Urlaubsbericht

Keine Sorge, ich lebe noch. Der Oktober ist nur erschreckend anstrengend. Erholsam. Und Anstrengend.

Mannmann hat seit Monatsanfang Urlaub und verbietet mir zu kochen, was ich essen mag. Nicht, dass ich wirklich drunter leiden würde – aber er will halt immer mitessen, wenn ich was koche und er mag nicht alles, was ich mag. Ergebnis: Wir bestellen eher, als das ich koche und meistens gab es Abends Tomamozisalat.

Der größte Nervfaktor bisher dürften aber die vergangenen zehn Tage sein. Da waren wir nämlich auf Kur. Okay – Urlaub. Aber für mich war das Kur.

Der von Oben – einer der besten Freunde vom Kerl – wollten nämlich in den Urlaub nach Italien. Aber sie haben einen 11 Jahre alten Wolfsspitz, den man eine lange Fahrt zur Urlaubsbetreuung oder gar zum Urlaubsort nicht zutrauen mag. Wir gut, dass sie in Bad Schwartau wohnen – den Ort, den Mannmann als künftigen Wohnort auserkoren hat. Und wie gut, dass ich unbedingt einen Hund will. Und wie überaus gut, dass ich den Hund kenne.
Also boten wir uns absolut selbstlos als Hunde- und Haussitter an. *hust*

Kommen wir zur Familie:
Der von Oben ist die zweitkleinste Person innerhalb seiner Familie. Was das bei einer Größe von 187cm heißen mag, darf jeder selbst entscheiden. Er hat drei Stiefkinder, der Älteste in meinem Alter, das Küken Anfang 20. Er arbeitet im ähnlichen Beruf wie Mannmann und ist dessen vergangener und (hoffentlich) zukünftiger Chef, wenn dann beide auch diverse Firmenwechsel hinter sich haben.
Die von Oben ist die kleinste Person der Familie, aber auch sie ist über 180cm hoch. Sie arbeitet im pädagogischen Bereich.
Die drei Kinder kenne ich kaum – außer, dass sie hoch gewachsen sind, sind sie mir absolut unbekannt.
Und dann gehört da noch Tumor dazu. Tumor ist die besagte Hundedame, 11 Jahre, Wolfsspitz und trägt tatsächlich den selben Namen wie meine Quasinichte Tumörchen. Zur besseren Unterscheidung lasse ich hier die Verniedlichung weg, auch wenn die Ganzkörperfellträgerin diese absolut verdient.

Spitze wurden einst als Haus- und Hofhund gehalten und dienten dort als lautgebende Wachhunde. Daher sind Spitze als Kläffer verschrien, auch wenn man das nicht einfach so bevorurteilen sollte. Denn Spitze kläffen nicht einfach nur – sie haben sogar bestimmte Bellmuster für bestimme Menschen. So verbellen sie jedes Individuum vollkommen anders, wodurch man als Besitzer schon weiß, wer vor der Tür steht, ohne durch den Spion zu schauen.
Natürlich müssen Spitze entsprechend trainiert werden, damit sie vom einfachen Lautgeben nicht ins Kläffen hineingeraten. Das ist aber ein Menschenproblem.

Tumor nun ist anders. Sie bellt nämlich nicht. Oder – nur sehr, sehr selten. Vielleicht war das der Grund, warum man sie vor Jahren im Wald angebunden hat – ohne Wasser und Futter – wo sie nur mit viel Glück gefunden und ins Tierheim gebracht wurde. Einen anderen Grund kann es einfach nicht geben. Sie ist ein einfacher, lieber, liebesbedürftiger, ruhiger und verschmuster Hund. Sie will einfach nur zwei Dinge: Ihrer Familie gefallen und immer dabei sein. Nein, sie jault nicht, wenn man sie alleine lässt (auch wenn ihr das nicht gefällt) – aber sie ist immer in den Raum, wo auch Leute sind. Dort legt sie sich dann in eine Ecke und döst. Mittendrin muss dann nämlich auch nicht.
Insofern hatte der von Oben echt Glück, so einen wunderbaren Hund zu bekommen. Und es zeigt, dass nicht nur Problemtiere im Tierheim landen.

