Ein Blog, zwei Blog, drei Blog, vier Blog, fünf Blog, ….

WMF hat dieses Mal eine ganz interessante Frage gestellt. Es geht um multibles Bloggen. Ich bin ja mal gespannt, was Ed dazu schreibt. 😀

Als ich den Prä-Unsoziale-Blog noch hatte, habe ich insgesamt drei Blogs geführt. Einer war für Kochen, einer für ein Hobby und einer für den Alltag gedacht.
Leider fiel beim Hobbyblog nicht viel an, Lust mir was aus der Nase zu ziehen hatte ich auch nicht und so schrieb ich das Thema dann doch im Hauptblog. Ungefähr das selbe galt für den Kochblog, nur dass ich kochen hasste und ich nicht wirklich gute Fotos schoss. Damals hatte ich die Spiegelreflex noch nicht und mein Handy ist eher suboptimal. Und als ich die Kamera hatte, war ich noch lange nicht gut. Ich habe just heute erst meine alten Bilder durchgekrammt, um das Urlaubsbild mit der Hyäne zu machen und dabei sind mir die qualitativen Unterschiede zu den Fotos in diesem Jahr massiv aufgefallen. Gut, ich arbeite inzwischen deutlich mehr mit den automatischen Funktionen (nein, nicht „Auto“, aber Portrait oder Landschaft oder Bewegung oder Makro… und natürlich Autofokus, da ich mich dafür echt zu dämlich anstelle) aber mein Blick für Motiv hat sich seit dem auf jeden Fall auch geändert. Ob zum Guten oder Schlechte kann ich nicht sagen. 😀

Wie auch immer… der Kochblog schlief dann recht schnell ein, auch wenn ich ihn immer noch besuche, wenn ich bestimmte Gerichte kochen will. Die Rezepte dafür sind nämlich nur dort zu finden. *räusper*

Inzwischen habe ich eigentlich nur noch den Blog hier. Hatte ich zumindest vor.
Und dann bekam ich von einer Freundin ein Angebot. Sie hat das selbe Hobby wie ich und führt einen beeindruckenden Blog darüber. Inzwischen bin ich da Co-Autorin und darf mich austoben. Passt so weit und erinnert mich daran, dass ich mal wieder einen Artikel schreiben wollte. Nja… vielleicht nach den Urlaub (während dessen wird Mangels Bilder schwierig…). Und nein, ich werde euch das hier nicht nennen. Wer den Blog findet: Okay. Aber bitte keine Rückschlüsse geben, Danke. 🙂

Insgesamt bin ich aber mit einen Blog gut ausgelastet. Inzwischen ist (wie schon vorher gedacht) die Übermotivation zurück gegangen, so dass ich nicht mehr jeden Tag mehr als 2 Artikel raus haue. Mittlerweile sind auch schon Tage gewesen, in denen ich fast nicht gebloggt hätte, weil mir einfach nichts einfiel (aber dann kam das Leben dazwischen :D).
Ich finde das okay. Ich werde mir auch definitiv nicht „noch einen“ Blog anschaffen. Eventuell werde ich die Kochfraktion hier wieder etwas abtrennen, dann aber eher so wie Ed es auch macht. Also Unterseite quasi. Wenn ich jemals die Muße habe, herauszufinden, wie man das macht. Bisher war die nicht da. Und ed, du bist still!

Und unter uns:
Ich habe noch zig andere Medien, wo ich mich auslassen darf – bzw. das einfach mache. Neben anderen Blogs auch noch Foren, Imageboards und ähnliches. Und irgendwie liegen mir zu Zeit vier Leute in den Ohren, dass ich auch noch ein Buch schreiben soll. Ich wüsste nicht über was (die Bessere: über dein (also mein) Leben; Psychodoc: „Über Tiere und andere Funfacts! Sie können das so toll erklären!“; Andere: „Is wurscht, du schreibst super!“) und hab dafür auch nicht das Durchhaltevermögen.

So – nun bin ich aber wirklich im Urlaub. 😉

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WMF: Himmelfahrt, Vatertag und Mutters Küche

WMF macht Pause. Frechheit. Ich nicht. Ich feiere mangels Anhängsel zwischen den Beinen keinen VaterMännertag.
Das selbe gilt auch für Mannmann – allerdings obwohl er einen entsprechenden komischen Auswuchs hat.

Statt dessen haben wir uns beide einen Ruhigen gemacht. Kein Haushalt, kein kochen, keine Gedanken über die unmittelbare Zukunft. Da wir beide Atheisten sind, haben wir auch keine Himmelfahrt begangen.
Statt dessen hat Mannmann den Tag auf dem Sofa verbrachte, erklärte mir wie er morgen gedenkt seinen Arbeitstag zu überstehen (in Homeoffice, Guidevideos drehend, Serie in Hintergrund laufend, solange er nicht reden muss). Ich dagegen dachte mit Entsetzen daran, dass ich morgen einkaufen muss. Paprika, Schaschlik (-Zutaten), Creme Fraiche, Frischkäse, Bacon, Chlorreiniger, Dickmacher, Getränke. Ich bin jetzt schon total begeistert, da ich wegen dem Fleisch zum Nichtreal muss. Und das nach einem Feiertag. Freude!

