so ein Frostwolf mal echt riesig und fies und kräftig wird, musste es auch ein entsprechender Name sein. Aber weil es trotzdem so putzig und niedlich und flauschig und süß und awww ist, musste da eine Verniedlichung ran. Fenrischen und Fenrislein klingen dämlich, also hab ich mich fürs japanische -chan entschieden. Kann man dann beim ausgewachsenen Wolf auch in -san und co umändern. *hrhr*

Dann hier nochmal >mein< blizzardsche Rudel:

Blizzardsche Rudel

Und natürlich das gesamte Rudel… einmal alle cheeeese sagen bitte:

Da sieht man auch sehr schön die teilweise echt gewaltigen Größenunterschiede. Insbesondere was Miniglubsch mit Rylo und Lyro angeht. 😉

Und dann nochmal alle Links, falls jemand auf den Geschmack gekommen sollte (keine Afflis, jede Zeile neuer Link, war zu Faul zum einfärben)):
Lyro/Rylo
Fussel
Fanq hab ich nicht mehr gefunden :/
Miniglubsch
Lili und Rere
Würstchen (Blizzard-Link)
Greifer (Blizzard-Link
Fenris-chan (Blizzard-Link)

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Alles Idioten!

Gestern war wieder Psychodoc-Tag. Erstaunlicher Weise machte er aber nicht auf und so beschwerte ich mich ausführlichst via Handy bei der Besseren.
Das veranlasste die Bessere dazu zu schreiben. Und zu schreiben. Und zu schreiben. Und zu schreiben. Und beim Punkt hat sie immer abgeschickt.

Nun war der Psychodoc nur bei Asiaten (fragt bitte nicht welchen) und hat sich beim Bäcker noch ein Brötchen Minibrot nicht zu erkennendes Backwarending für Abends gekauft. Er war zwar überpünktlich wieder an der Praxistür – 10 Minute vor unserem Termin – aber ich war eben überpünktlicher – 15 Minuten vorher.
In den Praxisräumen dann, machte ich es mir schon mal im Therapiezimmer gemütlich, während Psychodoc den AB abhörte und Sachen zusammensuchte.
Während dessen schrieb die Bessere weiter. Und weiter. Und weiter. Und weiter. Mannmann fing dann auch noch an und erzählte irgendwas von Wischi (Saugi bekommt Gesellschaft o.O) und in ganzen drei Whatsapp-Gruppen ging es auch los.
Da ich mein Handy maximal auf Vibration leiser stellen kann, machte es also volle 10 Minuten BRRBRRRBRRRBRRBRRRBRRBRRRBRR. In meiner Verzweiflung wies ich alle an nun bitte die Finger still zu halten, denn ich war ja in Therapie. Als Psychodoc endlich therapiebereit war, schickte ich die Nachricht ein letztes mal ab.

Und ganz kurz… so etwa 20 Sekunden… war auch Ruhe.
Und dann hörte das scheiß Ding nicht mehr auf zu vibrieren. Alle… aber auch wirklich ALLE… haben meine Seid-Leise-ichse-Therapie-Aufforderung zum Freifahrtschein fürs spammen interpretiert. Eine halbe Stunde lang hörte das Handy nicht mehr auf zu vibrieren. Der Akku war danach – obwohl direkt vorm Besuch voll und drei Tage Haltwertszeit – auf unter 50% gefallen.
ALLES IDIOTEN!

Leider konnte ich das Ding nicht zu Hause lassen. Smartphone hatte Einkaufszettel. -.-

Ich, das Naivchen

Mannmann hat ein Hobby. Dieses nennt sich „Tucktuck verarschen“. Tucktuck – das bin ich. Und ich lasse mich immer sehr gut verarschen.

Wenn Mannmann mir Dinge erklärt, dann glaube ich ihm das. Jedes einzelne Wort. Mir kommt nicht mal in den Sinn, dass er gerade lügt. Höchstens, dass er sich irrt – das kommt aber nur dann vor, wenn ich es mal besser weiß. Darum sucht sich Mannmann immer Themen aus, wo das definitiv nicht der Fall ist. Und ehrlich: da hat er VIEL Auswahl, denn mit meiner Allgemeinbildung ist es nicht weit und die, die ich hab, konzentriert sich auf die wenigen Dinge, die mich mal interessieren.

