Mein Hund, dein Hund (2)

Über den Stress mit dem Geld hab ich das vollkommen vergessen! Mal sehen, ob es da auch wieder was mit Enrage kommt. 😉

Die erste Familie ist auf jeden Fall interessant. Sie haben sich drei Hunde angeschafft. Zwei davon sind sogenannte Problemhunde, die äußerst bissig waren. Der Rotti trägt dabei rund um die Uhr Maulkorb.
Ich bin kein Maulkorbgegener. Das bringt nicht nur den Menschen Sicherheit sondern durch aus auch dem Hund. Jeder Hunde sollte an einen Maulkorb gewöhnt sein, weil es immer mal Situationen geben kann, wo sie diese tragen müssen. In der Bahn gibt es zum Beispiel Maulkorbpflicht. 😉
Der Führungsstil des Hundebesitzers ist durchaus konsequent, der Hund muss gehorchen. Mag etwas „zu viel“ wirken, aber gerade bei „Problemhunde“, die oft einfach nur megaunsicher sind, sind feste Regeln einfach wichtig. Damit gibt man ihnen die Sicherheit, die sie benötigen und sie lernen, dass man sich an den Mensch orientieren können, wenn sie mal nicht weiter wissen.

Dem entgegen steht natürlich wieder der krasse Gegensatz. Hundeopi der rund um die Uhr verwöhnt wird – inklusive Karneval. Kleidung für Hunde… schwieriges Thema. Bei manchen Rassen durchaus Pflicht. Nach Operationen und ähnlichen ein wirklich gutes Hilfsmittel. Aber einen Golden Retriever ankleiden… ährm… äh… okay. Man darf gespannt sein. 😉

Fies: Der Verwöhner hat Angst vor Rottis.
Ah – nun wird erklärt, dass der Rotti und der Labby nur dann Maulkörbe tragen, wenn Fremde in der Nähe sind – also in der Regel ohne Maulkorb im Haus sind und nur wegen dem Filmteam „gesichert“ sind. Sinnvoll! So weit hatte ich dann auch wieder nicht gedacht.
Auch mein Held – der Tierarzt – erklärt kritisch wie er das findet und wie er die amtlichen Regeln bezüglich der Listenhunde findet. Kein wunder das ich den sympathisch finde – unsere Meinungen decken sich wirklich zu 100%.

Der Verwöhner kommt natürlich nicht mit den strengen Stil des Problemhundehalters klar. Das überrascht mich nicht – die meisten Hundehalter scheinen diesen autoritären Stil einfach nicht zu mögen. Auch die „Spiele“ die er mit den Hunden macht, werden nicht so ernst genommen. Der Rotti soll Herrchen zum Beispiel zum Autoführen, während dieser eine Augenklappe trägt. Beim ersten Mal habe diese Übung wohl 4 Stunden gedauert. Okay. Extrem. Aber dennoch gutes Gehirntraining für den Hund.
Dann massiert Rottihalter den Rotti – Verwöhner findet das nicht gut, denn das wäre Aufgabe der Tierärzte.
Es wurde direkt der Tierarzt gezeigt, der kurz vorm Lachflash stand wegen dieser Behauptung. Liebe Tierhalter: Lasst euch mal von einen Physiotherapeuten für Hunde zeigen, wie ihr eure Tiere massieren könnt. Das kann man selber machen. Und die Hunde finden das gut.

Funfakt: Er hat ein Poster mit der ersten Überschrift: Lymphsystem des Menschens. Direkt darunter die Überschrift: Das Skelett des Hundes. Es ist scheinbar nur ein Poster und nichts überhangenes. Lol.

Auch die Problemhunde haben innerhäuslich Grenzen – sie dürfen nicht in jedes Zimmer – hier ab der Treppe. Ist natürlich voll dämlich, sagt der Verwöhner.
Und auch das Fressen wird moniert. Die armen Hunde bekommen nur einmal am Tag eine große Menge anstatt dreimal am Tag verteilt. Die armen Tiere leiden!
Liebe Leute. Man kann einen Hund auch mal einen Tag lang NICHT füttern, ohne das sie eingehen. Ehrlich. Eine Fütterung am Tag – in entsprechender Menge – reicht durchaus aus. Wenn man dann noch im Training mit Futterbelohnung arbeitet, das sie sich erarbeiten können, langt das dreimal. Ehrlich. Traut euch!