Mein Bruder und mein Stiefvater werden dagegen sehr wohl Männertag begangen haben. Entweder auf die traditionelle Weise – mit dem Fahrrad und nem Anhänger voll Bier quer durch den Busch – oder auf die sinnvolle Weise – Mutters Küche renovierend.
Mama konnte nämlich ENDLICH durchsetzen, dass die Küche erneuert wird. Da die Einrichtung dort wesentlich älter als ich ist, wird das auch mal Zeit. Bis dato fehlte aber das Geld – nun brachte ein vergessener Bausparvertrag dieses ein. Dennoch fiel die Entscheidung für die Küche noch schwer… bis Mutter im Januar in einem Anfall von Ordnung und Putz den Schrank mit den Kochtöpfen ausräumte und ein paar der alten, nicht mehr gebrauchten Kochwaren spenden wollte. Dahinter kam eine riesige Schimmelfront zum Vorschein. 😐
Nach einigen hin und her hatte man auch den etwaigen Grund gefunden. Vor einigen Jahren bekam das alte Haus (ca. 150 Jahre) einen neuen Putz außen dran. Das in der DDR moderne Kotzgelb wurde durch rosa ersetzt. Ernsthaft. ROSA. Gut das ich da nicht mehr wohne. Obwohl mitten im Sommer gab es genau bei der angedachten Verputzung des Hauses heftige Aprilwetterschwankungen. Hagel, Regen, Gewitter, hohe Luftfeuchte, etc., pp.
Vermutlich kam es dabei an einer Ecke zu Probleme. Mein Elternhaus hat in der Oberansicht nämlich nicht vier sondern sechs Ecken und das Haus hat eine leichte L-Form. Die kurze Seite innen besteht dabei im Erdgeschoss aus einem Vorzimmer, das zwar einen gewissen Nutzen hat aber letztlich nur als Schleuse zwischen Hof und Ommas Küche dient. Direkt darüber ist Mamas Küche. An der äußeren Wand sind die Badezimmer bzw. Ommas Waschküche angelegt.
Nun besteht das Problem, dass dieser innere Winkel so ziemlich jedes Wetter abbekommt. Vermutlich ist durch die damaligen Witterungsbedingungen der Putz zu langsam durch getrocknet und/oder es gab Probleme mit der Dämmung. So konnte sich genau dort der Schimmel einnisten, der sich dann in den dort stehenden Schrank eingefressen hat.

Wie auch immer:
Der Schrank war an der Stelle nicht mehr zu retten, die Tapete hin und das Mauerwerk… denken wir nicht drüber nach. :/
Mit den Argument „Schimmel“ und „Schrank nicht mehr zu gebrauchen“ und „gibt kein Ersatzteil mehr, weswegen eh die ganze Schrankzeile samt Überhänge erneuert werden muss“ knickte mein Stiefvater endlich ein und Mama bekommt ihre neue Küche.

Seit dem ist man an bauen und planen. Was sie nun genau mit der Wand gemacht haben, weiß ich nicht so recht. Auf jeden Fall hat man nach der Entfernung des Schimmels da nun reichlich Badfarbe drüber gepinselt. Zudem wurde die Heizung (Alter: 35 Jahre) ausgetauscht gegen eine neuere und vor allem Kleinere. Die Aktuelle glänzt nämlich dadurch, dass der Regler hinter der Eckbank verschwindet und nur mit Mühe gedreht werden kann, während auf der anderen Seite der neue, geplante Schrank nicht mehr geöffnet werden könnte. Der uralte Bodenbelag (Alter?) wurde runtergerissen und neu ausgelegt. Bis auf den Spülschrank sind fast alle alten Schränke bereits weg. Ein Schrank steht provisorisch im alten Zimmer meines Bruders, das direkt an die Küche angrenzt. Das Zimmer soll eh zur Vorratskammer werden, da ist das nicht schlimm. Die Wände sind inzwischen durch einen Fachmann betrachtet, durch einen anderen tapeziert und Mutters geliebte, neue Fototapete angebracht.
Die ehemals braune Decke erstrahlt nun in weiß, wobei die alten Deckenpappfließen (k.P. wie man die nennt) belassen und einfach nur übermalt wurden. Auf den Fotos sah das recht edel aus.

Damit alles den rechten Weg geht, hat auch Cerberus geholfen und sich stets dort niedergelegt, wo sie definitiv im Weg war (gibt da einige Fotos von… so ein kleiner Jackrussel kann ein riesiges Hindernis werden.).
Geplant ist, dass bis Freitag nächste Woche alles fertig ist. Denn am Dienstag nach Pfingsten kommt die neue Küche. Mama hat schon gedroht, dass ich mithelfen müsste, wenn bis dahin noch was gemacht werden muss, aber meine Drohung („Dann komme ich nicht vorbei!“) hat Wunder gewirkt. Auch wenn Muttern ihren Geburtstag hasst und an ihr Alter ungern erinnert wird (sie wird 50) – das ist der Grund warum ich nächste Woche mal wieder zu Hause bin und bei einem Besuch pro Jahr will sie das nicht aus Spiel setzen. Also hat sie den Männern ordentlich eingeheizt (und den Hund aus den Haus geworfen).