Ein genaues Beispiel kann ich nun nicht nennen, aber nehmen wir mal ein Beispielbeispiel.
Mannmann erklärt mir, dass Bäume verkehrt herum wachsen. Also die Krone eigentlich die Wurzel und die Wurzel eigentlich die Krone ist. Da ich es hier eigentlich besser weiß, würde ich darauf nicht hereinfallen, aber nehmen wir mal an, dass ich noch NIE einen Baum gesehen habe. In meinem ganzen Leben nicht. Und auch andere baumähnliche Konstrukte – wie Blumen, Sträucher und anderes Gebüsch – sind mir vollkommen fremd.
Mannmann würde erklären, dass die Wurzeln oben sind, weil ein Baum hauptsächlich von Sonne und Regen lebt und somit die empfindlichsten Teile nach oben schickt, denn dort fallen die Nahrungsmittel zu erst hin. Die empfindlichsten Teile vom Baum – also die Blätter – müssen dagegen geschützt werden und das macht man am besten unter einem dicken Schutzschild: der Erde.
Er würde dann noch etwas wissenschaftlicher werden und irgendwas mit Chlorophyll und Harz erzählen, um es authentischer zu machen.
Und ich? Ich sitze mit großen, staunenden Augen daneben und versuche mir den Kopfsteherbaum vorzustellen. Am nächsten Tag würde ich zu einem Leute gehen und ihm von dem Kopfsteherbaum erzählen. Und wenn er mir nicht glauben würde, wäre ich furchtbar erbost über seine Uneinsichtigkeit.

Der Einzige, der mit den Zahn wieder ziehen kann, wäre Mannmann selbst. Der amüsiert sich bis dahin aber köstlich über mich und lacht sich bei der Aufklärung immer einen Ast ab.
Laut meiner Schwägerin liebt er mein Gesicht, dass ich während der Geschichte und vor allem bei der Aufklärung zu machen pflege. Ich bin nämlich eine talentierte Grimassenschneiderin – auch wenn ich das eher unbeabsichtigt mache.

Genau so – aber bei weitem nicht so heftig – funktioniert das auch bei jeden anderen Menschen.
Wenn mir Frau X zum tausensten Mal erzählt, dass sie ihre Tabletten verloren hat oder ihre Tasche geklaut hat, dann stelle ich ihr leichtgläubig ein neues Rezept aus. Gut, wenn hier weniger leichtgläubige Kollegen eingreifen. Wenn jemand was erzählt, was alle anderen tierisch aufregt, weil das eine olle Angebernase ist, dann verstehe ich meist nicht wieso, weil ich nur die Erzählung sehe und nicht zwischen den Zeilen lesen kann. Lügen, Halbwahrheiten? ja, ich weiß das es so etwas gibt. Aber ich sehe mich instinktiv nie als Betroffene. Das braucht schon gehörig Denkarbeit meinerseits bis ich misstrauisch werde. Insbesondere wenn die Geschichten aus vertrauenswürdigen Quellen – wie meine Mutter, Freunde, Familie und so – kommen.

Ähnlich ergeht es mir mit Nachrichten, Blogs und co. Verwirrend wird es vor allem, wenn zwei Quellen über ein und die selbe Sache vollkommen unterschiedlich berichten. Ich will nämlich immer beiden glauben – und nicht immer lässt sich das vereinbaren. In der Regel bekomme ich dann Kopfschmerzen.