Genug geschwärmt.
Tumors anstrengende Marotten sind ihre Bettelei um „lass uns Gassi gehen“ und ihre Verfressenheit. Sie hätte auch ein guter Labrador werden können. Wegen Letzteres muss man ihr Futter sehr gut einteilen, damit sie nicht adipös wird. Nicht weiter tragisch. Ersteres ist… anstrengend. Sie gibt ein seltsames Heuljaulen von sich, eine Art Weinen, das nicht unbedingt laut ist – aber was sie zur Not auch eine Stunde lang in wechselnden Tonlagen durchziehen kann. Bei uns hielt sich das noch in Grenzen, aber den von Oben hat sie ganz gut erzogen damit. *kicher*

Dreimal täglich bin ich mit der Dame raus gegangen. Im Schnitt war ich gut drei Stunden am Tag unterwegs, meistens im Wald. Es war herrlich. Und bestätigt mir, dass ich einen Hund haben sollte. Als Bewegungsmotivation, als Freund, als Begleiter, als Freund. Den Hund da lassen zu müssen, hat geschmerzt. Finanziell ist er aber einfach nicht drin.
An einem Tag waren wir an der Ostsee und haben sich einen lauen Wind um die Nase wehen lassen. Dort fand ich auch eine nette Fischverkäuferin, die extra nochmal einen Fisch warf, damit ich tolle Fotos von fressenden Möwen machen konnte. Leider sind die Bilder nichts geworden. Mit Bewegungen im Bild hab ichs nicht so. 😦
Trotzdem: tolle nette Fischdame!
Kulinarisch war die Woche eher langweilig. Das Highlight war wohl die original VW-Currywurst samt passenden Ketchup, den ein Bekannter von Mannmann und dem von Oben mitgebracht hatte. Aber hey… wir wollten entspannen, nicht fressen.

Warum das dann anstrengend war?
Ich kann meinen Kopf nicht ausschalten. Davor hatte ich Angst, mit dem Hund zu versagen. Angst, dass er Giftköder aufnehmen könnte. Angst, dass irgendwas anderes mit dem Hund wäre. Angst, dass ich mich nicht zum rausgehen bringen kann.
Mittendrin hatte ich Angst, meine Kamera zu zücken, wenn ich tolle Motive fand. Angst, dass ich den Hund falsch füttere. Angst, dass ich ihr wehtue, wenn ich ihr Fell bürste.
Ein wenig war ich daher froh, als ich Sonntag wieder im Auto saß. Aber das traurige Auge überwiegt dann doch mehr.

Und anstrengend wird es auch ab Mittwoch. Dann geht es zu Mannmanns Familie. Zur Geburtstagsparty von Freunden mit jeden Mengen Fremden (zu der ich mich weigere), zum Geburtstag meines Schwiegervaters und – allen voran – zum endlich life kennen lernen der Besseren. Und Tumörchen. Ich habe solche Sorge, dass wir uns im echten Leben deutlich weniger vertragen als im Chat. Das wir eine Freundschaft verlieren. Mannmann hält mich für bekloppt. Er meint, dass das nicht passieren kann, so wie wir immer lästern. Aber ANGST ist eben trotzdem da.
Ansonsten will ich noch in den dortigen Zoo.
Ach… und für Tumörchen habe ich bereits ein riesiges Wolfsplüschtier gekauft. Muss ja noch mehr wolfsverrückte geben als nur mich.

flickr

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Vom Herzen und so

Bei mir gab es lange nichts neues – die Bessere hat schon geschimpft. Aber die kleinen Dinge waren so klein, dass es sich einfach nicht gelohnt hat. Dafür gibt es nun eben die Zusammenfassung. Bin mal gespannt was meine Schwägerin sagt. *wuhahahaha*

Gesundheit
Kurz vor meinen letzten Beitrag wurden meine Betablocker umgestellt. Ich hatte in letzter Zeit verstärkt Kopfweh – Migräne, Cluster, anderes… alles drin. Betablocker sind aber eine gute Vorbeuge genau dagegen. Also wurde ich von Biso auf Metoprolol umgestellt. Schnell bemerkte ich, dass mir die verordnete Menge (23,75mg) nicht reichen. Ich hatte nach etwa 12 bis 14 Stunden wieder deutliche Tachykardien – ich ging also mit Herzrassen ins Bett. Kein schönes Gefühl.
Mein Handy hat ein eingebautes Pulsoxymeter, der das Gefühl auch bestätigte (zwischen 110 und 140er Puls). Da ich weiß wie die Oxymeter funktionieren, vertraue ich dem Handy auch. Es wird einfach ein rotes Licht ausgestrahl, dass durch die Haut gelangt. Dort wird es vom Eisen an den roten Blutkörperchen (Erys) reflektiert. Diese Reflektion kann gemessen werden. Da die Geschwindigkeit, mit der die Erys vorbei flitzen, vom Puls abhängig ist (langsam-schnell-langsam-schnell), kann man dadurch den Puls bestimmen. Mehr noch – da Eisen direkt mit dem Sauerstoffgehalt zusammenhängt, kann man damit auch die Sauerstoffsättigung des Bluts bestimmen.
Die Hardware muss also nichts besonderes können und die Software muss nur Reflektionsinformationen auswerten können. Also kann ich von korrekten Puls- und Sauerstoffangaben ausgehen. Während Sauerstoff immer im guten Bereich liegt, geht der Puls eben durch die Decke.
Dazu hatte ich seit dem auch noch einen Migräneanfall.
Also haben wir heute die Betablockerdosis von 1×1 auf 2×1 erhöht.