Insofern würde es mich nicht wundern, wenn Zecke und D-Mann #1 zur Himmelfahrt ordentlich ran mussten. 😉

Ansonsten verlinke ich trotzdem mal dem WMF-Artikel, vielleicht sind ja auch andere Blogger ganz bloggerfreudig zur Himmelfahrt.

Ich, das Naivchen

Mannmann hat ein Hobby. Dieses nennt sich „Tucktuck verarschen“. Tucktuck – das bin ich. Und ich lasse mich immer sehr gut verarschen.

Wenn Mannmann mir Dinge erklärt, dann glaube ich ihm das. Jedes einzelne Wort. Mir kommt nicht mal in den Sinn, dass er gerade lügt. Höchstens, dass er sich irrt – das kommt aber nur dann vor, wenn ich es mal besser weiß. Darum sucht sich Mannmann immer Themen aus, wo das definitiv nicht der Fall ist. Und ehrlich: da hat er VIEL Auswahl, denn mit meiner Allgemeinbildung ist es nicht weit und die, die ich hab, konzentriert sich auf die wenigen Dinge, die mich mal interessieren.

Ein genaues Beispiel kann ich nun nicht nennen, aber nehmen wir mal ein Beispielbeispiel.
Mannmann erklärt mir, dass Bäume verkehrt herum wachsen. Also die Krone eigentlich die Wurzel und die Wurzel eigentlich die Krone ist. Da ich es hier eigentlich besser weiß, würde ich darauf nicht hereinfallen, aber nehmen wir mal an, dass ich noch NIE einen Baum gesehen habe. In meinem ganzen Leben nicht. Und auch andere baumähnliche Konstrukte – wie Blumen, Sträucher und anderes Gebüsch – sind mir vollkommen fremd.
Mannmann würde erklären, dass die Wurzeln oben sind, weil ein Baum hauptsächlich von Sonne und Regen lebt und somit die empfindlichsten Teile nach oben schickt, denn dort fallen die Nahrungsmittel zu erst hin. Die empfindlichsten Teile vom Baum – also die Blätter – müssen dagegen geschützt werden und das macht man am besten unter einem dicken Schutzschild: der Erde.
Er würde dann noch etwas wissenschaftlicher werden und irgendwas mit Chlorophyll und Harz erzählen, um es authentischer zu machen.
Und ich? Ich sitze mit großen, staunenden Augen daneben und versuche mir den Kopfsteherbaum vorzustellen. Am nächsten Tag würde ich zu einem Leute gehen und ihm von dem Kopfsteherbaum erzählen. Und wenn er mir nicht glauben würde, wäre ich furchtbar erbost über seine Uneinsichtigkeit.

Der Einzige, der mit den Zahn wieder ziehen kann, wäre Mannmann selbst. Der amüsiert sich bis dahin aber köstlich über mich und lacht sich bei der Aufklärung immer einen Ast ab.
Laut meiner Schwägerin liebt er mein Gesicht, dass ich während der Geschichte und vor allem bei der Aufklärung zu machen pflege. Ich bin nämlich eine talentierte Grimassenschneiderin – auch wenn ich das eher unbeabsichtigt mache.

Genau so – aber bei weitem nicht so heftig – funktioniert das auch bei jeden anderen Menschen.
Wenn mir Frau X zum tausensten Mal erzählt, dass sie ihre Tabletten verloren hat oder ihre Tasche geklaut hat, dann stelle ich ihr leichtgläubig ein neues Rezept aus. Gut, wenn hier weniger leichtgläubige Kollegen eingreifen. Wenn jemand was erzählt, was alle anderen tierisch aufregt, weil das eine olle Angebernase ist, dann verstehe ich meist nicht wieso, weil ich nur die Erzählung sehe und nicht zwischen den Zeilen lesen kann. Lügen, Halbwahrheiten? ja, ich weiß das es so etwas gibt. Aber ich sehe mich instinktiv nie als Betroffene. Das braucht schon gehörig Denkarbeit meinerseits bis ich misstrauisch werde. Insbesondere wenn die Geschichten aus vertrauenswürdigen Quellen – wie meine Mutter, Freunde, Familie und so – kommen.

Ähnlich ergeht es mir mit Nachrichten, Blogs und co. Verwirrend wird es vor allem, wenn zwei Quellen über ein und die selbe Sache vollkommen unterschiedlich berichten. Ich will nämlich immer beiden glauben – und nicht immer lässt sich das vereinbaren. In der Regel bekomme ich dann Kopfschmerzen.