Ein wenig begründet sich dadurch meine Paranoia. Naivchen sein und es nicht merken ist wesentlich einfacher als Naivchen sein und durch die Reaktion der anderen Leute feststellen, dass man mal wieder viel zu vertrauenswürdig war.
Als Letztes fängt man dann nämlich an zu hinterfragen. Und zwar ständig. Man neigt dazu, bei jedem das gute zu sehen und hinterfragt, ob es nicht doch bitterböse gemeint war. Dadurch weiß man erst recht nicht mehr, was man glauben soll und was nicht. Wenn Müpfi sagt, dass sie mich voll lieb hab… gelogen oder nicht? Wenn die Bessere meint, ich kann voll gut schreiben… gelogen oder nicht? Wenn Mannmann sagt, ich sei süß… gelogen oder nicht? Wenn der Spiegel schreibt, die Flüchtlingskrise sei beendet… gelogen oder nicht? Mein Instinkt sagt nicht gelogen, mein Verstand sagt gelogen, mein Bauchgefühl summt Tetris.
Erfahrungsgemäß treffe ich oft genug nicht die richtige Wahl. Da habe ich etwas als Lüge klassifiziert, was voll ernst gemeint war und andersherum. Darum schwanke ich gerne von ein Extrem in das Nächste. So glaube ich ein paar Tage lang jeden alles und wenn er behauptet, es regnet U-Boote vom Himmel, und dann wieder unterstelle ich jedem, dass er mich anlügt. An Sicherheit fehlt es aber so oder so komplett.

Und ich selbst?
Wenn es drauf ankommt, dann kann ich nicht lügen. Ich platze regelrecht mit der Wahrheit und mit nichts anderem als der reinen Wahrheit heraus. Selbst wenn die (Not)Lüge die bessere Wahl gewesen sei. So sagte ich D-Mann #1 er sehe mit seiner neuen Brille voll idiotisch aus, anstatt feinfühlig zu loben, denn er tat sich schwer damit, nun zu den Brillenträgern zu gehören. Als mein Bruder das erste mal einen verhassten Anzug anziehen musste? „Siehst du bescheuert aus!“ anstatt „Wow, der steht dir!“ zu sagen.
Notlügen, Halbwahrheiten und echte Lügen kommen daher nur, wenn ich wirklich lange und ausführlich darüber nachdenken konnte und dann sind sie nicht schlüssig oder glaubwürdig. Klappen tut das nur, wenn ich die Lüge selber glaube.

Wenn WMF also fragt, wie es mit der Wahrheit bei mir im Blog aussieht, dann so:
Ich schreibe nur, was sich selber glaube, gemixt mit der einen oder anderen Minilüge, die aber niemanden schadet und letztlich nur der Anonymität dient.

Wieder da

Immer diese Lügen bei wetter.de! Hat gar nicht geweht oder geböht! Okay. Dafür geschneit. Geregnet. Geschneit. Geregnet. Geschneit. Geregnet. Geschneit. Zwischendrin immer mal 5 Minuten Sonne.

Ansonsten: Keine Wölfe – die sind tatsächlich dem Umbau zum Opfer gefallen. Aber dafür gibt es da dann noch mehr Wölfe, so 2018. *seufz*
Kein Buschi (so heißt der Orangutan!), dafür dem Bau beim neuen Buschihause zugeschaut. Wird schön.
Nur ein Foto von einer Hyäne – und zwar von deren Po, während sie vorm neusten Regenschneeschauer flieht.
Mönchsgeier gefunden und Marabu damit geärgert.
Löwen, Tiger und Luchse fotografiert, ich hoffe ich habe damit meinen Auftrag erfüllt.
Eulen ohne Käfig gefunden und abgelichtet, Müpfi ein Video geschickt, freut sich.
Takamanda ist fertig – vermute ich zumindest, denn die Viecher wollten nicht raus kommen. Die Gehege sahen aber recht fertig aus.
Jede Menge Reiher festgehalten – die wollten den Pingus den Fisch klauen. Zumindest auf der Kamera direkt tolle Fotos. Mal sehen wie es später am Rechner aussieht.
Füchse gesehen. Wenigstens mal was hundeartiges, nachdem die Wölfe ein Reinfall waren und die Hyänen (jaja, die gehören zu den katzenartigen, aber ich mag die Viecher trotzdem) Wasserscheu blieben.
Babyraffe gesehen! *.*
Babyaffen nebenbei auch, aber Babyraffen sind niedlicher!
Erkenntnis: Flamingos sind Wetterfest, standen selbst im dichtesten Schneegestöber im Teich und… äh… teichten.

