Fundstücke: Erdogan

Das Debakel um die Erdogan-Satire sowie dessen Reaktion daraus dürfte ja nun jeder mitbekommen haben. Nun kam es zu einen neuen Vorfall. Demonstranten rufen etwas, was Erdogan nicht gefällt. Bodyguards wollen helfen und brüllen zurück.

Zu sehen sind nun die schreienden Demonstranten versus Bodyguards mit neuen wunderschönen hinzugefügten, hilfreichen „Buddys“:

Hilfe, meine Toilette läuft über!

Am Abend des Vortages fiel es mir zum ersten Mal auf:
Die Vorsitzung hatte ich zwar weggespült und danach mit der Klobürste bereinigt, weil es nötig war, präsentierte sich aber nun in voller Pracht wieder in der Toilette. Mein etwas suspekter Blick hättet ihr sehen sollen! Im ersten Moment dachte ich, ich wäre echt so verpeilt gewesen, zu spülen… peinlich! Also nochmal und… oh… das Wasser kommt aber weit hoch. Das ist doch sonst nicht… o.O
Aber die Blase drückt. Schnell erledigt. Gespül… OH SCHITT DAS LÄUFT FAST ÜBER!

Es war spät Abends, Mannmann schon im Bett und Onkel Google war im Tante PC und der war schon aus. Also das gute Chlor geschnappt und rein da. Das löst sonst immer alles. Klobürste reingestellt, damit ich morgens dran denke und ab ins Bett.

Nix war mit aufgelöst. Das Wasser floss nun zwar besser ab aber gut ist was anderes. Wenigstens kam das Ergebnis der Vorvorsitzung nicht wieder hoch, weil die dem Chlor zum Opfer fiel.
Mannmann gefragt. Der empfahl Vollwaschmittel. Pulver rein, bis es sich nicht mehr auflöst, mit der Bürste rühren, zwei Stunden stehen lassen, ordentlich durchspülen, Vorgang minimum zweimal wiederholen.
Hrm… das Wasser kommt wieder höööher… hööööööher…. hööööööööööööher… kreisch!

Noch waren die Füße nicht nass, aber ich beendete das Experiment und trug Mannmann auf einen Pümpel zu kaufen. Notfalls kann man damit Einbrecher verbrügeln. Da es aber schon wieder Nachts war und mit das keine Ruhe lies, habe ich nochmal Tante Google gefragt.

Zwei Minuten später machte es PLOPP und das Wasser flutschte!

Was ich gemacht hab? Eine von Mannmanns heiligen Schwibbschwabb-Flaschen den Boden abgeschnitten, Deckel oben drauf und damit gepumpt. Pümpel für Arme. Oder reiche. Je nachdem. Aber gut… wenn man nur den Pfand rechnet, hat der Pümpel 15 Cent gekostet. Hat eins A geklappt. Ernsthaft. Sicher hat das Einseifen auch geholfen, so dass der Propfen gut rutschen konnte. Aber die PET-Flasche hat nun einen festen Platz in meinen Bad! (an der festgeschraubten Klobürsten-Halterung, die ich nicht nutze, weil die Klobürste dafür bäh war und meine neue Klobürste hat eine eigene Vorrichtung)

Braucht jemand nen Flaschenboden aus Plastik? 🙂

Nachteil an dem PET-Pümpel?
Einbrecher verbrügeln geht damit nu echt nich!

PS: Für Nachmacher: Die Flasche bitte vorher leer trinken. Wäre sonst schade um den Inhalt.
Im Netz wird nebenbei eine weiche 2-Liter-Flasche empfohlen. Schwibbschwabb hat 1,5l und ist eben aus den üblichen Limoweichplastik gemacht. Damit hat sie exakt in das Wasserbecken gepasst. Muss aber wohl je nach Toilette anders abgestimmt werden.

Batman versus Superman

Warnung an alle, die die Trailer wie die Pest gemieden haben: dieser Beitrag WIRD Spoiler ohne geweißten Text enthalten. An alle anderen: dieser Text wird auch geweißten Spoiler enthalten.
Hä? 😀
Ich weiße nur das, was für den Genuss des Filmes wirklich wichtig ist, alles andere kann man zur Not auch im Trailer sehen.