Ein wenig begründet sich dadurch meine Paranoia. Naivchen sein und es nicht merken ist wesentlich einfacher als Naivchen sein und durch die Reaktion der anderen Leute feststellen, dass man mal wieder viel zu vertrauenswürdig war.
Als Letztes fängt man dann nämlich an zu hinterfragen. Und zwar ständig. Man neigt dazu, bei jedem das gute zu sehen und hinterfragt, ob es nicht doch bitterböse gemeint war. Dadurch weiß man erst recht nicht mehr, was man glauben soll und was nicht. Wenn Müpfi sagt, dass sie mich voll lieb hab… gelogen oder nicht? Wenn die Bessere meint, ich kann voll gut schreiben… gelogen oder nicht? Wenn Mannmann sagt, ich sei süß… gelogen oder nicht? Wenn der Spiegel schreibt, die Flüchtlingskrise sei beendet… gelogen oder nicht? Mein Instinkt sagt nicht gelogen, mein Verstand sagt gelogen, mein Bauchgefühl summt Tetris.
Erfahrungsgemäß treffe ich oft genug nicht die richtige Wahl. Da habe ich etwas als Lüge klassifiziert, was voll ernst gemeint war und andersherum. Darum schwanke ich gerne von ein Extrem in das Nächste. So glaube ich ein paar Tage lang jeden alles und wenn er behauptet, es regnet U-Boote vom Himmel, und dann wieder unterstelle ich jedem, dass er mich anlügt. An Sicherheit fehlt es aber so oder so komplett.

Und ich selbst?
Wenn es drauf ankommt, dann kann ich nicht lügen. Ich platze regelrecht mit der Wahrheit und mit nichts anderem als der reinen Wahrheit heraus. Selbst wenn die (Not)Lüge die bessere Wahl gewesen sei. So sagte ich D-Mann #1 er sehe mit seiner neuen Brille voll idiotisch aus, anstatt feinfühlig zu loben, denn er tat sich schwer damit, nun zu den Brillenträgern zu gehören. Als mein Bruder das erste mal einen verhassten Anzug anziehen musste? „Siehst du bescheuert aus!“ anstatt „Wow, der steht dir!“ zu sagen.
Notlügen, Halbwahrheiten und echte Lügen kommen daher nur, wenn ich wirklich lange und ausführlich darüber nachdenken konnte und dann sind sie nicht schlüssig oder glaubwürdig. Klappen tut das nur, wenn ich die Lüge selber glaube.

Wenn WMF also fragt, wie es mit der Wahrheit bei mir im Blog aussieht, dann so:
Ich schreibe nur, was sich selber glaube, gemixt mit der einen oder anderen Minilüge, die aber niemanden schadet und letztlich nur der Anonymität dient.

Webmasterfriday: Entschleunigung bitte

Im Zuge des dieswöchigen WMF geht es um die Globalisierung. Alles muss spontan sein, alle Infos muss man sofort haben, immer erreichbar sein.

Ich finde das ausgesprochen untoll. Nicht wegen schneller Infos, die man eben mal bekommen kann – das finde ich äußerst praktisch, wenn man selber mal was wissen will, anderen von seinem Wissen überzeugen muss oder sich in der Pampa verlaufen hat. Da sind Wikipedia, Google, diverse Map-Apps und co schon ein Gewinn und – da bin ich ehrlich – möchte sie auch nicht mehr missen.
Wenn jetzt gewisse Einrichtungen noch modernisiert werden würden um auf das neue Zeitalter zu aktualisieren, fände ich das ganz klasse. Diese komischen kleinen Vierecke, die auf magische Ebene irgendwelche geheimnisvollen Infos enthalten, könnte man zum Beispiel öfter verwenden. Einfach mit dem Handy drauf halten und schon hat man die Infos to go. Anzeigetafeln sind zwar auch noch eine Möglichkeit – aber wenn Handy jetzt noch die besuchten Vierecke sortieren würde (zum Beispiel nach Datum und Ortschaft und in welcher Reihenfolge man die Vierecke gescannt hat) und die Infos auch nachträglich sortieren könnte, hätten Blogger es einfacher ihre Erlebnisse besser zu schildern. Beispiel Zoo, Museum, Messen usw. usf.
Da überlegt man dann nicht mehr, ob das Teil da mit Rinde und Blätter nun eine Kastanie oder eine Buche war, da schaut man eben fix auf die gescannten Infos – an denen praktisch gleich ein Bild vom Ding dran hängt – und schon weiß man: das war ne Trauerweide Mensch!

Aber abgesehen von diesen wirklich grandiosen Neuerungen und Wünschen… würde jemand ein Gerät erfinden, dass genauso winzig wie ein Handy Smartphone ist aber keine Kommunikationsmöglichkeiten bietet – außer man installiert darauf Skype oder Hangouts und benutzt es dann mit Blauzahnzeug – ich würds mir kaufen. Ich mag diese ständige Erreichbarkeit nicht – auch wenn ich gerne mit Leuten chatte. Entsprechend oft liegt Handy auch irgendwo rum, wo ich es dann erst mal suchen muss. Und meistens suche ich es dann, wenn jemand nach „hast du das Bild gesehen, was ich dir geschickt habe?!“ – öh… nöööö? Warte mal kurz ne Stunde, ich muss erst mal mein (standardmäßig auf „nur brummen““ eingestelltes) Dingens suchen. Ganz erbost ist auch immer Mama, wenn ich nicht zeitnah auf etwas reagiere, ihr länger als zwei Monate nichts geschrieben (Telefonate zählen nicht) oder auf ihren Anruf dort nicht reagiert habe. Und die kennt immerhin meine Macke mit dem dummen Ding.