Aber wirklich hat mich die Reaktion des Verwöhners echt nicht überrascht. Konsequenz und feste Regeln sind auch in Rütters Hundeprofi immer ein schwieriges Thema – weil die Halter denken sie schaden den Tieren…

Tag 2 – Konsi (von Konsequenz) beim Verwöhner.
Erstes Thema: Futter. Verwöhner kauft irgendwelches Tierfutter aus dem Discounter. Hrm. Hrmmm. Okay.
Outsch! Der Hundeopi hat einen massiven Tumor in der Schnauze. Dieser wurde einmal weggelasert und bei Wiederauftritt… ignoriert. Okay, man war beim Tierarzt. Der hat aber richtig gesagt, dass man das großflächig entfernen müsste, um die kranken Zellen komplett loszuwerden ooooder eine Chemo, für die der Hund schon zu alt ist. Anstatt einfach mal einen anderen Tierarzt zu besuchen… wird ignoriert. Mein Tierarztheld ist begeistert. Nicht.

Dann geht man direkt mit dem Goldy los. Konsi mahnt wegen Magendrehung. Durchaus korrekt und eine Gefahr. Aber Tierarzt erklärte auch direkt nach: DIESER Goldy ist davon nicht betroffen. Zu alt, zu gemütlich.
Im Gassigang wird nicht gespielt – Hund darf selber machen. Okay, das machen viele Halter, das Konsi am liebsten Jagdspiele mit den machen würde (er jagd den Hund oder der Hund ihn – übliche Hundespiele) wurde gesagt. Dann verhält sich der Hund beim Koten auffällig – nicht nur das er Durchfall hat und dabei auch unverdaute Sachen auswirft – sein Penis lagert sich dabei vor. Leute, das ist nicht normal. Verwöhner hat sich nie Gedanken gemacht. Okay… der hat ja nur nen Tumor, der ja nur metastisieren kann…

Wieder zu Hause lernt man Verwöhners Lebensgefährten kennen (schon wieder Schwule?!), der deutlich konsequenter ist. Man merkt das. Schon allein wie der Hund auf ihn reagiert.
Kommentar Tierarztheld (ich find den echt super): „Hunde haben einen Intelligenzquotienten eines zwei bis dreijährigen Kindes, bin ich voll überzeugt! Und daher wissen sie auch, bei wem man fragen muss um sein ja zu bekommen!“
Das merkt man dann auch bei anderen Themen wie der Sache mit der Verkleidung oder Hund im Bett.

Bei Hund im Bett kam dann etwas, wo ich den Konsi mal widerspreche. Nebenbei auch der Tierarzt. Hunde im Bett hat nichts mit Dominanz zu tun. Klar, wenn man den Hund das verbietet, ist das durchaus dominant – aber der Hund wird nicht sagen „Hey, ich Cheffe!“, nur weil er im Bett liegen darf. Nicht, wenn der ganze Rest stimmt. Statt dessen fördert das die Rudelbindung. Wir liegen doch auch lieber mit unseren Partnern im Bett, Wölfe und Hunde eben auch. Daher sollte man das nicht negativ werten, auch wenn man den eigenen Hund selbst nichts ins Bett lässt. Sieht natürlich anders aus, wenn der Hund dann meint, das Bett gegen die Menschen zu verteidigen, aber das war hier nie der Fall.

Tag 3 – Aussprache.
Die werden sich nicht groß einig. Zu unterschiedlich die Gemüter, zu unterschiedliche Sicht auf die Hundehaltung.
Erster Schreck: Rotti findet den Goldy doof. Lautstark, knurrend, vorbreschend. Okay. Hunde müssen sich nicht mögen und so – aber irgendwie gab es hier eine Enttäuschung, nachdem er seine Hund ansonsten immer recht gut in Griff hatte. Aber da hat er nun was, woran er arbeiten kann. Später verstanden sich die Hunde dann etwas besser.
Im Gespräch merkte man wieder die massive Diskrepanz der beiden Halter. Konsi macht sich unheimlich viele Gedanken über alles – vom passenden Spielzeug bis zu jeder noch so kleinen Regeln. Verwöhner… äh… lest einfach die nächste Zeile:
Verwöhner: „Klar könnte ich qualitatives Futter kaufen, aber wir machen es einfach nicht!“ Dafuq!? Und das nur, weil der Hund das tolle Futter genauso schlingt wie das billige Futter. Arrrrrgh.