Ich hab nun also den neusten Superheldenfilm gesehen. Ich wusste schon vorher nicht, wie ich meine Ansprüche stellen soll, da ich Men of Steel echt nett fand und von Dark Knight absolut begeistert war. Ich wusste aber vorher, dass der neue Batman ein „neuer“ Held sein wird und nicht der schwarzen Ritter sein wird. Was ich echt schade fand. Schon von Anfang an.
Begeistert war ich, als ich gelesen habe, das DC nun auch ein Movieversum aufbauen will. Entgangen ist mir, dass DC so blöd ist und zwei – bzw. wenn man die Comics einrechneten sogar drei – Universen aufbauen will. So spielen die Serien Arrow und The Flash in einem völlig anderen Universum als die Filme Men of Steel und Batman versus Superman und… ehrlich… WARUM?
Marvel macht doch vor, dass ein einziges, großes Filmversum funktioniert und Spaß macht (auch wenn die Kinofilme um Cpt. Amarcia echt fade sind). Aber neiiiiin, das schafft man nicht. Dann muss man ja die Darsteller aus den Serien in die Filme bringen, das Budget entsprechend zahlen und die Geschichten auch noch aufeinander abstimmen. OMG, viel zu kompliziert. Bezahlen wir lieber zwei Darsteller für die gleiche Rolle! Allein dafür gibt es schon mal fette Minuspunkte.


(Achtung, die Quelle spricht)

Egal. Genug an Comicversen aufgehangen. Kommen wir zu dem Film.
Es könnte hilfreich sein, wenn man sich Men of Steel vorher nochmal ansieht. Ein Großteil des Filmprologs behandelt Szenen, die im Vorgänger vorkommen – nur eben aus Sicht von Bruce Wayne. Macht man es nicht, ist das aber auch nicht weiter tragisch. Die eigentliche Handlung des Filmes spielt etwa 2 Jahre nach Men of Steel. Batman ist seit 20 Jahren im Geschäft und wird zunehmend aggressiver in seinem Vorgehen – so brandmarkt er neuerdings seine Opfer. Zeitgleich geht es ihm nicht mehr um das Aufhalten von Superschurken – er verfolgt ein anderes Ziel. Aus seiner Sicht ist dies zwar durchaus kompatibel mit seiner Ritter-des-Rechts-Masche (ja ich weiß – anderer Comic, anderes „Universum“), aus Sicht von Butler Alfred ist es eher besorgniserregend und aus Sicht des Zuschauers einfach nur blöde.
Zeitgleich kämpft Superman mit moralischen Dilemma, da eine seiner Superheldentaten einen Massenmord auslöste. Von Minute zu Minute gerät er immer tiefer in diesen Sog aus „Ich will was gutes machen und machte nur Schiete“.
Zugleich sehen Bruce und Kent ihren jeweiligen Konkurrenten zu. Während Kent Batman als gemeinen Verbrecher sieht, der das Recht in die eigene Hand nimmt und dabei alles nur noch schlimmer macht, sieht Bruce in Superman einen Eindringling mit gottgleicher, fast unaufhaltsamer Kraft, den keiner aufhalten kann, wenn er die Macht an sich reißen will.

Mitten drin ist Lex Luthor, der mal hier ins Bienennest und mal dort ins Wespennest pickst und dabei auch noch seine eigenen Machenschaften verfolgt.

So sorgt Luthor dafür, dass Kryptonit ins Land gebracht wird, dass Batman wiederum stehlen kann. Dieser verfolgt nämlich das Ziel, den wunderbaren Superman zu vernichten, damit dieser nie auf die Idee kommt, mit der Macht und so. Bruce und Alfred bauen anbei einen speziellen Anzug, der extra auf die Anforderungen im Kampf gegen Superman zugeschnitten ist. Dicker Panzer, massive Gewichte und so. Sobald Batman also das Kryptonit hat, baut er einen Kryptospeer und spezielle Rauchbomben, die Kryptogas ausstoßen.
Zeitgleich entführt Luthor über seine Männer Luis Lane und Martha Kent, Supermens Mutter, und während er dafür sorgt, dass der Mann aus Stahl Luis retten kann, lässt er die ältere Frau in ein Versteck bringen, dass selbst ihm unbekannt ist. Sollte Supermen nun nicht binnen einer Stunde den Kopf der Fledermaus bringen, wird seine Mutter brennen.