Außerdem habe ich oft Herzstechen, was mir echt Sorgen macht. 30 Kilo Übergewicht, Diabetesgefährdung und wenig Bewegung tun dem Herz nicht gut. Tachykardie machts da auch nicht besser. Das Ruhe-EKG war zum Glück in Ordnung, man muss also nicht unbedingt von einer grundsätzlichen Herzschädigung ausgegangen werden. Da die Beschwerden oft aufgetreten sind, wenn der Rhythmus wieder nach oben stieg, hoffe ich, dass die Betablocker auch das eingrenzen. Ansonsten wollen wir mal ein Langzeit-EKG machen, in der Hoffnung, die Beschwerden dabei aufgezeichnet zu bekommen.

Außerdem soll ich momentan vermehrt darauf achten Eisen- und magnesiumreiche Nahrungsmittel zu mir zu nehmen. An Eisen mangelt es mir leicht (was aber auch mit der Menstruation zusammenhängen kann), Magnesium ist gerade noch so im Normbereich. Magnesiummangel kann aber auch Migräne auslösen. Also sich ich mehr Bananen futtern. Bei dem Eisen mache ich mir erst mal keine Sorgen, da ich vor 5 Jahren noch deutlich tiefere Werte hatte und da auch Tabletten nehmen musste. Mit einem leichten Mangel, der sich durch Ernährung beheben lassen kann, mache ich mir da keine Sorgen.

Finanzen

Inzwischen wurde ich von der Arge ausgezahlt. Zwei Wochen musste ich auf den Krankengeldbescheid bangen. Da sie vorher noch das Gutachten einsehen wollten und sie in Frage stellten, ob ich überhaupt Krankengeldberechtigt bin, ja mich sogar in Frührente schicken wollte, wusste ich echt nicht, woran ich war. Gestern kam dann die erlösende Nachricht. Tatsächlich bekomme ich genauso viel Krankengeld wie ALG, muss also die Hose nicht enger Knöpfen. Da inzwischen auch mein Wohngeldantrag durch ist (den ich im Mai abgeben hatte!), sieht es gar nicht mal mehr so schlecht aus. Es könnte immer noch mehr sein. Aber so ist auch ok.

Dadurch steht auch Projekt neuer Rechner nichts mehr im Wege. Mein aktueller ist zwar noch gut, liegt aber inzwischen unter den von Blizzard empfohlenen Anforderungen vom Wow. Immer noch über den Mindestanforderungen aber eben auch nicht optimal. Es scheitert dabei vor allem an der CPU, was die wichtigste Komponente für WoW ist.
Mit neuer CPU brauche ich aber auch ein neues Mainboard. Und neuen RAM. Und weil mein Gehäuse ein Midi-Teil ist, das damals wegen des geringen Budgets ausgewählt wurde, soll nun auch ein Neues dran. Da bei der CPU wichtig ist, dass der einzelne Kern ordentlich Power hat (WoW ist alt – es kann max. 1,5 Kerne zeitgleich nutzen), habe ich mich für Highendgeräte entschieden.
Was für Teile genau? Entscheidet Mannmann, wenn ich das Geld beisammen hat. Grafikkarte und die drei Festplatten werden behalten. Das Netzteil wird kurzfristig entschieden – da würde Mannmann zur Not aber was beilegen, wenn es nicht reicht.
Insgesamt heißt es nun 900€ ansparen. Mein Ziel wäre es pro Monat 100€ an ihn zu überweisen, damit ich damit nichts dummes anstellen kann. Die 40€ für Pokemon Sonne und Mond hat er schon für mich gespart. Wenn ich was teures kaufe, dass er sonst bezahlen würde, wird das Geld einfach auf sein Schuldenkonto für mich berechnet. Ich hoffe, dass ich so in 7 – 9 Monaten auch wirklich alles beisammen habe.

Außerdem hab ich ja ein neues Handy. Ein Galaxy S7. Damit bin ich wunderbar zufrieden, kann damit auch direkt das Gewicht tracken und der eingebaute Pulsoxy ist echt nice.</p<

Trotz allem bin ich nun auf der Suche nach einen Job. Krankengeld geht ja nicht ewig und das ALG wird sicher niedriger werden. Da es kaum angemessene Jobangebote als MFA gibt, überlege ich nun zum Feind – der Krankenkasse – zu wechseln. Stressig ist das auch – aber eben nicht in der Höhe wie in der Praxis. Ich würde sogar zu einer Umschulung zur Sozialversicherungsfachangestellten bereit sein – damit würde ich dann mehr Auszubildendengehald bekommen als ALG und als Berufseinsteiger mehr verdienen als eine MFA nach 5 Jahren. Aber mal abwarten was aus der Initiativbewerbung wird.