Angeblich wären dann Konsis Hunde unglücklich, weil sie nicht alles dürfen (wunderschöner Konter: „Nur weil ich mich nackt ausziehen will um glücklich zu sein, darf ich das trotzdem nicht, weil ich gerade mitten in der Stadt stehe!“) und Verwöhners Hund leidet wegen den Tumor.

Ja, ich bin mal wieder auf der Seite der Konsequenz. Sorry. :/

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Warum mein ALG noch nicht bearbeitet wurde…

Nachdem ich am 30.04. erfahren habe, dass ich zum 02.05. arbeitslos werde, habe ich mich am 02.05. brav und ordnungsgemäß beim Amt vorgestellt. Ich nahm Arbeitgeberbescheinigung und das besagt Schreiben der Krankenkasse mit. Leider verpasste der Antragannehmer mir das Formular für die Krankenkasse mitzugeben, bei dem die Krankenkasse diverse Sachen ausfüllen muss. Er scheiderte weiterhin daran mir zu sagen, dass ich ein Attest vom Arzt benötige, das bestätigt, dass ich aus gesundheitlichen Gründen die Stelle nicht mehr halten konnte.

Da diese beide Sachen bis heute fehlen – und ich nicht mal wusste, dass ich das brauche – wurde mein ALG quasi aufs Wartegleis gesetzt und man wartete auf den Eingang.

Gut, dass ich nun noch ein drittes Mal losrennen darf, denn die entsprechenden Formulare gibt es nicht online als Download. Gut, dass ich nun der Krankenkasse zu eile mahnen muss, denn ich brauche Geld. Ist ja nicht so, als müsste ich als unbescholdener Bürger irgendwelche Fristen einhalten.

Ja, ich bin jetzt gerade massiv überfordert und am Flennen.

Danke Amt.

Ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich habe heute eine schlechte Nachricht nach der Anderen bekommen. Ich fange mal von vorne an:

Damit ich Wohngeld bekomme, darf ich einen gewissen Betrag x nicht übersteigen. Dieser ist logischer Weise abhängig von der Miete im Verhältnis zum Einkommen.
Wenn nun aber mein Einkommen einen Wert y untersteigt, so dass Wohngeld + Einkommen unter dem Wert z liegen, bekomme ich auch kein Wohngeld – dann darf ich Hatz IV beantragen.

Bitte was?
Ja, Beitrag Z steht für das Geld, das ein Mensch in Deutschland mindestens benötigt, um überhaupt Leben zu können. Das Wohngeld selbst wird nur anteilig von der Miete bezahlt. Dadurch kann es passieren, dass ALG1 und Wohngeld weniger als Z ergeben. Ist dies der Fall, darf laut Gesetz kein Wohngeld gewährt werden.

Jetzt kommts:
Wenn ich zur Sicherheit Hartz IV als Aufstockung beantrage und das für diesen Monat noch geltend machen möchte, muss ich das auch diesen Monat noch beantragen. Wenn ich diese aber gewährt bekomme, habe ich kein Anrecht mehr auf Wohngeld. Wenn ALG1 + Wohngeld also dann doch gerade so Betrag Z ergeben würden, bräuchte ich kein Hartz IV.
Um das sicher evaluieren zu können, muss ich nun die Höhe meines ALG1 kennen. Also die echte und nicht die geschätzte. Denn laut Wohngeldbearbeiterin ist das bei mir eine knappe Sache.

Grund genug, dass ich TATSÄCHLICH bei der Arge anrufe und nach dem Stand der Dinge frage.
Ich habe brav meinen Namen und meine Kundennummer genannt, Adresse und Geburtsdatum zum Datenabgleich genannt und dann gefragt. Das erste was ich hörte war:
„Das ist ja seltsam…“
Nein, das wollte ich nun nicht hören – mein Schrecken war groß.
„Haben sie die Arbeitgeberbescheinigung abgegeben?“
Ja, gleich am 02.05. im persönlichen Kontakt.
„Stimmt, da ist sie… seltsam… und der Antrag ist auch vollständig… seltsam…“
Hallo? Sie machen mir Angst!
„Frau Unsoziale, ihr Eintrag hat keinen Status, der wurde scheinbar noch nicht bearbeitet oder eingesehen. Wir sind inzwischen auch bei Mitte Mai mit den Bearbeitungen, daher kann ich mir das echt nicht erklären. Ich werde für sie einen Rückruf vereinbaren – ist das in Ordnung?“