Aber auch allgemein die Spontanität, die damit einher geht. „Wollen wir uns eben treffen?“ – oh nööö… ich wollte doch lieber zu Hause rumgammeln. Aber gut. Das jeder meine Handyfaulheit kennt und Popups lesen nicht als „wurde gelesen“ markiert (sondern nur als empfangen), reagiere ich dann halt Stunden später mit „oh sorry, hab ich nicht gesehen!“. Zugegeben… das mache ich nicht oft – zumindest nicht absichtlich, denn in der Regel HABE ich es Stunden zu spät gesehen.
Ansonsten? Die meisten meiner Apps dürfen sich kaum von selber melden. Tun sie das doch, dann nervt es mich und ich stelle das ab. Hangouts und WhatsApp sind da die großen Ausnahmen. Dadurch werde ich gar nicht allzu sehr beschleunigt und werde auch nicht zugebombt mit „das ist neu“ und „HIERHIERHIERHIERHIERHIER!“.
Im Internetz ist das schon wieder anders. Da habe ich meine Websites als Startseite und die sind handverlesen. Da nervt mich nichts, was ich nicht will. Und da ich auch keinen RSSReader und ähnliches nutze, können mich auch die Blogs nicht überrennen – außer ich surfe sie bewusst an. Facebook nutze ich nicht, Google+ hat kaum Kontakte und das einzige was mich ab und zu über Neuerungen in Kenntnis setzen darf, ist Youtube. Und Amazon. Und Blizzard. Okay – das war es jetzt aber. 😀

In sofern ist mein Leben gar nicht so schnell und unter Druck wie das des Standardmenschen. Einfach weil ich es gar nicht erst zulasse und meinen Standrechner einfach nur liebe. Wenn ich mit einem Tablet oder gar Handy/Smartphone (oder gar Scheißetops) das machen würde, was ich mit den Rechner mache… ich glaube ich würde WAAAAAHNSINNIG werden. Und das entsprechende Gerät würde recht schnell hochkant aus dem Fenster fliegen. Ich würde sogar extra auf den sonst gemiedenen Trockenboden steigen, damit der Sturz tiefer und die Kaputtwahrscheinlichkeit höher wird.

Webmasterfriday: Jugend und Bildung

Heute geht es im WMF mal um was ganz Elementares. Bildung bei der Jugend. Mangels Kind und Kinderwunsch ist das nun eigentlich kein echtes Thema für mich, aber wie es der Zufall will, habe ich erst heute mit Psychodoc über meinen weiteren Wertegang gesprochen.

Als gebürtiger Ossi auf dem Land, hatte man nicht wirklich die Wahl was Schulen betraf. Alle Kinder der Dörfer gingen einfach auf die Grundschule in der direkten Nähe (20km entfernt) und die geht in unserem Bundesland bis zur sechsten Klasse. Da sind keine Orientierungsjahre dabei oder so – ab der fünften Klasse hatten dann alle Erdkunde, Physik und Englisch als zusätzliches Fach zu Deutsch, Mathe, Biologie, Kunst, Musik und Sport. Das ging dann bis zur Mitte der 6. Klasse, wo man dann ein Lehrer-Eltern-Schüler-Beratungsgespräch für den weiteren Wertegang bekam.
Man hatte die Möglichkeit auf die Gesamtschule oder auf das Gymnasium zu gehen. Die Gesamtschule war auf dem selben Gelände wie die Grundschule, hatte aber darin seinen eigenen Block. Die Schüler wurden in insgesamt 5 Fächern – Mathe, Deutsch und Englisch ab der siebten und Chemie und Physik ab der neunten Klasse – in den Grundkurs und den Erweiterungskurs unterteilt, dazu kamen dann noch zwei Wahlfächer – ebenfalls eines ab der siebten und eines ab der neunten Klasse – bei denen man sich zwischen drei Richtungen entscheiden konnte. Diese Richtung konnte im Nachhinein nicht mehr geändert werden.
Das Gymnasium war an einem vollkommen anderen Standort – nochmal einmal 15km von der Grundschule und insgesamt 27km von meinen Heimatort entfernt – und hatte sich auf Sprachen spezialisiert. Um dort lernen zu dürfen, musste man mindestens zwei Fremdsprachen beherrschen erlernen.