Meine Füße tun weh und mir ist kalt. Aber zumindest wurde ich nicht weggeweht.

Checkliste für Mich

Wenn ich nicht verschlafen haben oder weggeflogen sein sollte, sitze ich nun im Zug gen Osnabrück. Provisorische Bahncard samt Hin- und Rückfahrtticket waren bereits gebucht und gestern Abend ausgedruckt, Here war auf altmodische Karte (anstelle der Satellitenansicht) umgestellt, die Akkus geladen, Speicherkarten geleert und die Kamera sicher in der Tasche im Rucksack verstaut. Mantel samt Schal, Handschuhe und Cappie (zwecks Regen, soll dann mit Pferdeschwanz gehalten werden… ein Hoch auf lange Haare!) liegen bereit, feste Schuhe hab ich eh immer an, Beine waren mit Voltaren vollgeschmiert und früh im Bett war ich auch! Direkt nach diesem Artikel hier. ;D

Geplant ist morgen:
-Ausufernde Fotos des Wolfsgehege samt pelziger Bewohner (ich hoffe die sind noch da, Zoo baut an und da ist gerade ein Teil des Wolfsgehege mit dabei ._.)
-schauen ob die Hyänen sich bei dem Shit-Wetter nach draußen wagen (eher unwahrscheinlich, leider)
-schauen, ob die beiden OranUtans bereits ein neues zu Hause haben oder dieses in Bau ist (letztes Jahr war man an Spenden sammeln)
-schauen wie weit Takamanda ist – letztes Jahr wurde noch gebaut und inzwischen sollte das fertig sein
-Wildkatzen aller Art fotografieren (auf besonderen Wunsch vom Lootgeier Marabu)
-Eulen besuchen, sonst gibts Schläge von Müpfi
-im Zweifelsfall den Zoo kurz und klein schlagen, wenn die Wölfe weg sind ò.ó

Gegen 18 Uhr will ich dann wieder zu Hause sind und danach wollte man noch raiden. Wird also etwas anstrengend der Tag. Erwartet Mittwoch keine oder kaum Einträge, bisher ist da nämlich auch nicht geplant.

Wieso eigentlich unsozial?

Wie der mitgekommene Leser vom alten Blog weiß und die neuen Leser es nun erfahren, bin ich soziophob. Ich habe das zwar gelernt zu verstecken und zu überspielen, habe die Auswirkungen auch schon reduziert und stelle mich regelmäßig meiner Angst (spätestens beim wöchentlichen Einkauf), aber das ändert alles nichts an der Tatsache.
Als Soziophobiker mache ich mir viel zu viele Gedanken darum, was andere Menschen von mir denken könnten und finde negatives Gedankengut äußerst schrecklich. Ich will also immer einen guten Eindruck machen, was nebenbei als Frau ohne Sinn für Mode oder Kosmetik und einer Neigung zu Hyperhidrose und lustigen Eigengeruch echt schwer ist. Und da ich mir um dessen Umstand bewusst bin, aber nicht einsehe unnötig Geld für Klamotten oder Zeit für Schminken zu verschwenden (Hyperhidrose am Rücken nicht behandelbar ist und ich täglich dusche und dank Hyperhidrose trotzdem miefe), macht es jetzt auch nicht besser.

Trotzdem versuche ich immer meine Angst vor Mitmenschen in den Griff zu bekommen. So übe ich seit Jahren die Kunst der unbequemen Antworten. Ein Beispiel dafür wäre „nein“.
Früher war es so, dass man mich fragen konnte, was man wollte und wenn es mir noch so unangenehm war… ich traute mich nicht nein zu sagen. Was würde der Mensch denn dann denken? Das ich nicht hilfsbereit oder faul bin! Vielleicht sogar schadenfroh, weil der Fragesteller nun alleine das was auch immer machen muss, er seine Verabredungen nicht wahrnehmen kann oder blub. Also sagte ich immer ja – auch dann, wenn es mir gar nicht recht war.