Natürlich gehen die beiden Dickköpfe aufeinander los – he, der ganze Film dreht sich darum – und so schreitet der Film immer mehr seinen Höhepunkt entgegen. Da wird es Zeit, doch mal die einzelnen Character zu betrachten:
Bruce Wayne, der die elterliche Villa verfallen lässt, anstatt sie zu bewohnen, ist älter als in Dark Knight. Wie üblich fuchtelt er mit seinen technischen Firlefanz herum, hat die coolen Autos und belächelt seinen moralischen Kompass Alfred. Dieser wiederum ist verflixt jung, aber trotzdem alt und entspricht so gar nicht meinen bisherigen Vorstellung des Wayne-Butlers. Er hat nicht mal lohweiße Haare. Einen Binokel habe ich vergebens gesucht und auch den trockenen Humor konnte ich nicht finden. Dafür ist er technisch begabter und baut Batmans Spielzeuge zusammen.
Ein weiterer wichtiger Charakter: das Batmobil. In Dark Knight ging man ja ganz andere Wege und lies Batman einen kleinen Panzer fahren, den Tumbler. Dieser ist auf eine völlig andere Art und Weise voll cool als die alten Batmobile. Das neue Tufftuff von der Fledermaus? Eine Mischung aus besagten Batmobil und Tumbler. Wirkt mal so gar nicht cool, toll oder wow. Und ging erstaunlich schnell kaputt, nachdem Batman den Mann aus Stahl ausweichen musste und gegen eine Holzmauer krachte – nachdem er vorher massive Ziegel- und Betonwände durchkracht hatte. Denken Amerikaner wirklich, das Holz stabiler ist als der ganze Rest? Dafür gabs danach ein wirklich geiles Flugbatmobil, dass sogar einen Drohnenmodus besitzt – dann fliegt Alfred das Ding und Batman kann andere Sachen machen.
Superman und Luis Lane sind dabei genauso dargestellt wie im Vorgängerfilm. Absolut nichts neues.
Und dann Lex Luthor. Am Anfang hab ich noch überlegt, wer das sein soll. Der Sohn vom Joker, der von der Vogelscheuche aufgezogen wurde? Oder andersrum? Erscheinung und Geben der Figur erinnerte stark an die beiden. Irrer Wahnsinn mit viel Gekicher, Getue und Drama. Selbst die Bombe, die er später platziert, könnte von Ledgers Joker kommen. Ich war dezent entsetzt, als ich erfahren habe, dass das Lex sein soll. Geht mal gar nicht!
Die letzte, wichtige Darstellerin wäre Wonderwoman. Ich sag jetzt nicht viel zu ihrer Rolle, da ich die Comicfigur nicht kenne. Aber sie war unnötig und hatte eigentlich nur zwei bis drei wichtige Szene. In der einen hat sie einfach nur gestört und diente als Aufhänger für spätere Kinofilme. In der anderen rettet sie einen ihrer männlichen Partner, was aber auch anders gelöst hätte werden können, wenn man wollte. Und Nummero drei sieht man im Trailer. „Wer ist das?“ „Ich dachte die gehört zu dir!?“
Gut, sie kämpft dann auch gegen den Golem aber… ährm… das wirkt alles nach „Irgendwie muss man jetzt einen Hinweis auf das geplante Movieversum bringen, also muss sie da rein!“. Damit hat man sich echt keinen Gefallen getan.

Und der Golem? Als Zuschauer wusste man schon, wie er besiegt werden kann, bevor er noch seinen ersten Auftritt hatte. Man wusste auch, das da nochmal Drama kommen wird. Und nein, die Figuren wussten es zu dieser Zeit nicht. Es war einfach nur zu megaoffensichtlich.

Immerhin wirft Luis den gottverdammten Kryptospeer in tiefes Wasser, während der Golem aus Zort enstanden ist. Also superempfindlich gegen Kryptonit ist. Als man also bemerkt hatte, das man den Speer braucht, muss wer runter tauchen? Luis! Und genau da stürzt das Gebäude über sie ein, weswegen Superman sie erst mal retten muss, bevor er den Kryptospeer aus den Tiefen hohlen darf. Narf.
Und dann das Ende? Nachdem ich endlich Spaß am Film hatte, kam das Ende dann doch irgendwie unerwartet. Aber auch erwartet. Und auch das Unerwartete gipfelte in etwas Erwarteten. Dafür sollte man sich den Film durchaus ansehen. Dafür und für die gefühlt 3.000 Tode, die Superman während des gesamten Filmes stirbt (wiederbelebt wird, wieder stirbt, wiederbelebt wird, wieder stirbt, wiederbelebt wird, usw.). Die waren doch allesamt sehenswert und hübsch dargestellt.
Zugegeben. Am Ende stirbt er dann wirklich, weil der Golom ihn einen Teil von sich selbst in die Brust rammt und der Depp selbst den Kryptospeer ins Monsterchen gerammt hat. Tödliche Wunde bei einem kryptonischen Helden in der Nähe von Kryptonit ist eben dumm. Trotzdem gibt es am Ende des Films durch schwebende Erdklümpchen die Anspielung, dass er doch nicht tot ist. Aber das sieht man für max. eine Sekunde, dann wird der Abspann gezeigt.