Nun war ich in der sechsten Klasse immer noch mit meinen argen Deutschproblemen behaftet. Englisch habe ich – wie heute auch – gehasst und war für Buch mit sieben sichtbaren und etlichen unsichtbaren Siegeln. Meine Klassenlehrerin war zwar der Meinung, dass ich generell das Zeug für das Gymnasium hätte, aber nicht dem vor Ort.
Jetzt kam noch eine zweite Schule in Frage, die ich aber nicht mehr einfach eben so mit den Schulbus erreichen konnte. Ich musste dann jeden Morgen von meinen Eltern zur 27km entfernten Stadt fahren, damit ich einen Bus in einen weiteren Ort erreichen könnte, wo ich dann wiederum in einen anderen Bus hätte steigen müssen, der dann wieder ein Schulbus war und das Alternativgymnasium anfuhr. Von meinem Heimatdorf aus fuhr so früh kein Bus, weswegen ich auf jeden Fall von meinen Eltern abhängig gewesen wäre. Das war für uns ein nicht zu bewältigendes, logistisches Problem.
Da das Sprachgymnasium aber weiterhin anbot, dass man nach der 10. Klasse dorthin wechselt, behielten wir das erst einmal im Auge. Ein Problem würde aber weiterhin die Fremdsprache sein, wobei ich mit 16 ja auch einen Zweiradführerschein machen könnte und dann einfach ins Alternativgymnasium hätte fahren können.
Also ging ich auf die Gesamtschule.
Nun hatte ich noch das Wahlpflichtfach zu entscheiden. Die Auswahl bestand zwischen Werken, Naturwissenschaften und Fremdsprache 2 – bei der letzteren konnten die teilnehmenden Schüler zwischen französisch und russisch wählen, wobei hier dann das Mehrheitsgebot dann für alle der Klassenstufe galt. Auf Anraten der Lehrer und meinen eigenen Bedürfnissen heraus, wählte ich die Naturwissenschaften. Ich hatte schon genug mit Deutsch und Englisch zu kämpfen, da würde mich die dritte Sprache nicht weiter bringen. Damit schied automatisch auch das Sprachgymnasium aus. Endgültig – vier Jahre bevor ich es hätte besuchen hätte können. Da ich aber nicht erwartete, die restlichen Bedingungen zu erfüllen – drei Erweiterungskurse, maximal einen Ausfall (Note 5 oder 6 bzw. alles unter 10 Punkte – ja, da wurde doppelt bewertet).
Womit niemand rechnete, war der PC. Den kaufte sich meine Mutter am Ende meiner sechsten Klasse. Und mit Hilfe der Rechtschreibprüfung in Word verbesserte ich meine Rechtschreibung innerhalb der Sommerferien von Note 6 auf Note 2. Plötzlich ging mit deutsch super ab, ich hatte kaum noch Probleme und so wurde ich in den Erweiterungskurs deutsch gesteckt. Wider Erwarten schaffte ich das auch in Mathe – nur englisch verblieb ich im Grundkurs. Zieht man mal die Fremdsprache ab, bekam ich plötzlich erstaunlich gute Zeugnisse. Die Durchschnittsnote lag bei 2,3 – wobei Musik, Englisch, Sport und Kunst meine Noten nach unten zogen (in Kunst wurden in dem Jahr nur Menschen gemalt… darauf hatte ich keinen Bock und vergaß öfter mal meine Zeichenutensilien, was eine mündliche 6 entsprach, und wenn ich doch mal Menschen malte, wurden die auch im Schnitt mit 4 oder 5 bewertet, da ich Menschen nun mal nicht malen kann – entsprechend sah meine Note halt aus).
In der neunten Klasse landete ich dann noch irgendwie in den Erweiterungskursen von Physik und Chemie und ich verstand die Welt nicht mehr. Plötzlich hatte ich in der neunten Klasse alle Grundvoraussetzungen des Gymnasiums erfüllt – nur die verflixte zweite Fremdsprache nicht. Wer hätte das denn wissen können?
Mit dem zweiten Wahlpflichtfach durfte ich dann zwischen Sport, Tanz und Informatik auswählen. Da der Informatikkurs überrannt war und Sport einen 100% Jungsanteil hatte (die Mädchen, die Sport wählen wollten… in der Regel max. ein oder zwei pro Stufe… wurde das dann auch immer abgeraten) blieb mir nur Tanzen. Auch diese Entscheidung bereute ich später (Tanzen! Wenn Leute zuschauen! OMFG!) – aber eine Möglichkeit des Wechsels hatte ich ja nicht. Auch wenn ich dann lieber doch Informatik gemacht hätte, denn erst da erfuhren wir, dass wir als erster Jahrgang überhaupt nicht nur „wie erstelle ich ein Worddokument“ sondern „wie schreibe ich mein eigenes, kleines Programm“ erlernten.
Dann die 10. Klasse? 4 Erweiterungskurse mit 1 oder 2 abgeschlossen, englisch gerade so mit 3 und 9 Punkten gepackt und meine Problemfächer entweder auf 2 gehoben oder nie schlechter als 3 und 10 Punkten beendet (ja auch Kunst – da die Projekte ab der achten Klasse wesentlich interessanter waren und nicht nur „mal dich oder deinen Nachbarn aus zwanzig verschiedenen Blickwinkeln“).

Nun hatte ich aber die ganzen Jahre Probleme mit Mobbing. Kurz vor den Abschlussprüfungen war es soweit, dass ich nicht mehr in die Schule gehen wollte und heulend vor Muttern zusammen gebrochen sind. Deswegen haben wir dann auch die eher lasche Idee des Alternativgymnasiums verworfen, ich bekam meinen FORQ – gleichbedeutend mit den erweiterten Realschulabschloss – und ich bewarb mich überall, wo Mama sagte ich soll.

