Vom Herzen und so

Bei mir gab es lange nichts neues – die Bessere hat schon geschimpft. Aber die kleinen Dinge waren so klein, dass es sich einfach nicht gelohnt hat. Dafür gibt es nun eben die Zusammenfassung. Bin mal gespannt was meine Schwägerin sagt. *wuhahahaha*

Gesundheit
Kurz vor meinen letzten Beitrag wurden meine Betablocker umgestellt. Ich hatte in letzter Zeit verstärkt Kopfweh – Migräne, Cluster, anderes… alles drin. Betablocker sind aber eine gute Vorbeuge genau dagegen. Also wurde ich von Biso auf Metoprolol umgestellt. Schnell bemerkte ich, dass mir die verordnete Menge (23,75mg) nicht reichen. Ich hatte nach etwa 12 bis 14 Stunden wieder deutliche Tachykardien – ich ging also mit Herzrassen ins Bett. Kein schönes Gefühl.
Mein Handy hat ein eingebautes Pulsoxymeter, der das Gefühl auch bestätigte (zwischen 110 und 140er Puls). Da ich weiß wie die Oxymeter funktionieren, vertraue ich dem Handy auch. Es wird einfach ein rotes Licht ausgestrahl, dass durch die Haut gelangt. Dort wird es vom Eisen an den roten Blutkörperchen (Erys) reflektiert. Diese Reflektion kann gemessen werden. Da die Geschwindigkeit, mit der die Erys vorbei flitzen, vom Puls abhängig ist (langsam-schnell-langsam-schnell), kann man dadurch den Puls bestimmen. Mehr noch – da Eisen direkt mit dem Sauerstoffgehalt zusammenhängt, kann man damit auch die Sauerstoffsättigung des Bluts bestimmen.
Die Hardware muss also nichts besonderes können und die Software muss nur Reflektionsinformationen auswerten können. Also kann ich von korrekten Puls- und Sauerstoffangaben ausgehen. Während Sauerstoff immer im guten Bereich liegt, geht der Puls eben durch die Decke.
Dazu hatte ich seit dem auch noch einen Migräneanfall.
Also haben wir heute die Betablockerdosis von 1×1 auf 2×1 erhöht.

Außerdem habe ich oft Herzstechen, was mir echt Sorgen macht. 30 Kilo Übergewicht, Diabetesgefährdung und wenig Bewegung tun dem Herz nicht gut. Tachykardie machts da auch nicht besser. Das Ruhe-EKG war zum Glück in Ordnung, man muss also nicht unbedingt von einer grundsätzlichen Herzschädigung ausgegangen werden. Da die Beschwerden oft aufgetreten sind, wenn der Rhythmus wieder nach oben stieg, hoffe ich, dass die Betablocker auch das eingrenzen. Ansonsten wollen wir mal ein Langzeit-EKG machen, in der Hoffnung, die Beschwerden dabei aufgezeichnet zu bekommen.

Außerdem soll ich momentan vermehrt darauf achten Eisen- und magnesiumreiche Nahrungsmittel zu mir zu nehmen. An Eisen mangelt es mir leicht (was aber auch mit der Menstruation zusammenhängen kann), Magnesium ist gerade noch so im Normbereich. Magnesiummangel kann aber auch Migräne auslösen. Also sich ich mehr Bananen futtern. Bei dem Eisen mache ich mir erst mal keine Sorgen, da ich vor 5 Jahren noch deutlich tiefere Werte hatte und da auch Tabletten nehmen musste. Mit einem leichten Mangel, der sich durch Ernährung beheben lassen kann, mache ich mir da keine Sorgen.

Finanzen

Inzwischen wurde ich von der Arge ausgezahlt. Zwei Wochen musste ich auf den Krankengeldbescheid bangen. Da sie vorher noch das Gutachten einsehen wollten und sie in Frage stellten, ob ich überhaupt Krankengeldberechtigt bin, ja mich sogar in Frührente schicken wollte, wusste ich echt nicht, woran ich war. Gestern kam dann die erlösende Nachricht. Tatsächlich bekomme ich genauso viel Krankengeld wie ALG, muss also die Hose nicht enger Knöpfen. Da inzwischen auch mein Wohngeldantrag durch ist (den ich im Mai abgeben hatte!), sieht es gar nicht mal mehr so schlecht aus. Es könnte immer noch mehr sein. Aber so ist auch ok.

