Vom Herzen und so

Bei mir gab es lange nichts neues – die Bessere hat schon geschimpft. Aber die kleinen Dinge waren so klein, dass es sich einfach nicht gelohnt hat. Dafür gibt es nun eben die Zusammenfassung. Bin mal gespannt was meine Schwägerin sagt. *wuhahahaha*

Gesundheit
Kurz vor meinen letzten Beitrag wurden meine Betablocker umgestellt. Ich hatte in letzter Zeit verstärkt Kopfweh – Migräne, Cluster, anderes… alles drin. Betablocker sind aber eine gute Vorbeuge genau dagegen. Also wurde ich von Biso auf Metoprolol umgestellt. Schnell bemerkte ich, dass mir die verordnete Menge (23,75mg) nicht reichen. Ich hatte nach etwa 12 bis 14 Stunden wieder deutliche Tachykardien – ich ging also mit Herzrassen ins Bett. Kein schönes Gefühl.
Mein Handy hat ein eingebautes Pulsoxymeter, der das Gefühl auch bestätigte (zwischen 110 und 140er Puls). Da ich weiß wie die Oxymeter funktionieren, vertraue ich dem Handy auch. Es wird einfach ein rotes Licht ausgestrahl, dass durch die Haut gelangt. Dort wird es vom Eisen an den roten Blutkörperchen (Erys) reflektiert. Diese Reflektion kann gemessen werden. Da die Geschwindigkeit, mit der die Erys vorbei flitzen, vom Puls abhängig ist (langsam-schnell-langsam-schnell), kann man dadurch den Puls bestimmen. Mehr noch – da Eisen direkt mit dem Sauerstoffgehalt zusammenhängt, kann man damit auch die Sauerstoffsättigung des Bluts bestimmen.
Die Hardware muss also nichts besonderes können und die Software muss nur Reflektionsinformationen auswerten können. Also kann ich von korrekten Puls- und Sauerstoffangaben ausgehen. Während Sauerstoff immer im guten Bereich liegt, geht der Puls eben durch die Decke.
Dazu hatte ich seit dem auch noch einen Migräneanfall.
Also haben wir heute die Betablockerdosis von 1×1 auf 2×1 erhöht.

Außerdem habe ich oft Herzstechen, was mir echt Sorgen macht. 30 Kilo Übergewicht, Diabetesgefährdung und wenig Bewegung tun dem Herz nicht gut. Tachykardie machts da auch nicht besser. Das Ruhe-EKG war zum Glück in Ordnung, man muss also nicht unbedingt von einer grundsätzlichen Herzschädigung ausgegangen werden. Da die Beschwerden oft aufgetreten sind, wenn der Rhythmus wieder nach oben stieg, hoffe ich, dass die Betablocker auch das eingrenzen. Ansonsten wollen wir mal ein Langzeit-EKG machen, in der Hoffnung, die Beschwerden dabei aufgezeichnet zu bekommen.

Außerdem soll ich momentan vermehrt darauf achten Eisen- und magnesiumreiche Nahrungsmittel zu mir zu nehmen. An Eisen mangelt es mir leicht (was aber auch mit der Menstruation zusammenhängen kann), Magnesium ist gerade noch so im Normbereich. Magnesiummangel kann aber auch Migräne auslösen. Also sich ich mehr Bananen futtern. Bei dem Eisen mache ich mir erst mal keine Sorgen, da ich vor 5 Jahren noch deutlich tiefere Werte hatte und da auch Tabletten nehmen musste. Mit einem leichten Mangel, der sich durch Ernährung beheben lassen kann, mache ich mir da keine Sorgen.

Finanzen

Inzwischen wurde ich von der Arge ausgezahlt. Zwei Wochen musste ich auf den Krankengeldbescheid bangen. Da sie vorher noch das Gutachten einsehen wollten und sie in Frage stellten, ob ich überhaupt Krankengeldberechtigt bin, ja mich sogar in Frührente schicken wollte, wusste ich echt nicht, woran ich war. Gestern kam dann die erlösende Nachricht. Tatsächlich bekomme ich genauso viel Krankengeld wie ALG, muss also die Hose nicht enger Knöpfen. Da inzwischen auch mein Wohngeldantrag durch ist (den ich im Mai abgeben hatte!), sieht es gar nicht mal mehr so schlecht aus. Es könnte immer noch mehr sein. Aber so ist auch ok.