Ehrlich! Ich war 16! Ich hatte keine Perspektive, keine Idee. Meine Hobbies bestanden aus lesen, schreiben und zocken. Ich hätte zwar gerne was mit Tieren gemacht, aber da machte Muttern nicht mit. Muttern wollte mich am liebsten in die Bundeswehr bringen, aber damals durften Mädchen noch nicht. Also zwängte sie mich mehr oder minder in die Medizin, ich wurde dann an einer privaten Schule genommen und fertig.
Ein paar Jahre später war ich dann arbeitslos, weil der Beruf keine Zukunft hatte. Mama wollte mich wieder in die Bundeswehr bringen – nun durfte ich sogar als Frau – aber glücklicher Weise scheiterte das an den „aus dem Stand weiter springen als ich es mit Anlauf schaffe“. Zugegeben – wirklich bemüht hatte ich mich nicht, denn Bundeswehr wollte ich nicht. Nein. Aus. Ende. Da kann Muttern mich noch so sehr an den Haaren ins Auto und zur Beratung zerren. NEIN! Wie gesagt – gut, dass ich die sportlichen Voraussetzungen nicht bringen konnte, sie hätte mich sonst da noch hingeprügelt. -.-„

Letztlich blieb ich dann in der Medizin und wurde MFA. War nie mein Traumberuf aber Spaß gemacht hat es dann doch.
Nur inzwischen – im Burn-Out und 13 Jahre nach meinem Schulabschluss – muss ich mir wieder Gedanken machen. Ich will was anderes machen. Ich hab nur kein Plan was. Ehrlich nicht. Da ich mir nie wirklich Gedanken drum gemacht hab, stehe ich nun da und habe zwar prinzipiell Ideen, was ich machen will, aber nicht in welchen Beruf das geht. Ich würde zum Beispiel gerne kreativ sein. Texte schreiben, Fotos dazu, am Besten noch was mit Tieren, Leuten Tipps geben und so… das wäre es. Denn das macht mir Spaß. Wobei ich lieber ohne direkten Kontakt mit Kunden oder Patienten arbeiten würde.
Für meine letzte Arbeitsstelle aber ich oft gerne Formulare und Checklisten erstellt, die meine Azubis geliebt haben („Da blickt man voll durch!“) – also scheine ich da nicht wirklich untalentiert sein. Das Problem: viele verlangen Englisch. Määäh.

Psychodoc heute hat nun vorgeschlagen, dass ich mir nochmal einen Kopf um Fachabi mache. Unabhängig welche Richtung: mehr Qualifikationen sind mehr Qualifikationen. Und hier im Westen hab ich sogar die Wahl zwischen mehreren Schulen in unterschiedlicher Ausrichtung in direkter Fußgängernähe.

Und mein Bruder? Der hat 10 Jahre Zeitunterschied und eine gelassenere Mutter als ich damals. Auch er entschloss kein Abi zu machen, weil ihm das zu doof war. Er wollte direkt was machen. Am liebsten wäre er ins Maurergeschäft eingestiegen, hat bei meinem Stiefvater öfter ausgeholfen und werkelt auch immer begeistert mit, wenn was am elterlichen Haus gemacht werden musste. Schon im Kindergarten fing das an. Hier schritt Mama dann aber ein. Und auch mein Stiefvater. Beide wollten nicht, dass er Maurer wird, da der Beruf nicht mehr wirklich toll ist. Sie führten Vor- und Nachteile auf, erklärten ihm, dass Vaters Chef zwar den Jungen sehr mag aber sich kategorisch weigert auszubilden und die anderen Maurerfirmen ständig auf Montage sind. Weg von Muttern wollte Brüderchen aber nicht. Ich glaube bis heute, dass das der Hauptgrund war. Nun lernte er Geräteführer in einer örtlichen Firma – muss da zwar auch ab und zu auf Montage aber ist in so weit glücklich – zumal er besser bezahlt wird als seine Freunde, die tatsächlich Maurer wurden. 😉
Im Gegensatz zu mir wusste er aber schon mit 14 in welche Richtung er gehen will und woran er Spaß hat – auch wenn er damals noch alles verschönt sah – und Muttern hatte eingesehen, dass das mit der Bundeswehr keine gute Idee ist, wenn der Sprößling nicht will. Da hilft auch nichts, dass sie sich am liebsten auch heute noch zur Verfügung stellen würde, dass aber wegen ihres Alters nicht darf. Tja.