PokemonGo – Praxistest

Nachdem ich mich letztens schon so gefreut hatte, gab es die Ernüchterung.
Am folgenden Tag war ich nämlich unterwegs und warf Pokemon Go an. Nachdem die Karte gerade geladen war, kam schon die Meldung: „Datenvolumen aufgebraucht“. Och nö. 😦

Ich habe ein recht kleines Volumen, da ich dieses bisher nicht brauche. Im Schnitt verbrate ich ungefähr 1MB pro Monate – wenn es hoch kommt. Was soll ich da mit GB? Tja. Jetzt stört mich das. Ich wollte dem Ganzen trotzdem eine Chance geben und hab auf den Volumenreset gewartet. Zudem konnte ich lesen, dass die meisten Spieler relativ wenig Verbrauch haben, so dass ich auf einen Bug mit Verbindungsproblemen spekulierte.

Heute war es dann so weit. Los marschiert und tatsächlich kam keine Meldung. Aber auf 2km Weg auch kein Pokemon. Und die PokeStops wurden zwar angezeigt, funktionierten aber nicht. Irgendwann wurde die Karte grün und die Straße verschwand einfach.
Also Pokemon aus und beim PsychoDoc in den SPON geles… geht auch nicht… wtf?

Da ploppt das Handy auf:
„Bitte im Netz anmelden!“
Hä?
Drauf geklickt.
„Lieber Nutzer, leider haben sie zu wenig Guthaben, weswegen wir ihre Datenoptionen nicht buchen können.“

Ja leck mich doch!
Sonst schicken sie mir drei Tage vorher ne SmS, dass mein Guthaben für eine Buchung nicht reicht und ausgerechnet diesen Monat nicht?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?

Zum Glück konnte ich von dem Rest noch Tagesvolumen buchen. Ist zwar recht teuer aber besser als nichts. Und siehe da, da sitzt ein Rattfratz auf meinen Schoß.

Den nächsten Strich durch die Rechnung machte dann meine Kamera. Die App vom MotoG2 schwächelt da leider ein wenig und stürzt gerne ab. In Verbindung mit DrittApps – wie PokemonGo – tut sie das besonders gerne. 10 Minuten hat es gebraucht, bis ich die Kamera deaktivieren konnte, da mir vorher immer das Spiel abstürzte. Und seit dem kann ich flüssig spielen. Wuhu!

Seit dem habe ich gewisse Erkenntnisse gesammelt:
Psychodoc spielt selbst nicht, hat aber in Sichtweite seiner Praxis 50 PokeStops. Alle nicht weiter als zwei oder drei Straßen entfernt.
Ich hasse Zubats. Jetzt noch mehr.
Ich brauche ein neues Handy mit entspiegelten Display. 😦
Nichtreal ist eine Arena.

Außerdem bin ich nun überlegen von Prepaid auf Vertrag umzusteigen. Aber mal sehen.

Staffellauf

Am Donnerstag bekam ich mal wieder einen Brief meiner Krankenkasse. Man nahm meine Neualterkrankung zur Kenntnis und wolle das mir vorliegende Gutachten haben, um die Sachlage besser beurteilen zu können.

Verständlich. Aber mir lag das Gutachten gar nicht vor, sondern nur ein Teil davon.
Alles kein Problem, ich wollte Freitag zur Arge laufen.