Dadurch steht auch Projekt neuer Rechner nichts mehr im Wege. Mein aktueller ist zwar noch gut, liegt aber inzwischen unter den von Blizzard empfohlenen Anforderungen vom Wow. Immer noch über den Mindestanforderungen aber eben auch nicht optimal. Es scheitert dabei vor allem an der CPU, was die wichtigste Komponente für WoW ist.
Mit neuer CPU brauche ich aber auch ein neues Mainboard. Und neuen RAM. Und weil mein Gehäuse ein Midi-Teil ist, das damals wegen des geringen Budgets ausgewählt wurde, soll nun auch ein Neues dran. Da bei der CPU wichtig ist, dass der einzelne Kern ordentlich Power hat (WoW ist alt – es kann max. 1,5 Kerne zeitgleich nutzen), habe ich mich für Highendgeräte entschieden.
Was für Teile genau? Entscheidet Mannmann, wenn ich das Geld beisammen hat. Grafikkarte und die drei Festplatten werden behalten. Das Netzteil wird kurzfristig entschieden – da würde Mannmann zur Not aber was beilegen, wenn es nicht reicht.
Insgesamt heißt es nun 900€ ansparen. Mein Ziel wäre es pro Monat 100€ an ihn zu überweisen, damit ich damit nichts dummes anstellen kann. Die 40€ für Pokemon Sonne und Mond hat er schon für mich gespart. Wenn ich was teures kaufe, dass er sonst bezahlen würde, wird das Geld einfach auf sein Schuldenkonto für mich berechnet. Ich hoffe, dass ich so in 7 – 9 Monaten auch wirklich alles beisammen habe.

Außerdem hab ich ja ein neues Handy. Ein Galaxy S7. Damit bin ich wunderbar zufrieden, kann damit auch direkt das Gewicht tracken und der eingebaute Pulsoxy ist echt nice.</p<

Trotz allem bin ich nun auf der Suche nach einen Job. Krankengeld geht ja nicht ewig und das ALG wird sicher niedriger werden. Da es kaum angemessene Jobangebote als MFA gibt, überlege ich nun zum Feind – der Krankenkasse – zu wechseln. Stressig ist das auch – aber eben nicht in der Höhe wie in der Praxis. Ich würde sogar zu einer Umschulung zur Sozialversicherungsfachangestellten bereit sein – damit würde ich dann mehr Auszubildendengehald bekommen als ALG und als Berufseinsteiger mehr verdienen als eine MFA nach 5 Jahren. Aber mal abwarten was aus der Initiativbewerbung wird.

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Wer ist das Monstrum und wer ist der Mann?

Mit diesen Worten leitete einst Disney ihr Meisterwerk „Der Glöckner von Norde Dam“ ein. Die Lösung war für den Kenner der Geschichte dann nicht allzu versteckt und fand im Buckligen den Helden und Manne der Geschichte.
Und so ähnlich ist es mit dem russischen Fantasy-Film, auf den ich kürzlich aufmerksam geworden bin.

Nun bin ich in meiner Kindheit mit russischen Märchen groß geworden. Was war das immer toll, wenn die buntbemalten Fensterklappen aufgingen und Anastassija Sujewa „Guten Tag liebe Kinder“ sagte. Obs nun der Hirsch mit dem goldenen Geweih, die schöne Wawara, Väterchen Frost oder das Märchen vom Zaren Saltan waren – sie gehörten ebenso zu den VHS, die ebenso abgenutzt und kaputt waren wie das letzte Einhorn oder ein Land vor unserer Zeit.
Heute bekommt man nicht mehr allzu viel von den russischen Produktionen mit. Ab und an schwappt mal was rüber, aber die zu finden sind reine Glückstreffer. Umso schöner, dass mich „Dragon“ direkt hat Aufmerksam gemacht hat.