Dadurch steht auch Projekt neuer Rechner nichts mehr im Wege. Mein aktueller ist zwar noch gut, liegt aber inzwischen unter den von Blizzard empfohlenen Anforderungen vom Wow. Immer noch über den Mindestanforderungen aber eben auch nicht optimal. Es scheitert dabei vor allem an der CPU, was die wichtigste Komponente für WoW ist.
Mit neuer CPU brauche ich aber auch ein neues Mainboard. Und neuen RAM. Und weil mein Gehäuse ein Midi-Teil ist, das damals wegen des geringen Budgets ausgewählt wurde, soll nun auch ein Neues dran. Da bei der CPU wichtig ist, dass der einzelne Kern ordentlich Power hat (WoW ist alt – es kann max. 1,5 Kerne zeitgleich nutzen), habe ich mich für Highendgeräte entschieden.
Was für Teile genau? Entscheidet Mannmann, wenn ich das Geld beisammen hat. Grafikkarte und die drei Festplatten werden behalten. Das Netzteil wird kurzfristig entschieden – da würde Mannmann zur Not aber was beilegen, wenn es nicht reicht.
Insgesamt heißt es nun 900€ ansparen. Mein Ziel wäre es pro Monat 100€ an ihn zu überweisen, damit ich damit nichts dummes anstellen kann. Die 40€ für Pokemon Sonne und Mond hat er schon für mich gespart. Wenn ich was teures kaufe, dass er sonst bezahlen würde, wird das Geld einfach auf sein Schuldenkonto für mich berechnet. Ich hoffe, dass ich so in 7 – 9 Monaten auch wirklich alles beisammen habe.

Außerdem hab ich ja ein neues Handy. Ein Galaxy S7. Damit bin ich wunderbar zufrieden, kann damit auch direkt das Gewicht tracken und der eingebaute Pulsoxy ist echt nice.</p<

Trotz allem bin ich nun auf der Suche nach einen Job. Krankengeld geht ja nicht ewig und das ALG wird sicher niedriger werden. Da es kaum angemessene Jobangebote als MFA gibt, überlege ich nun zum Feind – der Krankenkasse – zu wechseln. Stressig ist das auch – aber eben nicht in der Höhe wie in der Praxis. Ich würde sogar zu einer Umschulung zur Sozialversicherungsfachangestellten bereit sein – damit würde ich dann mehr Auszubildendengehald bekommen als ALG und als Berufseinsteiger mehr verdienen als eine MFA nach 5 Jahren. Aber mal abwarten was aus der Initiativbewerbung wird.

Vierzehn

Heute ist es so weit. Heute kommt der große Schritt.
Ich werde heute einkaufen gehen und abermals keine Schokolade zum Naschen kaufen. Und das ist etwas besonderes, denn inzwischen habe ich nur noch vierzehn Kinderbonbonse über. Und ja, die stammen immer noch aus den beiden Packungen, die ich vor einigen Tagen bereits zu Hause hatte.

Ich möchte meinen:
Ich bin über den Berg.
Nicht nur bin ich nun mehrfach an den Schokoladeartikeln vorbei gelaufen und habe nicht mal darüber nachgedacht mit welche zu kaufen, nein… die Kinderbonbonse schmecken mir nicht mal mehr.
Aktuell ist es so, dass ich mir zwei oder drei Bonse in den Mund stecke und dann tagelang die Lust verliere. Nur bei Frust wird das mal mehr – sonst wären noch mehr Restbestände da. Aber selbst dann war es… „ach die liegen da… mampf…“ und nicht „ich hät nu Bock“!

Dennoch bin ich nicht ganz von der Schokolade weg – und werde es sicher auch so schnell nicht werden. Aber ich „esse“ sie nun nicht nur bewusster, sondern hab mich nun auch eine gesucht, die ich nicht eben neben mir liegen lassen kann:
Schokoeis.
In Form von selbstgemachen Milchshake gebracht.

Ja, immer noch eine Kalorienbombe, zumal da recht viel Eis rein muss.
Aber wenns alle ist, dann ists alle. Lust mir welchen zu machen habe ich selten, weil es eine ganze Weile dauert und man danach auch noch Sachen säubern muss. Für die momentanen Temperaturen finde ich das aber recht angenehm. Dann mach ich mir einen Milchshake, wenn ich besonders viel geschwitzt habe – direkt nachdem ich mich unter der Dusche wieder auf angenehme Temperaturen gebracht habe.