Das klappte dann nicht, weil mein Kopf einen Strich durch die Rechnung machte. Kennt ihr Clusterkopfschmerzen?
Das ist ein sehr fieser Schmerz, der die Stärke einer Migräne nicht nur erreicht sondern diese um Längen übertrumpft. Eine Migräne fühlt sich im Vergleich zum Cluster an wie ein leichter Klaps auf die die Hand. Und genau wie Migräne zeigt er Schmerzmitteln den Stinkefinger – selbst die Spezialmedikamente und angeblich auch Betäubungsmittel können ihn nicht abmildern. So stelle ich mir den Schmerz eines Schlaganfalls vor. Zumal der Cluster mit unter ähnliche Begleitsymptome hat (einseitiges, hängendes Augenlid zum Beispiel).
Der Vorteil des Schmerzes ist seine Kürze. Er hält sich wenige Minuten bis 3 oder 4 Stunden. Okay – die sind Horror pur, aber man stelle sich das mal auf die Länge einer Migräne vor. Danach fühlt man sich noch ein wenig gerädert und die Konzentrationsfähigkeit hat gelitten. Oft kommen noch andere Kopfschmerzen – vor allem Verspannungsvarianten – hinterher, weil Cluster einfach purer Stress ist.
Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass Cluster oft getriggert wird. Er hat also einen festen Auslöser – ähnlich wie bei einer Allergie, wo z.B. Weizensamen eine Heuschnupfenallergiereaktion triggern. In meinem Fall kann ich die Auslöser nicht umgehen, denn meiner ist Schlaf. Das heißt, ich wache auf und habe diese furchtbaren Kopfschmerzen. Zudem ist er dann auch noch höchstempfindlich auf Bewegungswahrnehmung (also sobald mein Innenohr Bewegungen welcher Form auch immer wahrnimmt) und Druck – wie z.B. wenn mein Darm entschließt sich zu entleeren. Passiert zum Glück sehr selten, ich kann noch nicht mal von jährlich sprechen.
Freitag war es dann so weit. Und weil Cluster noch nicht genug ist, kam auch gleich noch Durchfall dazu. DAS war mal so richtig scheiße. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Auf den Gang zur Arge habe ich dann doch verzichtet, auch wenn es mir innerhalb der Öffnungszeiten wieder besser ging.

Also habe ich mich heute fertig gemacht und durfte feststellen, dass mein Personalausweis verschwunden ist. Zuletzt hatte ich ihn im Mai bei der Arge. Großes Kino. Zum Glück habe ich weder Fingerabdrücke noch Internetzeugs freigeschaltet, aber der Ausweis war noch kein Jahr alt.

Dennoch bin ich meiner Pflicht nachgegangen und nahm das Schreiben der Krankenkasse, eine Schweigepflichtentbindung sowie die Freibriefumschlag mit. Dort angekommen sollte ich direkt zum Medizinischen Dienst. Dieser empfing mich auch, konnte mir aber ohne aktuellen Perso nicht weiterhelfen. Der Alte reichte da leider nicht aus (ja, den hab ich noch), aber man beratschlagte sich zu dritt was man machen könnte. Am Ende lies ich die Schweigepflichtentbindung dort und nahm den Rest wieder mit. Ohne aktuellen Perso können sie mir das Gutachten nicht aushändigen (verständlich) aber ohne direkte Anforderung von der Krankenkasse können sie dieses auch nicht dorthin schicken. Mist.

Auf dem Rückweg bin ich direkt ins Personalausweisamt spaziert, habe neue hässliche Fotos gemacht (das triffts in meinem Fall besonders… nicht nur wegen Biometrie, sondern auch weil ich durch meinen Spazierrennmarsch aussah wie ne Irre… das lässt sich aber kaum verhindern, weil… so sehe ich nun mal aus nach nem Spazierrennmarsch verdammt) und habe mir eine Wartenummer gezogen. #120 – oookay.
Auf die Anzeigetafel geschaut, wo man gerade so steht.
#27.

Drei Stunden später (oder so) saß ich vor der selben Dame, die mir im September den verlorenen Ausweis hergestellt hatte. Aufgrund einiger ihrer Eigenarten ist sie mir in (guter) Erinnerung geblieben. Das will was heißen. Sie nahm eine Verlustanzeige auf (diese ist Pflicht) und wir erledigten den ganzen Kladderadatsch für die Neuausstellung. Von einem vorläufigen Ausweis riet sie mir aber, sofern ich diesen nicht unbedingt benötigen würde – kostet nämlich nochmal extra. Ich verzichtete darauf.
Fast 30€ ärmer durfte ich dann endlich nach Hause.

Unterwegs sorgte meine Angewohnheit, an grünen Fußgängerampeln nochmal nach links und rechts zu schauen, dafür, dass ich den Tag unbeschadet überlebte. Da kam nämlich ein Idiot wie ein Irrer um die Ecke gerast (die Ampel steht direkt hinter einer Kurve) und kam gerade so zum stehen. Auf meinen Schreck stapfte ich dann einfach los und erkannte erst nach zwei Schritten, dass meine Ampel nun inzwischen rot war. Was natürlich für ein Kommentar des Fahrers sorgte. Tja sorry – er war trotzdem Schuld. Er war eindeutig zu schnell für die Ecke und erschreckt hatten wir uns Beide. Wäre ich nur eine Sekunde früher an der Ampel gewesen, hätte ich auch schon auf der Straße gestanden.

Trotz Schreck rief ich dennoch direkt bei der Krankenkasse an und erklärte die Sache.
Da meine Schweigepflichtentbindung bereits vor Ort ist, werden sie nun das Gutachten von dort anfordern. Hat doch auch was.
Dennoch fragte mich mein Bearbeiter nach Frührente. Ährm. Nein. Bitte nicht. Ich will doch gerne irgendwann wieder arbeiten. Danke.