Gibt es eine Nachabspannszene? Kein Plan. Warte da nie drauf. Ich google das später dann immer. Ich hasse Abspannschauen. 😉

Fazit:
Die erste Hälfte des Films war superlangweilig. Der Film kam einfach nicht in Fahrt, die Geschichte war langatmig. Mittendrin überlegte ich, ob ein Batmanfilm mit neuen Batman vorweg nicht schlau gewesen wäre, um seine Geschichte zu erzählen. Die zweite Hälfte des Films war dagegen toll. So hätte er ruhig noch etwas länger weiter gehen können.
Insgesamt würde ich sagen: spart euch das Geld und leiht euch später die Blueray/DvD. Oder wartet auf die FreeTV-Version. Reicht aus.

PS:
Ich lese in übrigen keine Comics. Habe ich nie. Da wo ich aufgewachsen bin, konnte man Mickey Maus, Wendy und maximal das Taschenbuch kaufen. Comcis suchte man selbst im Buchladen vergeblich. Daher kam ich nie dran. Ich kenne die Figuren also nur aus Zeichentrickserien, älteren Filmen und ähnlichem. Es kann also sein, das Lex irgendwann mal als irrer Bekloppter dargestellt wurde – ich kenne ihn nur als brillanten Schurken mit kalkulierenden, stets berechnenden Charakter.

Mengen schätzen

Mengen schätzen, nein, das kann ich nicht. Längen auch nicht. Oder Gewichte. Ich liege meist meilenweit daneben. Manchmal ist das schön. Wenn ich zum Beispiel schätze, dass ich 200€ auf dem Konto habe und mir da ca. eine 0 mehr dran hängt, wenn ich drauf schaue. Manchmal auch nicht so toll. Wenn ich nämlich denke, ich habe noch 20€ in Scheinen und dann sind das nur noch Kassebons. *hust*

Da ich heute ins Kino will – Dienstag ist Kinotag – habe ich mal geschaut, was meine Geldbörse so hergibt. Momentan ist sie wieder die perfekte Selbstverteidigungswaffe, weil es wieder Unmengen an Geldstücke sind. Geschätzt habe ich 2€, gehofft habe ich 5€. Nachdem ich die Münzen gestapelt habe, sah es dann so aus:

Geld

Es waren dann 21,87€. Nur dezent verschätzt.

Und ja, ich hab nur auf 2€ geschätzt, obwohl da ein ganzes 2€-Stück mit drin lag. Zu meiner Vereidigung: das lag voll weit unten und war verdeckt von mehreren 1€-Stücken!
Okay, das macht es nun auch nicht besser.

Kleinlich

Mannmann hat Familie. Das mag komisch erscheinen, wenn man ihn näher kennt, ist aber so. Wenn man dann nicht nur ihn kennt, sondern auch die Anverwandten, dann wird einen auf einmal klar, warum Mannmann halt so ist wie er ist. Das kann man auch von meiner Familie und mir behaupten. Und sicher auch von deiner Familie und dir. 😉

Vor allem die Eigenheiten sind seltsam. So trinkt Schwiegervater Bier. Nein, das erscheint nun nicht wundersam. Man drücke ihn dann halt so ein kühles, frisch geöffnetes, schäumendes Pilsner in die Hand… und er schaut dich an, als hättest du ihm ein Stück frische Scheiße gegeben. Tschuldigung. Nein, nicht wegen den Pilsner. Ich hab kein Plan von den Sorten, ich hab null Ahnung von Bier und kann mit Mühe Schwarzbier von normalen Bier unterscheiden.
Gib Schwiegervater nun eine seit Stunden offene Flasche, die mindestens ebenso lang bei Zimmertemperatur irgendwo rumstand. Und er wird dich lieben. LIEBEN! Ja, Schwiegervater liebt pisswarmes Bier ohne Kohlensäure. Das find sogar ich als Bier-bäh-Meiner eklig. Das selbe gilt nebenbei für Wasser. Gekühltes Wasser? Pfui Deifel! Handwarmes Wasser? Findet er spitze. Komischer Kerl.