Damit komme ich auf eine Kanne pro Woche. Was im Vergleich zu meinen vorigen Konsum immer noch eine drastische Reduzierung ist – und im Winter eh nicht so toll ist. 😉

Alles in Allem bin ich aber gespannt, was passiert, wenn ich keine Reserven mehr zu Hause habe. Noch sind die ja da. In Form von 14 Bonsen.

Ich habe mich ansonten letztens auf die Waage gestellt.
94kg. 😦
Davon müssen bitte 30kg wieder weg.
Als erster Teilschritt wäre unter 90kg aber schonmal nett.

Diätfortschritte

Gut, ob ich wirklich abnehme kann ich nicht so ganz beurteilen. Ich wiege mich nicht. Bewusst. Zunehmen tu ich aber schon nicht mehr, das hat ja was.
Dennoch mache ich Fortschritte – aber eben auf andere Art.

Ich bin ein Quasi-Langeweileesser. Quasi deshalb, weil mein Hirn durchaus beschäftigt sein muss – nur der Körper eben nicht. Das heißt, wenn ich lese, vor mich hinträume, zocke oder ähnliche Dinge mache, dann stopfe ich Essen in mich hinein. Das ist kritisch, denn die Menge an Essen kann ich dann nicht wirklich kontrollieren. Ich bin ja geistig woanders.
In der Regel liegen dafür Kinderbonbonse und früher auch Nüsse und Chips bereit. Als ich gearbeitet habe, war das nicht so tragisch. Ich hatte genügend körperliche Auslastung um es zu kompensieren und konnte zeitlich nicht so viel ruhig rumsitzen oder liegen.
Seit dem Burn-Out sieht das anders aus. Daher habe ich zuletzt auch nicht wie gewohnt 60 sondern 90kg gewogen (danach habe ich nicht mehr gemessen, es ist aber sicher mehr).

Da ich den Schweinehund in mir nicht dazu bringen kann, mal ein wenig Sport zu machen, müssen also erst mal andere Taktiken her. Nur weil das beste Mittel nicht funktioniert, heißt das ja nicht, dass man gar nichts machen braucht.
Zu Beginn habe ich mir Chips und Nüsse verboten. Das war auch kein Problem. Die schmecken mir zwar immer mal wieder aber jeden Tag muss ich die nicht haben – und kann auch monatelang ohne auskommen. Das waren also eigentlich immer nur reine „och da hätte ich mal wieder Lust drauf“-Käufe, die sich zugegebener Maßen in den Monaten zu Hause gehäuft haben.
Die zweite Maßnahme war die drastische Reduzierung der Kinderbonbons.

Zu Hochzeiten waren 14 Maxitüten pro Woche kein Problem. Ich habe das bewusst radikal gemindert, in dem ich mir nur noch 1 Tüte pro Tag genehmigte.
Ja, das ist immer noch viel – aber ich habe bereits seit Jahren eine Sucht nach Schokolade entwickelt. Wenn ich also keine bekomme werde ich unruhig, bin hungrig ohne das mir irgendwas schmeckt und ähnliches. Einen kalten Entzug schaffe ich nicht, da man Schokolade viel zu leicht bekommen kann. Also muss ich das langsamer angehen.
Und ehrlich? Nur noch eine Tüte pro Tag zu essen war ein massiver Einschnitt, der mir ganz schön zu schaffen machte.

Zwei Monate später schaffte ich es das erste Mal eine Tüte pro Tag zu essen ohne mich bewusst zurück halten zu müssen. Also kam der nächste Schritt. Ich reduzierte die Menge um eine weitere Tüte. Da ich nicht immer am selben Tag einkaufe – und durchaus auch mehrmals pro Woche – kaufte ich daher gezielt nur so viele Tüten, wie ich sie bis zum nächsten Einkauf brauchen würden. Also Freitags nicht 6 Tüten und Montag dann die nächsten, sondern Freitags 3 und Montags 3.
Das war noch etwas schwieriger, denn oft stand ich dann einen Tag ohne Tüte da und musste den Entzug aushalten. Da war hart. Echt jetzt. Und ich hab das Experiment auch fast abgebrochen. Gerettet hat mich mein geliebter Tomatenmozzarella-Salat. Denn an dem Tag, an dem ich den gegessen habe, brauchte ich keine Schokolade.