Und nun warte ich auf den Rückruf. Ich bin entsetzt. Verzweifelt. Fühle mich im Stich gelassen. Man hat meinen ALG-Antrag scheinbar irgendwie verbuhselt und übergangen. Toll, da kann ich lange warten.
Ich kann nur hoffen, dass das nun ein wenig Tempo in die Sache einbringt. Ich habe beschlossen das vorerst aus zu sitzen und das Aufstockunhgs-Hartz IV erst im Juni zu beantragen, wenn ich genaue Daten habe. Denn eigentlich will ich lieber ALG und Wohngeld – schon allein deswegen, weil man als ALG1er man ein ganz anderes Verhältnis zu den Bearbeitern hat als in Hartz IV. Mag ein Vorurteil sein, aber mir ist damit wirklich wohler.

Aber… irgendwie kann ich nun die Leute verstehen, die jammern, dass die Asylanten so viel Geld für nichts bekommen. Ich weiß (!) zwar, dass die auch nicht viel bekommen und mit ihren Geldern tatsächlich noch unter dem Hartz IV-Satz liegen, aber Bauchkrummeln macht das eben doch. Könnte besser und mehr Geld ausgezahlt werden, wenn wir diese Last nicht tragen müssten? Wäre dann nicht die Rede von Rente ab 70 und Altersarmut?
Ich weiß es ehrlich nicht. Kann sein, dass ich gerade irgendwie unter Schock stehe.
Klar ist: Ich bereue zum ersten Mal wirklich und sehr stark meine Berufswahl. Klar, ist ein toller Job, macht Spaß und ist wichtig für die Gesellschaft. Aber mit etwas mehr als 100€ über den gesetzlichen Mindestlohn (!) bringt einen das alles nichts, wenn man bei schuldlos ins soziale Netz gerät. Sieht sehr, sehr, sehr dünn aus hier, das Netz.

Da ist gutes Geld teuer

Momentan geht es mir nicht so gut. Klar bin ich immer mal wieder guter Dinge und kann lachen und so – aber die Sorgen geben mir jeden Abend einen heftigen Dämpfer, der von Tag zu Tag schlimmer wird.

Aktuell habe ich nämlich immer noch keinen Bescheid von der Arge, ob und in welcher Höhe ich denn nun ALG 1 bekomme. Meine Ersparnisse reichen noch für einmal Miete und Strom, dann sind sie weg. Scheiß Situation.
Dazu kommt, dass ich morgen zur Sozialstelle wollte (und auch muss) um Wohngeld zu beantragen, da mir laut Rechnung weniger als 700€ ALG zustehen – jetzt sollte das mit dem Wohngeld aber klappen. Ich habe auch schon alle Unterlagen parat. Was fehlt? Die Höhe meiner Einkünfte, also das ALG. Solange ich das nicht weiß, wird man mir kein Wohngeld zugestehen. Allerdings >muss< ich es diesen Monat noch beantragen, damit der Mai noch mit unterstützt wird… WENN ich denn überhaupt Wohngeld bekomme.
Verzwackte Situation, die mir ganz viel Bauchweh bereitet.

Das dann gerade diese Woche auch noch der Warcraft-Film angelaufen ist, auf den ich mich durchaus schon gefreut habe und meine Freunde ihn schon ALLE gesehen haben, macht es auch nicht besser. Selbst den Kinodienstag kann ich mir nicht leisten und Mannmann lässt sich, was das Geld anpumpen geht, kaum erweichen. Okay – kein großes Drama. Aber das ist quasi so ein steter Tropfen auf den Stein, der es nun auch nicht wirklich besser macht.

Wenn ich morgen wieder zu Hause bin, werde – und muss – ich die auf der Arge anrufen und nachfragen. Nicht das meine Online-Einreichung doch schief gegangen ist – eine Reaktion kam nämlich trotz Ticket meiner Bearbeiterin nie. Finde ich äußerst charmant.