Auch wenn ich dann die Bessere betrachte? Man sieht direkt, was die Beiden gemeinsam haben. Zum Beispiel ihre Liebe zu guten Essen. Wobei SIE eher fürs Dekorieren und backen zuständig ist (voll Neid bei mir!) und ER eher fürs entdekorieren ist. Also… er mampft alles auf.
Diese bizarre Ähnlichkeit von Bruder und Schwester sorgt dafür, dass die Bessere und ich eigentlich niemals zusammen im selben Raum sein dürfen. Wir würden aufgehen wie Hefeteig. Allein wenn ich ihre Süßspeißen so betrachte, die sie mir immer als Foto präsentiert… da will ich mich REINSETZEN. Nur das mit den Mengen muss sie noch üben (das reicht maximal für eine Portion pro Person… viel zu wenig!). Mannmann schlug sogar schon vor, dass sie sich von D-Mann #2 scheiden lässt und wir Mädels dafür heiraten. Wir fanden die Idee jetzt erst mal so gar nicht abwegig, solange sie mir Tumörchen vom Leib hält.

So, nun haben wir aber doch entdeckt, dass wir so gar nicht zueinander passen. Wir schweigen uns gerade empört an. Also… in Hangouts. Also… wir schreiben nicht. Also… ach ihr wisst schon… und warum?
Wegen der Zeit!

Die Bessere offenbarte mir nämlich, dass sie diese stockschwule amerikanischenglische Zeiteinheiten bevorzugt. Also dieses komische AM und PM. 24-Stundenzeitformat findet sie doof, weil sie große Zahlen nicht leiden kann. Wo ich mich frage, was an 24 groß ist? Das sind grad mal zwei Dutzend! Was folgte war eine Diskusion über post mortem, after mittag und zwei Minuten nach viertel nach Sieben. Worauf sie enragte, weil „meine“ Ossi-Zeitangabe ja auch voll dämlich wäre. Nachdem ich dann meinte, das Sieben Uhr siebzehn oder neunzehn Uhr siebzehn international verständlich wäre, machte sie es noch schlimmer. Nun sagte sie nämlich, würde das amerikanische Datumsformat vorziehen.
DA WIRD DER MONAT VOR DEM TAG GENANNT!!!!!!!!!!!!1111111ölf
Das ist für mich so dermaßen unlogisch, wo ich ja nicht mal das dd.mm.jj-Format (11.12.16) leiden kann, weil dann niemand weiß, welche Zahl nun der Monat sein soll. Nichts geht über dd.Monat jjjj-Format (11. Dezember 2016). Und sie macht es noch schwerer in dem sie 16/12/11 schreibt. Wer soll sich denn da zurecht finden?

Ich hab jetzt Nägel mit Köpfe gemacht und die Freundschaft gekündigt. Zumindest, bis sie mal wieder was geiles backt. *höhö*

Vielleicht einigen wir uns aber auch noch darauf, dass wir Daten und Uhrzeiten über Mannmann austauschen. Der nutzt zwar auch gerne das amerikanische System, aber „übersetzt“ das für mich grundsätzlich, weil ich sonst immer erst Onkel Google fragen muss, ob 08:00pm nun früh aufstehen oder ausschlafen bedeutet.

Pokemon, der Film: Mew versus Mewtu

Ob nun aus Vorfreude vor Pokemon Go, weil ich die neue Staffel geschaut hab oder weil es zumindest drei bis viermal im Jahr vorkommt… ich bin mal wieder im Pokemon-Fieber. Da ich nicht wusste, welche Serie ich nun schauen sollte, habe ich mich nun einfach mal für Filme entschieden. Am besten Pokemonfilme. Was folgte war also Mew versus Mewtu.

Natürlich habe ich den Film vor fast 20 Jahren (OMG, jetzt fühl ich mich alt) im Kino gesehen. Allerdings wurden in der deutschen Fassung entscheidende Szenen herausgeschnitten. Warum? Vielleicht war das Intro zu lang? Das besteht immerhin aus lediglich vier Teilen. Da haben sie es einfach mal auf drei gestutzt und das Emotionalste entfernt. Aber gut. Darin wird ja auch der Tod thematisiert und man will die Kinder ja nicht schädigen…