Damit erschuf ich also ein quasi-Alternativverhalten. Mir war (und ist) durchaus bewusst, dass mein Salat auch nicht unbedingt der Gewichtsreduzierer ist, aber das erste Ziel ist ja erst mal weniger Schoki. Mit der Zeit fand ich noch andere Speißen, die ich gut wegmümmeln kann und die den Schokoladenkonsum eindämmen. Wassermelonen, wenn ich sie mir vorher in Würfel schneide und dann mit der Gabel zum Mund führe zum Beispiel. Zum Teil auch Brot, auch wenn das nicht ganz so gut wirkt.
Inzwischen bin ich auf 5 Tüten pro Woche runter und habe damit keine Suchtproblematik. Wunderbar!

Dann kam Donnerstag bzw. heute.
Am Donnerstag habe ich meinen Wochenendeinkauf erledigt und habe zu dem Zeitpunkt auch Schokobonse eingekauft. 5 Tüten. Nächster geplanter Einkauf war Montag oder Dienstag vorgesehen, weswegen ich mir direkt 5 Tüten, Wassermelone und eine Marzipantorte kaufte. Mir war bewusst, dass diese Woche dann nicht so ganz zählen dürfte, aber auf die Torte hatte ich Bock.

Früher hätte ich die Torte alleine in zwei Tagen aufgefressen. Ja, auch als ich gearbeitet habe. Ich liebe diese Torte, dafür gibt es sie auch nur alle paar Monate. Dieses Mal hat Mannmann die Hälfte gefuttert und ich musste mir Montag das letzte Stück quasi reinwürgen. Und das über den ganzen Tag verteilt. Allein das hat mich stolz gemacht.

Und dann wollte ich heute einkaufen. Also losgestiefelt und alles eingepackt, bezahlt, nach Hause, ausgepackt und… he…
Ich habe das erste Mal seit vielen vielen vielen Monaten nichts Schokoladiges gekauft. Wirklich GAR NIX. Ja, ich habe mich mit der Torte übers Wochenende geschummelt, so das ich kaum Bonse gegessen habe, aber selbst das hätte mich damals nicht abgehalten noch mehr zu kaufen.
Ja, ich bin stolz darauf. Ernsthaft.

Und das Beste? Obwohl ich gerade die ganze Zeit an Schokolade dachte und die Bonse eine Armlänge neben mir liegen (noch in der Tüte) – ich will sie nicht. Ich habe nicht mal das Verlangen. Normaler weise hätte ich mir bei so einen Eintrag den Wanst voll gehauen.
Ich bin mal gespannt, ob ich das so durchziehen kann. Torte hab ich nicht mehr aber Tomaten für auf die Stulle hab ich gekauft. Schön mit dunklen Brot und Margarine. Am Donnerstag ist der nächste Einkauf geplant.
Das Ziel: Dann auch keine Schokolade kaufen und noch Tüten zu Hause haben.

Schaffe ich das?
Weiß ich nicht. Aber ein Ziel muss man sich stecken. Und diese Maßnahmen helfen mir erst mal weiter als Stur auf irgendwas zu verzichten und dann in wenigen Monaten den Jojo-Effekt zu haben. Ich will ja nicht nur Gewicht verlieren sondern auch halten. Und dafür muss der Schokokonsum auf Dauer normalisiert werden.
Was danach kommt… sehen wir weiter. 🙂

Essensplanung

Jede Woche das gleiche. Ich frag Mannmann, was er denn am Wochenende zu essen wünsche, er gibt mir ein Stichwort und ich suche dann ein Rezept aus, dass vor allem mir anstehen muss (wenn er kocht, darf er was kochen, was ihm ansteht – dass er dazu momentan zu faul ist, ist ja nicht mein Fehler ;D ). Ich gehe dann immer direkt nach dem wöchentlichen Psychodoctermin einkaufen – vor allem deswegen, weil ich dann nicht zweimal pro Woche losrenne und Kinderbonbonse kaufe. Ich hab nämlich kein Problem zwei XXL-Tüten pro Tag weg zu futtern – und wenn ich nur einmal pro Woche einkaufe, dann teile ich mir das besser ein. So bin ich von 15 Tüten pro Woche auf 5 runter. Ist doch schon mal ein Fortschritt und gut fürs Abnehmen (und ja, ich geb immer noch den Tabletten die Schuld! So! xD).