Mit vollen Titel „Dragon – Love is a scary tale“ bestückt, wurde der Film in meinen Recherchen lediglich als „Kurzfilm“ deklariert. Wer auf diese bescheidene Idee kam weiß ich nicht – ein Film mit 100 Minuten Lauflänge ist zumindest für mich kein Kurzfilm. Produziert wurde das gute Stück 2015, was ihn um einiges moderner macht als die sowjetischen Filme meiner Kindheit und das merkt man auch. Die Spezialeffekte können meiner Meinung nach wunderbar mit denen von Hollywood mithalten – ohne es jedoch wirklich unwirklich werden zu lassen, was angesichts eines feuerspeienden Drachens durchaus eine Kunst ist.

Die ganze Handlung dreht sich letztlich um eine alte Sage. Einst wurden die schönsten Mädchen des Ortes auf hohe See gebracht, in wunderschönen Kleidern gehüllt, liegend auf einer schwimmenden Barre. Mich haben sie an die Seebestattungssärge erinnert – aber das kann durchaus Absicht gewesen sein. Das Volk stimmte sodann das Lied des Drachens an. Dieser stieg herab und stahl sich eines der Mädchen – das fortan nie mehr gesehen war.
Eines Tages fand ein Ritter – der Geliebte eines der gestohlenen Mädchen – den Hort des Drachens und tötete ihn. Seine Holde war aber – wie schon zuvor alle andere – zu Asche verbrannt.

Viele Jahre später soll Miroslava (genannt Mira) den Urenkel jenes Drachentöters – Igor – heiraten. Die Zeremonie wird von den Bewohnern ebenso abgehalten wie die alten Drachenopferrituale. Zu Ehren des Drachentöterenekels wird das alte Lied, das Lied des Drachens, angestimmt, während Igor das Boot zu sich ans Ufer zieht. Kann ja nichts passieren. Drache is ja tot!
Denkste.
Bevor man es sich versah liegt Mira in den Klauen der riesigen Bestie und ward verschwunden. Igor schnappt sich sofort seine Kameraden und macht sich auf den Weg seine Holde zu retten.

Doch im Hord des Drachen findet Mira unerwartete Unterstützung in einem Mann ohne Namen, den sie fortan Amman nennt. Doch Amman ist nicht nur einfach ein Mann. Er ist ein Drachen.

Daraus spinnt sich eine (sehr offensichtliche) Liebesgeschichte, die mit sanften Klängen und mit erstaunlich wenig Gewalt daher kommt. Trotz Sidekick gibt der Film keinen Grund zu Lachen – der besagte Sidekick ist zwar durchaus trollig, aber sieht zu biestig aus, um für die meisten Menschen niedlich zu wirken (ich fand ihn trotzdem süß!). In Mira findet sich zudem endlich mal eine Heldin, die sich trotz des „schwaches Mädchen, größes sexy Monster“-Klischees nicht hilflos gibt, sondern sich halt selber hilft. Dieses sexy, durch und durcn nackte Typ der da bewusstlos rumliegt, ist der Drache? Ach nehmen wir einen Stein und versuchen ihn den Kopf einzuschlagen! Hat sie dann doch nicht gemacht, weil die Gute dann doch Gewissensbisse hat, aber diese Ärmel-hochkrempeln-Mentalität zieht sich durch den ganzen Film und macht Mira als Figur unheimlich charmant.
Amman dagegen erinnert ein wenig an Edward. Jammer hier, Jammer da. Aber immerhin sieht man, dass er auch wirklich allen Grund dazu hat, wo der Mira doch gar nicht töten will, der Drache aber unkontrolliert aus ihn heraus bricht.
Igors Charakterwendung ist dagegen leider sehr vorhersehbar.

Fazit:
Ein toller Film, den man durchaus mal gesehen haben sollte, wenn man solche Liebesgeschichten mag. Oder Drachen. Oder russische Filme – aber leider kein Film fürs Kino. Außer man hat Twillight im Kino gesehen. Nein, hab ich nicht.