Zu meiner Freude habe ich nun tatsächlich eine Version ge… äh… kauft… in der die besagte Szene noch drin ist.
Für alle die es interessiert: Mewtu wird als… äh… Jungklon gezeigt. Auf einer metaphysischen Ebene begegnet es den anderen Klonen des Labors: ein Bisasam, ein Schiggy und ein Glumanda. Außerdem gehört noch ein Mädchen – Amber(two) – dazu. Die fünf Klone freunden sich auf der besagten Ebene an und Amber zeigt Mewtu, was es so alles tolles auf der Welt gibt (Sonne, Mond, Tränen, Sterne und Wind) und sagt ihm, dass das Leben wundervoll ist. Man erfährt außerdem, dass Amber die Tochter des Professors ist, der die Klone angefertigt hat und die verstorben ist (Grund: unbekannt). Professor will nun seine Tochter klonen und benötigt dafür Geld. Geld, dass ihm der Rocket-Boss und Oberbösewicht Giovanni zur Verfügung stellt, wenn Professor diesem das stärskte Pokemon der Welt erschafft: Mewtu.
Leider misslingt das Experiment. Bisasam, Schiggy und Glumanda sterben, was sich auf der Metaebene dadurch äußert, dass sich die Pokemon in Lichtpartikel auflösen. Das selbe beginnt auch bei Ambertwo. In ihren letzten Zügen sagt sie zu Mewtu, dass das Leben wundervoll sei. Danach stirbt auch sie. Mewtu überlebt als Einziger. Hier nach kommt ein Cut zum nun ausgewachsenen Mewtu, während es erwacht. Hier setzt dann auch in Deutschland die Handlung ein.

Ob die Szene den kindlichen Hirn wirklich geschadet hätte? Unwahrscheinlich. Aber es gibt den Film noch etwas mehr an Tiefe, gerade zum Ende hin, wenn Mewtu dann das wundervolle im Leben suchen gehen will. 🙂

Der restliche Film ist schnell erzählt (Spoiler?!) :
Mewtu wird seitens Giovanni belogen, ausgenutzt und missbraucht. Mewtu, der das stärkste Pokemon der Welt sein mag und keine billige Kopie von Mew sein will, bricht aus und beschließt eine Klonarmee aufzubauen, um der Welt zu zeigen, wer hier das mächtigste Pokemon ist. Dazu versammelt es Trainer um sich, die sich durch Kampf und eine Reise durchs Unwetter bewiesen haben, da es meint, dadurch nur die am besten-trainiertesten und damit die stärksten Pokemon zu bekommen. Mewtu offenbart seinen Plan der kleinen Gruppe an Trainern, die den Weg geschafft haben und klont die Pokemon. Es entbrennt darauf ein Kampf Klone versus Original, zu dem dann auch das eher verspielte Mew hinzukommt. Mewtu kämpft natürlich gleich gegen diesen süßen Knirps, doch Ash wirft sich dazwischen und stirbt (was natürlich so nicht gesagt wird, weil Sterben in nem Zeichentrickfilm wtf! Wenn man von übermächtigen, psychokenetischen Attacken getroffen wird, schläft man nur!!!!!!!!11111ölf). Pikachu versucht Ash aufzuwecken, was freilich nicht gelingt und fängt an zu weinen. Die anderen Pokemon, von dieser Szene bis aufs innerste ihres Herzens berühert, kommen ebenfalls die Tränen.
Doch wie Ambertwo (und später nochmal irgendso ne Tussi) prophezeite: Pokemontränen, die in Trauer vergossen werden, haben die Macht leben zu retten. Puff. Ash geheilt. Alle glücklich. Mewtu nu freundlich und nett wird einsichtig und fliegt mit Mew und den Klonen weg, um das wunderschöne im Leben zu suchen. Mewtu löscht noch eben schnell das Gedächtnis der Menschen und Originale, damit die Serienkontinuität gewahrt wird. Film Ende.

Meiner Meinung nach immer noch der schönste Pokemonfilm (gibt ja nun einige viele… pro Generation fünfzig oder so?) – allerdings bin ich auch ein großer Fan und Mew und Mewtu. ich hatte mir sogar ein Mew über den Glitch gefangen – damals in Rot und Blau. Ein weiteres Plus natürlich: Viel, VIEL, VIIIIIEL gezeichnet, wenige Computereffekte… und auch wenn ich moderne Filme in der Regel lieber mag als alte Filme… bei Zeichentrick hat das einfach DEN Charme.

Und nein – kann natürlich nicht mit Studio Ghibli mithalten. Aber das ist auch ungefähr so, als würde man die Story von Final Fantasy 7 – 10 mit dem allerersten Mario-Spiel vergleichen. 😉