Irgendwann ging es mir aber so auf den Zeiger, dass ich dann nicht machen konnte was ich wollte und eigentlich gar keinen Bock auf Helfen hatte, das mir das „Nein!“ eher versehentlich und spontan und unbeabsichtigt heraus rutschte. Ich war dann erst mal wie erstarrt. Ich hatte doch jetzt nicht wirklich… oder… hab ich mir das nur eingebildet… hat da ein Alien von mir Besitz ergriffen… oh bitte lass es das Alien sein… ICH HABE NICHT GERADE WIRKLICH NEIN GESAGT??????

Dieses Nein bekamen zu dem Zeitpunkt Asterix und Obelix zu spüren. Die beiden waren mit mir oft im Teamspeak, wir verstanden uns super und wir unternahmen oft und auch gerne etwas zusammen. Nur an diesem Tag hatte ich wenig Lust, weil… ich weiß nicht mehr warum. Ich weiß nur noch, dass ich damals in WoW auf der Insel des Donners herumkroch und tägliche Aufgaben erledigten und mich die Bitte um Hilfe davon abgehalten hätte (oder von etwas, was ich mir für danach vor genommen hatte oder so).
Die beiden Jungs nahmen mir das „Nein“ nun nicht wirklich krum – ich weiß bis heute nicht, ob sie das nein überhaupt überraschte – und nahmen das mit Humor. So wirklich an den Gesprächsverlauf kann ich mich nicht mehr erinnern (das war damals nicht wirklich weltbewegend), aber ich versuche es mal zu rekonstruieren. Irrtümer und Verwechslungen liegen auf meiner Seite. 😉
„Boah! Sei doch mal sozial!“
Ich, immer noch total von meinen Ausrutschter, brauchte einen Moment für eine Antwort, aber ich glaube es war dann wieder einfach nur „Nein.“ – was mich noch mehr verschreckt hatte.
„Aber warum denn nicht?“
Und dann erzählte ich den beiden von meiner Soziophobie und wie sie sich auswirkt und und erklärte, dass Soziophobiker nun mal nicht sonderlich sozial wären – was voll gelogen war, denn auf Grund unserer Ängste wollen wir ja nicht auffallen und sind daher eher sehr sozial, aber irgendwie musste ich ja meine blöde Antwort begründen.
„Mit anderen Worten du bist voll unsozial?“
„Äh… ja… könnte man sagen… aber… ich bin nicht asozial oder so, weil ich nutze ja niemanden aus oder hänge bekifft irgendwo rum oder…“
„Okay… Unsozial aber nicht asozial. Schon verstanden. Und? Kommst du nun mit?“
„Ja.“ ._. Da war das Alien wieder weg.

Aber es war der erste Schritt. Was ich auch den beiden Idioten da verdenke. Denn sie gewöhnten sich an, mich nicht zu fragen, ob ich nun mitkommen möchte, sondern fragten, ob ich heute sozial sei. Darauf mit „nein“ zu antworten fiel mir deutlich leichter – denn sie wollten ja erst mal nichts von mir. Und wenn ich mich als unsozial deklarierte, fragten sie meist gar nicht erst nach, ob ich irgendwohin mitkommen wollte. Zu meinen Unglück fragten sie aber auch so nach, wenn andere Leute, wie zum Beispiel Big Boss oder Müpfi anwesend waren und so sprach es sich im Freundeskreis langsam aber sicher rum.
Es verging nochmal fast ein Jahr – aber dann hatte ich meinen Ruf weg. Also neben den Ruf Unmengen an Lebensmittel zu vertilgen oder manchmal komische Sachen zu sagen. Dieses Jahr half mir aber, zumindest bei Freunden, auch mal nein zu sagen – selbst wenn die Frage direkt und ohne Umschweife gestellt wird. Wobei ich mich allerdings bis heute nicht wohl fühle, weil ich das Gefühl hab die Anderen im Stich zu lassen. Und wenn die dann auch noch anfangen zu betteln, wird es noch schwerer. Oft genug breche ich dann ein. Momentan muss da das… hrm… „Hindernis“ schon sehr groß sein, damit ich dann hart bleibe.
Allerdings ist „ich habe heute keine Lust auf sozial“ oder „ich bin heute voll unsozial“ ein absoluter Argumenthammer geworden, den die Leute kaum noch hinterfragen und es akzeptieren. Und wenn dann jemand neues fragt, der gerade erst dazu gestoßen ist, dann muss ich gar nicht mehr Luft hohlen, denn irgendwer sagt dann schon „… ist heute mal wieder unsozial.“