Diese Woche hatten wir beide nicht so wirklich die Idee, aber ich hab mal wieder Bock auf Rot/Blau/Lilakraut. Also hab ich mich für Schnitzel entschieden und Mannmann wünschte sich das nun auch noch mit Schinken und Käse überbacken. Na soll er kriegen, wenn er will, ich ess meine Schnitzel so.

Also auf zum Nichtreal und alles gekauft, was man so braucht. Kartoffeln, ausnahmsweise mal festkochend, Tomaten in großer Menge, Rotkraut, geriebener Emmentaler, Mozzarella in großen Mengen (Einkaufstag ist immer TomaMozi-Salat-Tag :D), Brot für gefühlt 30 Tage, dass dann doch in drei Tagen aufgebraucht ist (Mannmanns Sache, nicht meine), Kinderbonbons, Schnitzel, Leckerschinken und achja… Lieblingsfleischer, mal schauen was da so im Angebot ist.

WTF? Entrecote für 16€ pro Kilo? o.ô Quasi 50% Preisnachlass? WTF?
Also raus aus der Einkaufszettelapp und rein in Hangouts. Mannmann orderte dann auch direkt 2,5kg vom Leckerfleisch.

Nja… gibts eben Schnitzel unter der Woche. So ab Mittwoch oder so. Wenn wir das halbe Rind da aufgefuttert haben. ;D

Ende einer Ära

Okay, das mag etwas übertrieben sein, aber ich freu mich halt!
Ich habe gerade meine Tabletten gestellt, dabei ist mir folgendes aufgefallen:

Naaaa? 😉

Zur Legende:
Kleine, rosa Tablette: Antibabypille gegen Hormonungleichgewicht
Kleine, weiße, intakte Tablette: Bisoprolol (zweimal pro Tag) gegen Tachykardie
Kleine, weißer, zerbröselte Tablette: Furosemid (da ich die Minimalstdosis nehme, diese aber nicht direkt hergestellt wird, teile ich die Tabletten – dabei zerbröselt sie allerdings immer in vier Teile anstatt zwei) gegen Wasserbeine
Brauner Okolyt: Saroten/Amitryptelin gegen Depression

Ich bin mal gespannt, wie es mir ohne den Psychococktail geht – und ob meine Hoffnung für den äußerst unwahrscheinlichen Fall erfüllt ist und ich wieder etwas abnehme. xD

PS:
Macht euch keine Sorgen um mich, wenn ich zur Zeit wenig schreibe. Aktuell gehts mir so gut, dass mir einfach nichts einfällt. Hat doch auch was. 😉

Senfeier

Am Wochenende gab es dieses Mal Senfeier. Oder süßssauere Eier. Oder wie ihr die auch immer nennen mögt. Wird also mal wieder Zeit für ein paar Footbilder. 😉

Da es zu Senfeier nur eines geben kann, nämlich Kartoffelbrei, habe ich direkt die Kartoffeln aufgesetzt und sobald sie kochten, von der großen Herdplatte auf die kleine geschoben.
Unser Herd ist nämlich Hightech ohne Ende – hat aber eigentlich nur vier kleine Herdplatten. Bei zwei Platten kann man aber (durch Überdrehung des Knopfs) zusätzliche Heizspiralen aktivieren. Dadurch wird eine der vorderen Herdplatte zu einer großen und eine der hinteren zu einer Bräter-Herdplatter. Das ist durchaus praktisch, aber wenn man viele große Sachen hat – und nix im Bräter – muss man immer ein wenig jonglieren. Hier habe ich also die Kartoffeln auf der großen vorderen Platte zum kochen gebracht und die kleine konnte dann problemlos das Wasser auf Temperatur halten. 😉

Mannmann hatte zuvor schon Eier gekocht. Ich mag das nämlich nicht. Die Eier müssen hart sein, sollten aber nicht übergekocht werden – also das Eigelb darf nicht stauben. Die Eier kann man danach gut abschrecken und im kalten Wasser liegen lassen, bis man den Topf braucht.