Und natürlich habe ich durch diese Situation total verbaselt, mir ein neues Rezept für Bisoprolol zu hohlen. Seit Freitag habe ich keine Tabletten mehr – und kein Geld um die Rezeptgebüren zu zahlen. Die einfachste Lösung DAFÜR wäre eine Befreiung zu beantragen, bei der ich nachweisen muss, dass ich bereits 2% meines Jahresgehalt in Medizinprodukte versenkt habe. Dumm: Ich habe momentan ja gar kein Jahresgehalt – bzw. habe ich eines, aber eben nicht vollständig und unklar in welcher Höhe.
Aber hey: wenigstens hier wird mir Mannmann Geld geben. Da bin ich mir ziemlich sicher (auch wenn ich ihn noch gar nicht gesagt habe, dass die aus sind… määäh).
Das wäre noch nicht mal sooo tragisch, wenn ich das Fehlen der Tabletten nicht merken würde. Ich nehme die ja nicht wegen Bluthochdruck, sondern weil mein Herz galoppiert als gebe es keinen Morgen mehr. Und das spürt man. Mich quält zur Zeit, besonders wenns gerade ruhig wird und ich nichts zu tun habe, die Angst, dass mein Herz komplett den Kasper macht – also nicht nur tachykardiert sondern direkt ins Flattern übergeht

Daher ist die Situation momentan einfach nur beschissen. Auch wenn ich darauf hoffen kann, dass alles noch einen guten Ausgang hat, meine ALG-Bescheinigung vielleicht nächste Woche kommt und damit alle Geldsorgen erst mal ein wenig abgemildert werden. Gewährtes Wohngeld wäre dann wieder top – und bei voraussichtlich 680€ ALG und einer Miete von 400€ (kalt!) sicher drin. Hoffe ich. Bete ich. Wenn nur die Arge endlich aus den Knick kommen würden. 😦

Edit:
Während ich diese Zeilen tippte, kam ich auf die Idee mal auf der Website der Arge nachzusehen, ob es da irgendwelche Infos gibt. Kann ja durchaus sein.
Leider ist das dort auch nicht der Fall. Und auch ein erneuter Blick ins Konto erwies sich dahin gehend als gut, dass ich minimal mehr Geld drauf habe als erwartet – wird mich aber trotzdem nicht über den April Juni (danke Obelix) bringen – aber immer noch kein Geld durch die Arge eingegangen ist. Hätte ja sein können, dass die Geldüberweisung schneller ist als die Benachrichtigung.
Nichts desto trotz habe ich einfach mal eine Nachfrage an die Arge gesendet – online – ob man einschätzen könne, wie lange die Bearbeitung noch dauert. Ich bin mal gespannt. *seufz*

Tage, die keiner braucht

Ich stellte heute morgen als Erstes fest, dass es furzegal ist, wann ich ins Bett gehe. Vor 12 Uhr wache ich nicht auf. Ich habe diese Nacht mal wieder 12 Stunden geschlafen. Blöder Eulenrhythmus. Geplant war eigentlich irgendwann zwischen 8 und 10 Uhr aufzustehen, um recht früh in den Nichtreal zu kommen, aber dem war dann halt nicht so.

Im Nichtreal stellte ich dann mit vollen Einkaufskorb an der Kasse fest, dass meine Geldkarte nicht da war.
Meine EC-Karte diente bei meiner Bahnfahrt in die Heimat als Identifizierung. Bei Online-Tickets muss man nämlich etwas angeben, dass dem Schaffner zeigt, dass hier die richtige Person fährt. Früher ging das nur mit Kreditkarte und Bahncard, inzwischen auch mit der EC-Karte. Da ich keine Kreditkarte hatte und die Bahncard mit dem Fahrkartenkauf verband, konnte ich nur die EC-Karte angeben. Und um im Zug nicht ewig kramen zu müssen, wenn der Schaffner nicht kommt, aber auch die Geldbörse nicht ständig offen liegen lassen muss, habe ich dann Bahncard, EC-Karte und Fahrkarte in den eReader – bzw. dessen Schutzhülle – gelegt. Das klappt ganz gut, hab ich schon öfter so gemacht.
Als ich dann nach Hause kam, musste ich furchtbar dringend groß auf Klo. Also eReader geschnappt und der Wohnung stinkekräftig gezeigt, dass ich wieder da bin. Die noch in der Hülle befindlichen Karten hatte ich dann einfach auf das Schränkchen gelegt, wo ich meine Toilettenlektüre immer ablege. Nach dem ich fertig war, hab ich DARAUF den Reader gelegt. Und seit dem habe ich nur noch Pokemon auf dem WC gespielt anstatt zu lesen.
Mit anderen Worten: während ich samt Geldbeutel, 20€ Bargeld und einen vollen Einkaufswagen an der Kasse stand, lag meine Geldkarte immer noch im Bad. Freude.