Mehr noch… inzwischen geht es soweit, dass „Du bist sozial!“ zu einer (freundschaftlichen) Beleidigung geworden ist. Also so eine Art Beleidigung, bei der niemand beleidigt ist und alle lachen müssen und trotzdem jeder weiß, was Sache ist. Also zumindest innerhalb meines Freundeskreis.

Und als es dann an den Blog ging… tja… irgendeinen Namen musste ja her. Es sollte etwas mit mir zu tun haben ohne das es ZU deutlich wird. Leute aus meinen näheren Umfeld sollten ja nicht durch Zufall auf den Blog stoßen können. Aber es durfte auch nicht absurd oder untypisch ich sein. „Unsozial“ war da schon lange ein Thema… aber es dauerte etwas länger, weil ich anfangs etwas Richtung „unsoziale Blume“ oder so sein sollte. Also nur an Adjektiv und nicht der Haupttitel. Aber… ich hab mich dann mal was getraut. Wobei ich nach wie vor nicht weiß, wie der Name auf die Nichtblog-Kenner wirkt – insbesondere im Kontext mit dem Stuss, den ich manchmal von mir gebe.

Nebenbei:
„Nein“ sagen fällt mir immer noch schwer. Insbesondere im nichtvirtuellen Umfeld. :/

Blogparade: Apotheken und ich

Pharmama hat zur Blogparade gerufen und will Geschichten hören. Da mach ich mit!

Zuerst einmal:
In meinen Job habe ich zwangsläufig öfter mit Apotheken zu tun. Entweder sie rufen uns an, weil wir mal wieder Mist gebaut haben und eine Retaxierung verursachen könnten oder sie rufen uns an, weil die herstellenden Pharmazeuten Mist gebaut haben und Medikamente nicht lieferbar sind oder wir rufen sie an, weil nicht weiter wissen.

Der Klassiker bei „Mist gebaut“ ist natürlich die vergessene Unterschrift des Arztes. Uns ist das immer wieder peinlich, wenn das passiert und mit den meisten Apotheken stellen wir uns auch gütig und lassen uns das Ottowilhelmfreie Formular zuschicken oder bringen, sofern es unsere Lieferapotheke ist. Oft genug passiert das Unterschriftenvergessen nebenbei direkt im Behandlungszimmer, weil Behandler und Behandelter sich so gut verstehen und über Gott und die Welt plauschen. Da geht das gerne unter. Und da wir aus Sicherheitsgründen ohne vorunterschriebene Rezepte (unterschriebene Blankorezepte lassen sich bei Entwendung deutlich einfacherer fälschen und so kann der Arzt nochmal drauf schauen, wenn das Rezept bedruckt ist um zu schauen, dass sich da kein Fehler eingeschlichen hat) arbeiten, fehlt es halt ab und zu.
Ein Nichtklassiker ist dagegen der Stempel. Als unsere Praxis seinen Stempel änderte, haben wir zwar alles drauf gehabt, von dem wir wussten, dass es drauf muss – aber was fehlte waren die Berufsbezeichnungen (Facharzt für Allgemeinmedizin und so). Es stand zwar Praxis für Allgemeinmedizin drauf, aber das reichte scheinbar nicht. War uns völlig neu und erwies sich als Schwierig, da wir eine Menge Ärzte mit unterschiedlicher Bezeichnung haben und unser Stempel eh schon viel Platz weg nahm. Die Apotheken der Stadt haben aber immer ein Auge drauf gehabt, ob die Stempel nun ordentlich sind, da auch so immer noch Rezepte mit falschen Stempel durchrutschten (weil vor der Änderung gedruckt oder man es bei einer Eventualität vergessen hatte… so war auch ein halbes Jahr später auf einen BG-Rezept der falsche Stempel drauf, weil niemand dran gedacht hatte, das zu testen).
Also Praxis kann ich also sagen: wir sind den Apotheken dankbar für das dritte und vierte Auge, die da auf Fehler überprüft. Und wir korrigieren gerne, wenn sie anrufen. Wir wollen nämlich den Nullretax genauso wenig wie sie selbst. 🙂 Und ja, das gilt auch dann, wenn die Firmen schuld sind und Medikament X der Stärke Y in der Packungsgröße W nicht von Firma Z erhältlich ist, aber sehr wohl von A und B und C und D – und E, aber hier in einer anderen Packungsgröße, die aber in der gleichen Normgröße steht (N3 kann 100 oder 98 Tabletten bedeuten z.B.).