Sobald man eine freie, große Herdplatte hat, kann man eine Pfanne drauf stellen und Öl heiß werden lassen. Ich werfe zum Testen obs heiß genug ist gerne ein Speckstück rein:

Testspeck1

Und dann wartete ich… und wartete ich… und wartete… und warte…gähn…te. Zeit für Fotos. Fotos. Noch mehr Fotos. Hrm. Dauert doch sonst nicht so lang? Habe ich auch die Zusatzspiralen angemacht? Also Pfanne hochgehoben und… äh… warum ist da denn GAR nichts rot? Ach… ja stimmt… weil… ich während dem Warten auf die Kartoffeln schon andere Dinge gemacht habe und dies nach den Umschieben beendet hatte – und solange die Herdplatte komplett ausgemacht hatte. Wenn die Stäbe nicht feuern, kann ich lange auf Blubberblasen warten…
Eine Minute später sah es schon besser aus.

Testspeck2

Und kurz darauf war es dann heiß genug.

Testspeck3

Ich kippte den Rest Speck und gewürfelte Zwiebeln dazu und lies es ein wenig ziehen. In der Zeit drücke ich Orangen aus. Als Speck und Zwiebeln schön durch waren (Zwiebeln leicht braun, Speck kurz vor knusprig), hab ich Stängelbohnen drauf geschmissen und noch nen Schuss Butter mit drauf geworfen.

Speckbohnen

Da dürfen sie nun in Ruhe braten. Ab und zu wurde umgerühert, aber im groben und ganzen kommen die Speckbohnen alleine klar.

Während dem ganzen Warten habe ich insgesamt 5 Orangen ausgedrückt. Omnomnom sehen die saftig aus.

Orange

Schade, dass ich immer so ein Problem mit Kernen in Orangen habe. Schmecken tun mir die Früchte, aber die Kerne lassen die Lust recht schnell vergehen. Zudem habe ich schon mal ein Liter Gemüsebrühe mit Hilfe heißem Wasser angesetzt. Kochen muss es nicht, heiß reicht hier vollkommen. Danach habe ich dann die inzwischen handwarmen Eier geschält und zur Seite gelegt. Waren nur so ein paar:

Insgesamt 20 – 1. Ein Ei fiel Mannmanns Nascherei zum Opfer.
Den Eitopf trocknete ich grob ab – vor allem den Boden und die Außenseiten – und stellte ihn wieder auf den Herd. Ein wenig Butter rein und warten.

Sobald die Butter (fast 200g) komplett geschmolzen war, kamen sechs Löffel Senf und 600ml saure Sahne dran. Das wird mit Pfeffer, Salz und Honig abgeschmeckt und aufgekocht. Während man darauf wartet, nimmt man etwas von der Gemüsebrühe auf und vermischt es mit Mehl. Hat man das fertig, kann man es in die restliche Brühe wieder einmischen. Nun kippt man Brühe und den Orangensaft in die Soße, wirft noch etwas Petersilie dazu und legt dann vorsichtig die Eier in die Soße.

Ei in Soße
Hatte Petersilie vergessen und habs nach den Eiern reingeworfen…

Zum Abschluss kam noch ordentlich Rosenpfeffer drauf.

Hat man das alles fertig, kann man schon die Kartoffeln abkippen und zu Kartoffelbrei nach üblichen Rezept verarbeiten. Fertüüüüg.

Das Ganze war einfach suuuuperlecker, auch wenn die Soße dann doch wieder viel zu dünn war. Hätte mehr Mehl gebraucht. Fiel aber auch erst auf, als ich es auf den Teller schöpfte. Im Topf sah die genau richtig aus. :/ Naja… man kann sie dafür super mit den Kartoffelbrei vermanschen, dann ists auch gut. 😉

Sieht man mal vom Testspeck und meinem Fail ab, hat man immer was zu tun… wartet man darauf, dass irgendwas heißt wird, muss man irgendwas zerhacken, zerstückeln oder ausquetschen. Dadurch hat sogar mit das Kochen echt Spaß gemacht. o.o

Im Nachhinein weiß ich aber: 20 Eier sind nicht genug. Hab insgesamt nur 5 abbekommen. ._. Der Rest ist in Mannmann verschwunden.