Zum Glück ist das Nichtreal recht kulant. Habe (ohne die Ware aufs Band zu legen) mein Problem erklärt und durfte den Wagen an die Seite stellen, damit ich meine Geldkarte hohlen kann. Also Viertel Stunde schnellsten Fußmarsches wieder nach Hause, mit den Rad (ich wollte nicht nochmal laufen) in Windeseile wieder zurück, die mysteriösen Produkte, die ich NICHT eingepackt (und auch nie einpacken würde) aus den Wagen gelesen und bezahlt. 22€. Ernsthaft. Ich hatte zwar nur einen 20€ Schein dabei aber auch noch 5 – 10€ in Münzen. Entsprechend doof blickten mit die Kassiererinnen auch an. Ich hatte aber nicht wirklich im Kopf mitgerechnet und den Einkauf aufs Doppelte geschätzt. Man sah es mir nach.
Anschließend wieder zu Fuß nach Hause – die Tasche passte zwar in mein Megakörbchen, war aber zu voll, um sicher damit nach Hause zu fahren, ohne etwaige Produkte zu verlieren. Muss ja nicht sein.

Nun bin ich, als ich das erste Mal losgelaufen bin, recht schnell aufgebrochen und habe nur kurz aus dem Fenster geschaut, um das Wetter einzuschätzen, anstatt mal die Wettervorhersage zu konsultieren. Es war bewölkt und recht duster.
Also habe ich meine lederne Übergangsjacke angezogen. Und bei meinen kleinen Rundgang war ich zu gestresst, um die Jacke auszuziehen. Als ich wieder zu Hause ankam, war ich total überhitzt und stand kurz vor einer Ohnmacht. Glücklicherweise war Mannmann zu Hause und konnte mir so recht schnell Wasser einflösen, weil ich mich einfach an der Haustür auf den Hosenboden gesetzt hatte (geplant, aber länger hätte ich nicht mehr stehen können). Nachdem ich meine Körpertemperatur dank Dusche und reichlich Wasser wieder abgesenkt hatte, konnte ich dann meine Tasche auspacken.

Natürlich hatte ich vergessen Mozzarella zu kaufen und natürlich haben wir nur noch einen Klumpen eingefroren. Narf. Nja – gehe ich morgen nochmal ins Netto.

Danach legte ich mich ins Bett, vollkommen erschöpft, und machte späten Mittagsschlaf. Volle 5 Stunden lang. ._.
Na toll!

Aber eine gute Nachricht gab es heute dann trotzdem: durfte heute einen neuen Dauertermin in den Kalender eintragen:

Und ja, der Name bleibt.

Fundstück: Funfacts zu Anglerfische

Ich muss zugeben, dass mein Interesse an Tieren schwindet, um so fischiger sie werden. Haie sind als große Jäger noch gut dabei, Rochen ebenso, aber dann wirds immer dunkler im Allgemeinwissen. Okay. Moränen sind da auch noch – die find ich süß. Fische sind langweilig. Also für mich. Faszinierend – ja. Schön anzusehen – durchaus. Lecker – mitnichten. Daher schaue ich mir auch selten Unterwasserdokumentationen an, solange da nicht mindestens drei Orcas, vier Buckelwale, fünf Haie und sieben Mantas vorkommen (zugegeben – ganz so kleinlich bin ich nicht).
Nun bin ich auf ein Video gestoßen, dass ein paar nette Fakten zu Anglerfischen aufarbeitet.
Mein Interesse an Fischen ist damit nun nicht geweckt – aber die Fakten finde ich einfach nur… Wahnsinn. Und der Sprecher untermalt das auch noch mit schönen, sarkastischen Ton. „Modischer Kaschmirschal in der Konfektionsgröße einer arglosen Garnele“ – schön. 😀

PS:
Nur deswegen werde ich mir nun keine Fisch-Dokus ansehen. Ich bin eh immer auf der Seite der Jäger und meine Favoriten habe ich bereits genannt. 😉