Und wenn wir anrufen gibt es auch die Klassiker. „Haben sie Boostrix Polio oder Repevax?“ mit flehender Stimme wird oft genug mit Nein beantwortet. Toll ist: zwei Tage später ruft die Apotheke an und teilt uns mit, dass sie gerade für 5 Minuten eine der beiden Impfungen beim Lieferanten auf bestellbar erschienen und sie uns direkt eine Packung gesichert hätten, obwohl wir eigentlich nicht bestellt haben. Das ist wirklich toll, da beide Impfungstoffe zwar den selben Inhalt haben aber auch seit Jahren massive Lieferprobleme haben. Was bei den Kombiimpfstoff mit Tetanus, das alle 10 Jahre aufgefrischt gehört, eine einzige Katastrophe ist. Umso schöner, dass die Apotheken an uns denken!

Dann gab es noch die Situation, dass eine finanzschwache Frau gerne mit Pille verhüten wollte, sich aber ihr Mittel nicht leisten könne und fragen wollte, welches nun das billigste Ersatzpräparat sei. Das war am Ende des Quartals und damit ist unsere Software schon nicht mehr aktuell, da auch unsere Medizindatenbank nur vierteljährlich aktualisiert wird. Zudem haben wir manchmal noch Präparate drin, die seit zwei Jahren aus dem Verkehr sind und keinen entsprechenden Vermerk besitzen. Keine gute Ausgangsbasis. Also hab ich unsere Lieferapotheke angerufen und gleich gesagt, dass ich Hilfe bei einer Medikamentensuche benötige. Ob es gerade recht sei, die Patientin wäre eh noch 2 Stunden hier (war eine längere Untersuchung). Die PTA lies sich die Daten durchgeben, was gebraucht wurde (hatte natürlich vorher Rücksprache mit Onkel Doc gehabt) und versprach zurück zu rufen. Vierzig Minuten später ruf die Chefin zurück, sie würde Antibabypille L oder K empfehlen. Beide nehmen sich von Preis nicht viel und hatten nur minimale Unterschiede. Damit hatte die Patientin 20€ gespart – das Mittel, dass ich provisorisch aus den PC rausgesucht hatte, hätte sie 10€ mehr im Vergleich zu den Apotheken-Beispielen gekostet.
Für solche Aktionen und ähnliches liebe ich unsere Apotheken, egal ob ich nun was Studiertes oder eine PTA/PKA am Telefon hab.