Durchfall

Sarah PTA hat mir ein Rezept mit tollen Namen verraten. Ich hatte mir vorgenommen es nach zu kochen. Deswegen gab es dieses Wochenende nun Durchfall. 😀

Leider waren die Angaben in dem Kommentar nun nicht allzu genau. In welchen Verhältnis sollen Würstchen und Kartoffelbrei zueinander stehen? Was für Bohnen? Wie lange in den Ofen? Gewürze?
Aber da es ein frei-nach-Schnauze-Rezept war, habe ich einfach auch frei nach Schnauze agiert. 😉

Zu Beginn hieß das Kartoffeln schälen. Da bin ich immer so semibegeistert. Leider wollte Mannmann mir das nicht abnehmen. Kurz überlegte ich, ausnahmsweise mal fertigen Kartoffelbrei zu nehmen – aber… neeeeee! Schmeckt nicht! Lieber selbstgemacht!
Also mehlige Kartoffeln geschält, schön kleingeschnitten, gekocht und sobald die Stückchen schön weich waren (mit der Zunge am Gaumen zerdrückbar), das Wasser abgekippt.
Danach den Mixer rausgesucht (mit stabilen Rührstäben!), Milch in den Topf geschüttet, Kartoffeln etwas vorgestampft und dann den Mixer angeschmissen. Zwischendurch immer Milch nachgekippt und mit Salz, Muskatnuss, Pfeffer und Paprika gewürzt. Die Bessere macht noch Butter dran und lässt den Muskat weg, aber ich bin ein Muskatjunky. Muttern dachte mal, dass man testweise mal Spüli reinkippen sollte – nach dem lauten Gefluche im Anschluss zu urteilen, war das dann aber nicht so gut. Sie hat dann auch nochmal neue Kartoffeln gekocht. *kicher*

Toffelbrei+

Wenn die Toffeln schön breiig sind, so wie im Bild oben, ist er fertig. Wenn der Brei zu sehr nach Milch schmeckt, einfach mehr Gewürze dran.
Leider hatte ich mich etwas arg verschätzt. Ich habe halt die Menge Kartoffelbrei gemacht, die ich IMMER mache (aus einem 1kg-Sack) – damit war mein Bräter aber schon voll. Egal. Ging trotzdem. 😀

Während die Kartoffeln kochen, kann man schon mal die Bratwürstchen anbraten. Ich hab die Billigsten aus dem Netto genommen, die erstaunlich gut schmeckten – und zwar so gut, dass Mannmann beschloss, von nun an nur noch diese zu kaufen. Und das will schon was heißen.
Die Würstchen habe ich abkühlen lassen (2 Sekunden oder so) und dann in kleine Stückchen geschnitten.

Anschließend kam erst der Kartoffelbrei in den Bräter/Auflaufform/Badewanne (je nach Menge), dann die Würstchen und die Bohnen (ich hatte mich dann für weiße Bohnen entschieden, da ich die recht gern esse und das ins Farbkonzept passte… ). Mannmann rührte in der Zeit die Jägersoße an (wegen der geringen Masse an Kartoffelbrei nahm er zwei Würfel) und kippte das auch noch oben drauf. Der Bräter war nun langsam bedenklich voll. Nächstes Mal doch die Badewanne!

Dafür erkennt man wunderschön, warum Durchfall Durchfall heißt!

warum es Durchfall heißt

Zum krönenden Abschluss kam das drauf, was fast überall mit drauf gehört: Bacon Tomaten Käse.

Käse drauf

Nachdem der Käse überall verteilt war, verlor sich die Optik etwas. Zum Glück.
Danach schoben wir die Möchtegernbadewanne für 45 Minuten bei 160°C Umluft in den Ofen. Irgendwer hatte heimlich einen Springbrunnen am Bräter installiert. Stellten wir fest, als wir das gute Stück wieder raus holten. Also plant noch einige Zentimeter nach oben ein, wenn ihn das nachkochen wollt. Es läuft über!
Dennoch ergaben sich recht interessante Figuren im Bräter.

Danach gab es kein Halten mehr. Mannmann schaufelte dieses Mal, denn ich hätte sonst die halbe Küche überschwemmt. Auf dem Teller sah aus auch wieder deutlich mehr nach Durchfall aus – also ein Schönheitspreis wird das Gericht sicher nicht gewinnen:

Fertig

Es hat aber erstaunlich gut geschmeckt. Nicht unbedingt das Essen, dass ich einem Gast servieren oder bei einem besonderen Anlass darreichen würde, aber für so eben mal, wenn einen nix einfällt, echt gut. Satt machen tuts auch. Schnell und einfach ist es eh. Danke dafür, Sarah!