In 29 Tagen geh ich fremd!

Hinweis:
Dieser Beitrag könnte dezent verstörend sein.
Die Bessere sollte nicht ausflippen, bevor sie den Beitrag zu Ende gelesen hat.

In 29 Tagen geh ich fremd!
Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas?
Jap. Ich geh Mannmann fremd. Aber leider (zum Glück) nicht so ganz richtig, weil das Objekt meiner Begierde leider nicht im realen Leben existiert. *seufz*

Als Frau habe ich natürlich ein bestimmten Typ Mann wo ich drauf anspringe wie eine Biene auf frische Blüten mit besonders viel Nektar, Katzen auf Katzengras oder Motten aufs Licht. Mannmann sieht das alles recht locker, weil ich meine… ährm… Begierden recht sicher so platziere, dass sie kein Mensch je erfüllen kann. Nein, auch Mannmann nicht. Ich nehme es ihm aber echt nicht übel. Wirklich.
Welche Männer das sind? Nun das wären:

Hugh Jackman in seiner Rolle als Wolverine. Und ja, NUR in dieser Rolle und NUR dieser Wolverine. Ja sorry, ich häng bei solchen nackten Oberkörpern mit einem Hauch Tier sabbernd am Bildschirm. Den Schauspieler selbst finde ich dabei nebenbei nicht ganz so lecker. Ehrlich nicht. In anderen Filmen mag ich ihn seltenst. Aber mit diesen Koteletten, diesen irren Blick, diesen wunderbar sexy Krallen… haaarrrrmmmmmmmmm. *.*

Nummer zwei wären… humane Werwölfe. Werwölfe? Werwölfe! Dabei speziell nicht die Varianten, die auf vier Beinen laufen und mehr Wolf als Mensch sind (die mag ich auch, gehe aber nicht drauf ab) sondern die riesigen Brocken auf 2 Beinen, wo man unterm Fell auch noch die Muskelpakete sieht. Quasi Wolverine mit mehr Haare und Schnauze. Und Ohren. Und Knurren. Halt nein. Knurren tut Wolverine auch.
Harry Potters Werwolf fällt dabei absolut raus (hallo? Das is’n Pavian mit Hauterkrankungen!), der aus Van Hellsing dagegen nicht. WoW-Worgen kommen ihnen auch schon ganz nah – auch wenn mir hier zum absoluten Sabberfaktor der Schwa… die Rute fehlt. Es gibt durchaus einen Grund, warum ich nur Worgen spiele. Männliche Worgen. Und die auch noch gerne ausziehe.

Nummero 3 – und Grund für dieses Outing – ist auch wieder ein WoW-Charakter. Und zwar ein recht tragischer. Der meines Wissens laut Lore auch noch nicht vergeben ist obwohl er seit Jahrhunderten einer einzigen Frau hinterherläuft – die es aber lieber mit seinen Bruder treibt. Ich meine Illidan.
Hey! Wer findet diese oberhammerstarken Hörner und diese riesigen geilen Flügel bitte nicht scharf? Und dann schon wieder freier Oberkörper! Und fieser Blick! Und Fell hat er auch noch! Und haaaaach… *sabber*

Da am 30. August das neue WoW-AddOn erscheint, brachte Blizzard ein neues Lore-Buch heraus. Dieses ist im englischen bereits erschienen – im deutschen aber erst am 30. Juli. Und wie heißt das Buch? Illidan! Hab ichs mir bestellt? Klar hab ichs mir bestellt!

Tja sorry Mannmann. Ich werd dann ein paar Stunden mit Illi-Mausi im Bett verbringen. Ich hoffe du verzeihst mir. *.*

PS:
Ich denke nun ist klar, warum Mannmann sich keine ernsthaften Sorgen machen muss. Und klar ist auch, dass ich vielleicht ein ganz klein wenig irre bin.

PPS:
Auch wenn man Bilder von unbekleideten Worgen sucht, sollte man das nicht in die Bildersuche eingegeben. Ich meine… man findet nackte Worgen… und die Bildern sind auch recht interessant… aber äh… nein, danach hatte ich nun wirklich nicht gesucht.

PPPS:
Bisher konnte ich Mannmann nicht dazu überreden sich Flügel, Hörner, Krallen, Koteletten, Ganzkörperfell oder ähnliches an den Körper zu pappen. *trauriges seufzen*

Das ist nicht die 55!