Und privat?
Da kann ich eigentlich viel sagen, da ich immer voll zufrieden mit deren Leistungen bin, aber auch nie was besonders schwieriges bräuchte. Ich wurde gut beraten, Fragen wurden beantwortet und nerven tut es nur, wenn ich den Monatsvorrat (für mehrere Monate) ab Ibuprofen kaufe. Da Mannmann stark wetterfühlig ist und ich chronische Kopfschmerzen hab, achten wir darauf immer genug Ibu im Haus zu haben. Und wenn ich dann drei bis vier Packungen Ibu 400er in 50er Packung bestelle, werde ich immer komisch angemacht. Das ist sehr gut, da die Missbrauchsgefahr besteht und Ibu nicht ohne ist – schlimmer fände ich es, wenn da kein Kommentar kommen würde 😉 – aber nerven tut es eben doch.
Ein weiterer Negativpunkt: Apotheken haben nie genügend ABC-Pflaster da. Da viel bei meinen Kopfschmerzen von Verspannungen herrühren, bin ich auf lokale Mittel umgestiegen, nachdem ich es wegen Zahnprobleme echt mal mit den Ibu übertrieben habe. Ich bin mit den Pflastern super eingestellt. Wenn es schmerzt, papp ich sie mir zugeschnitten hinten drauf und muss dadurch im besten Fall keine oder max. nur eine Ibu nehmen. Leider nehmen die meisten Menschen lieber Thermocare, das wesentlich teurer ist und eine bessere Hautverträglichkeit besitzt. Ich aber vertrage diese eben NICHT, habe dafür kaum Probleme mit ABC-Pflastern. Aber selten konnte ich mir mal mehr als eine Packung aus der Apotheke kaufen, weil sie einfach nicht mehr hatten. Einstellen kann man sich als Apotheke auf „meinen“ Umsatz aber nicht, da die Menge an Pflaster pro Jahr stark unterschiedlich ist… ich komme auch mal wochenlang ohne aus, dann brauch ich wieder täglich was.

Aber auch positives hab ich zu berichten. Als meine Pulsprobleme anfingen, habe ich nach einen RR-Messgerät für den Oberarm gefragt, da ich das unter Kontrolle behalten will. Das einzige Maschinchen vor Ort war mir für den Monat zu teuer, weswegen ich versprach, das im nächsten Monat zu kaufen. Chefin hatte gleich reagiert und kam mit den Katalog, suchte kurz und meinte dann: „Die Maschine ist super, die hab ich auch zu Hause. Kostet 30€ weniger und kann dafür sogar ein wenig mehr. Mein Mann kann sie ihnen morgen liefern, wenn sie möchten.“ Möchte ich. Genauso haben sie mir schon Splisterteile geschenkt (also so Behälter, wo man seine Medikamente für den Tag oder gar Woche stellt). Zugegeben: das ist auch die Apotheke, die uns auf Arbeit immer beliefert. Wahrscheinlich kommt es daher wegen des Gutstellens, was nicht nötig wäre. Aber eine nette Geste empfinde ich das trotzdem.
Genauso haben sie mich auch schon wunderbar wegen einer bestimmten Creme beraten, die ich für Mannmann brauchte oder brachten mir einfach mal ein (nicht kostenloses) Entspannungsbadezusatz vorbei, als es bei uns auf Arbeit massiv hektisch war und ich kurz vor den Burn-Out stand. Das war aber auch eine PTA, mit der ich mich gut verstanden habe. 🙂

Und dann gibt es noch die ganz privaten Erfahrungen. Pharmama, Apothekentheater oder Müpfi, die ja auch PTA ist. Die beiden Blogs haben mich Einsicht und Verständnis in die Apotheken und deren Alltag gebracht, der mir vorher fehlte. Ich verstehe nun viele scheinbaren Gängeleien besser (wie die Sache mit den Stempel 😉 ) und kann es nachvollziehen. Ich finde diese Blogs super und sie leisten eine klasse Aufklärarbeit. Wenn nur mehr Leute diese Blogs lesen würden. Auch den Gedankenknick, der immer mit seinen epischen Kommentaren und diversen Beiträgen daher kommt, hat viel dazu beigetragen.
Und Müpfi? Müpfi kommt immer dann zum Einsatz, wenns mal schnell gehen muss. Wie gestern Abend gegen 21Uhr, als ich Schmerzen der Stärke 8 hatte und ABC-Pflaster, Cayennepfeffercreme bis hoch in die Haare (da machen sich Pflaster immer so dumm 😉 ) und 2 Ibu einfach nicht halfen. PTA im Freundeskreis braucht jeder. 😛