In der letzten Woche hat sich eine WG in unserem Hause aufgelöst. Die beiden Studentinnen sind fertig und ziehen wieder dahin, wo sie hin müssen. Als Ersatz bekommen wir ein junges Pärchen mit Hund. Ja mit Hund. Ist das nicht toll? ❤
Gestern war dann unser Vermieter vor Ort und hat die Schilder schon mal aktualisiert. Ich habe mir den jungen Burschen direkt geschnappt und zum 100.000 Mal auf die Briefkästen angesprochen.

Inzwischen hatte sich Mannmanns Schlüssel nämlich aufgegeben und einer der Zinken war abgebrochen, weswegen das Schloss nicht mehr betätigt werden konnten. Wir haben es nur relativ einfach mal aufgebrochen und es so gelassen, damit wir an unsere Post heran kommen. Mein Briefkastenschlüssel fehlte dagegen schon bereits seit meinem Einzug, da meine liebe Vormieterin – möge ihr Teufel ihr gnädig sein – etwa 90% der Schlüssel einfach behalten hat. Inzwischen wurden zwar die Schlösser aller betreffenden Türen ausgetauscht. So war die Haustür eines Tages defekt, weil ein Schlüssel einfach seine Einzelteile drin stecken lies, wodurch wir alle neue Schlüssel und die Tür ein neues Schloss bekamen. Nach Besuch eines Junkies in den gemeinsamen Kellerräumen wurde auch dort ein neues Schloss samt Türknauf angebracht, wodurch man die Tür ohne Schlüssel von außen gar nicht mehr aufbekommen kann. An meinem Keller wurde von uns ein neues Vorhängeschloss angebracht – das Alte hängt da immer noch rum, sperrte die Tür aber nicht ab. Ach und an der Tür in meine Wohnung wurde von uns privat durch ein neues Schloss ersetzt und wird bei einem etwaigen Auszug auch wieder umgebaut.

Nur eben der Briefkasten nicht. Irgendwann hatte Mannmann genug und brach auch dieses Schloss einfach auf, wodurch wir nun zwei offene Briefkästen hatten. Auch nicht so das Wahre aber unsere Nachbarinnen waren alle scheiße nett und freundlich zu uns und brachten etwaige herausgefallene Post sogar zu uns. Das ist eben der Vorteil, wenn einer der „Klar nehm ich das Päckchen an“- und der andere der „Klar bekommt ihr Werkzeug und männliche Hilfe“-Hansel ist. Will sich scheinbar niemand vermiesen. 😉

Gestern war also der Vermieter da und ich sprach ihn an. Er hat sich dann in meinem Beisein eine Erinnerung ins Handy eingetippt; die Sache war ihm sichtlich peinlich und er entschuldigte sich auch tausendmal. Als ich das Abends Mannmann mitteilte (nachdem er unserer nun Ex-Nachbarin das Fahrrad auseinander geschraubt hatte, damit dieses in den Wagen passte), musste der schon lachen. Wir waren kurz davor Wetten abzuschließen, ob sich der Schlüsseldienst melden würde oder wir in einem Monat wieder Kontakt aufnehmen müssen.

Heute morgen klimberte dann ein vollkommen seltsamer und mir absolut fremder Ton durch die Wohnung. Nach etwas irritierten Schauen ortete ich mein Handy als Klanggeber. Ährm. Wie nehme ich jetzt einen Anruf an? Hrm… mal rumtatschen, wird schon irgendwie gehen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich die Wischtechnik herausgefunden und hatte einen etwas genervten Schlüsseldienstmeister dran, der schon kurz vor der Aufgabe stand. Wieso gibt man ihm meine Handynummer, wenn ich JEDESmal erläutere, dass ich darauf so gut wie NIE erreichbar bin? – und nein, das liegt nicht nur daran, dass ich nicht weiß, wie man ein Telefonat annimmt, sondern auch daran, dass es erst mal suchen gehen muss.
Aber immerhin stand der werte Herr keine halbe Stunde später vor der Haustür und ich lies ihn an die Briefkästen.

Nun muss man dazu sagen, dass wir recht alte Postkästen haben. Stünde dieses Haus hier ein paar 100 Kilometer weiter rechts, würde ich behaupten, dass das noch ein DDR-Briefkasten ist. So ist der aber einfach nur alt.
Nun bekam ich einige Erkenntnisse in Sachen Schloss:

Welcher Schlüssel benötigt wird, steht auf einen Zettel, der auf der Innenseite der Tür aufgepappt wird. Für die Schlösser gibt es scheinbar nur etwa 70 Schlüsselvariationen. Leider waren die Schilder schlecht zu lesen, da die Zugänge in einer engen Kämenade mit schlechten Lichtverhältnissen sind. Da wir aber die kaputten Schlüssel von Mannmann noch haben, lies sich zumindest dieses Schloss recht einfach reparieren – respektive einen neuen Schlüssel finden.
Bei meinem Briefkasten sah das schon wieder anderes aus, da ein Teil des Aufklebers einfach fehlten und ich keine Schlüssel habe. Wir konnten dann die Schlüssel auf drei Stück (55, 35 und 33) eingrenzen und probierten einfach durch. Passte nicht. Man konnte die Schlüssel nicht mal gänzlich ins Schloss schieben – bei Mannmann schon… ja, auch die drei falschen Schlüssel.

Also holte Schlüsseldienstmeister sein schweres Werkzeug. Einen Hammer und etwa 20 Schraubenzieherdreher. Zwei Minuten später hatte er das Schloss in der Hand, setzte sich in den Kofferraum seines Wagens und fing an die Schlüssel durch zu probieren. Zwar war das Schloss von der selben Bauart, wie die von den anderen Briefkästen, aber neuer – wodurch die eigentlichen Schlüssel auch gar nicht mehr ins Schloss passten. Größentechnisch. Letztlich wurde er beim 500ersten Schlüsselring und einer 5-Schlüsselstarken-Sonderauflage fündig, baute das Schloss wieder ein, ölte beide nochmal kräftig (die anderen hätte er gerne auch – aber wir wollen ja nicht an fremdes Eigentum gehen), vermerkte in seinem schlauen Buch, dass ich bereits ein ausgewechseltes Schloss im Kasten habe und verabschiedete sich wieder.

Junge! Jetzt hab ich endlich meinen eigenen Briefkastenschlüssel! Den ersten seit ich in den Westen gezogen bin!

*.*

Was beim Medizinischen Dienst heraus kam

Bereits am Dienstag habe ich erfahren, was der medizinische Dienst nun entschieden hat. Ich wollte das aber erst verdauen, denn es hat mir durchaus zu schaffen gemacht.
Nein, die schlimmste Befürchtung – das ich für meinen Beruf gesundheitlich absolut untauglich bin oder auf immer erwerbsuntauglich bleibe – wurde nicht bescheinigt.

Viel schlimmer:
Man sah mich noch nicht so weit, dass ich wieder arbeiten könne. Der Beschluss des MDKs wäre daher falsch, ich solle mich wieder eine Arbeitsunfähigkeit attestieren lassen. Eine Kopie des Gutachtens könne diesem gerne zugeschickt werden, sofern ich damit einverstanden wäre.

Klingt erst mal nicht schlecht. Wenn da nicht die Fristen gewesen wären. Hätte der Medizinische Dienst sich drei Wochen eher dazu geäußert, hätte ich noch formal Widerspruch einlegen können, die AU wäre rückwirkend weiter gelaufen und mein Krankengeld hätte sich weiterhin auf mein letztes Gehalt im Oktober bezogen.
Da ich nun aber bereits zwei Monate wieder als „gesund“ gegolten habe und ALG1 bezogen habe, wird das Krankengeld neu berechnet werden müssen. Und zwar aus meinen ALG-Satz. Man darf sich vorstellen, dass das noch mal ein ganzen Batzen weniger ist.

Weiter schlimme Mutmaßung: Wenn ich wieder wieder gesund bin, darf ich erneut ALG1 beantragen – das dann ebenfalls aus dem Satz des aktuellen ALGs berechnet wird.

Man sieht mein Dilemma?
Ich habe mir zwei Tage zeit gelassen, bevor ich zum Hausarzt bin. Nicht weil ich die Entscheidung des Dienstes anzweifle oder ähnliches, sondern einfach nur wegen den Finanzen. Ich habe mich trotzdem AU schreiben lassen – einfach weil ich mich sonst ja weiterhin bewerben müsste.
Aber auch im Krankenstand werde ich mich (ruhig) weiter bewerben – auf ausgesuchte Stellen. So das ich mich vielleicht einfach nur wieder gesund schreiben lassen brauch (was bei langen Krankenständen tatsächlich nötig ist) um wieder zu arbeiten und gar nicht mehr ins ALG rutsche. Ob das so klappt ist die nächste Frage.

Und da dachte ich, ich hätte jetzt endlich aus finanzieller Sicht mal Ruhe, es ist ja fast alles geklärt (auf Wohngeld warte ich immer noch) und dann so etwas.
Der Plan aber: Bei Gelegenheit schon mal vorsorglich den Wisch fürs Hartz IV als Einkommensunterstützung abholen, damit ich das pünktlich einreichen kann, sobald ich den Krankengeldsatz sowie dessen Bescheinigung habe. Danach Wohngeld wieder abmelden.

Mannmann geht an die Sache nebenbei positiver ran: Weniger Gelds kanns jetzt kaum mehr werden. Durchaus eine positive Sichtweise, aber ich sehe das nicht ganz so locker. Man möge mir das verzeihen.