Bleibt die Frage:
Werden Kinder heute zu früh ins Berufsleben gedrängt?
Das kann man nicht pauschalisieren. Ja, die meisten Entscheidungen müssen die Kinder zu früh entscheiden. In der sechsten Klasse war es mir ehrlich egal, was ich mal später machen werde – Hauptsache ich muss nicht so viel lernen! Die meisten Entscheidungen werden dann wohlmeinende Eltern treffen und das noch bevor ihre Sprößlinge überhaupt wissen, was sie selber am Besten können. Wenn es nach Mama ginge, hätte ich nämlich französisch gelernt. Mein Wort hatte da kein Gewicht, hier war das der Lehrerin entscheidender. Meine Mutter wollte auch, dass ich Sport wähle, weil der Rest „Zeug, das nie jemand braucht“ sei. Da hier aber die Lehrer nicht mehr die Mütter sondern die Kinder direkt im Unterricht gefragt hatten, konnten die gar nicht mitbestimmen.
Hätte es mir geholfen, wenn ich noch zwei oder drei Jahre Schule gehabt hätte? Wahrscheinlich nicht. Schon die erste Berufsausbildung führte mich 250km weg von zu Hause und auch wenn ich damals einiges ordentlich in den Sand setzte, habe ich daraus viel mitgenommen. Genauso vom MFA-Beruf. Und hey… ich weiß mit 29 immer noch nicht, was ich will. Was hätte mir da helfen sollen? 🙂

Trotzdem – oder vielleicht auch gerade deswegen – finde ich es wichtig, dass Kinder ihre Freizeit haben und nicht an tausenden von Freizeitaktivitäten teilnehmen müssen. Wenn sie es wollen? Hin da! Und wenn es nur mal zum reinschnuppern ist.
Bei meinem Bruder war „meine“ Gesamtschule zum Beispiel geschlossen, weswegen er ab der 7. Klasse in eine andere Schule musste als ich. Die Grundschule bot dafür aber ein Ganzschulprogramm an, wo dann diverse Clubs integriert waren. Fotografie, Schülerzeitung, Reiten, Schwimmen, etc. pp. Das hatte ich nicht. Aber hätte ich genutzt. Wahrscheinlich Reiten und Fotografie. Brüderchen war das Schnuppe. Der hat nur beim „wenn ihr davon nix macht, müsst ihr“-Pflichtprogramm mitgemacht: Hausaufgaben von Montag bis Donnerstag und Freitags Spiel und Spaß.
Vielleicht wäre ich dadurch Fotografin geworden… wer weiß? 🙂

Andere Meinung dazu finden ihr hier.

Webmasterfriday: Ich und Verkehr

Diese Woche wird nach dem Verhalten im Verkehr gefragt. Eigentlich speziell Autos. Aber ich habe keinen Führerschein und finde den Gedanken, selbst ans Steuer zu müssen, jetzt auch nicht besonders beruhigend. Wobei ich bestimmt sofort den nächsten, örtlichen Baum finden würde. Ganz bestimmt. Und auch als Beifahrer fühle ich mich nicht immer wohl. Aber da kann ich es wenigstens aussitzen – also genau das machen, was Angstpatienten tun sollen. Blöd wird es nur, wenn verkehrsbedingt die Situation geändert werden muss. Da muss man dann schon mal von 120+ auf 0 auf der Autobahn runterbremsen, weil Stau. Im optimalen Fall auf oder unter einer Brücke. Dann komm ich praktischer Weise von einer Angst in die nächste. Ich hab immer die Sorge, dass die Brücke einstürzen könnte. Oder jemand hinten rein donnert (und dann die Brücke einbricht). Oder plötzlich Final Destination-like plötzlich Baumstämme aufs Auto stürzen (dadurch jemand auffährt und dann die Brücke einstürzt). Und wenn wir schon dabei sind, kann ja gleich noch das Flugzeug aus Final Destintion direkt auf uns stürzen (nachdem die Baumstämme kamen und uns jemand reingedonnert ist [natürlich ein Bus], aber bevor die Brücke einstürzt – oder zeitgleich, je nachdem). Und ja, dann sind wir schon wieder beim U-Boot. Meinen Lieblingsbeispiel, wenn es um absurde Angstsituationen geht. U-Boote können in solchen Situationen immer tief fliegen und uns am Dach streifen, wodurch es abstürzt, ein Flugzeug mit sich reißt, Baumstämme rüber purzeln, ein Bus in uns reindonnert und Brücke unter uns einstürzt. Anschließend werd ich jämmerlich ertrinken, weil wir genau über der Donau standen.
Plausibel sein? Kann ich! 😉
Danach bin ich dann immer froh, wenns weiter geht. Dann wird mir wieder bewusst, wie bedeppert ich war und hab wieder Angst um die Geschwindigkeit, mit der der Fahrer uns durch die Landschaft katapultiert. Volle 20km/h! Wir werden steeeeeeeerben!

Aber wenn ich selber fahre? Also mit einen Gefährt, dass ich fahren DARF?
Dann ist es mein Rad. Und da bin ich nicht der geduldigste Mensch. Langsamere Radfahrer vor mir? RÜCK ZUR SEITE DU ARSCH ICH WILL VORBEI! Kinder, Mütter, Jugendliche, Lehrer, Rollatorführer und co auf den Weg – möglichst auch noch auf den Radweg – würd ich am liebsten überfahren. Da werd ich irre. Hunde auf der Fahrbahn? Vollbremsung, Tasche auf, Hund rein, Tasche zu, schnell wegradeln, bevor der Besitzer eingreifen kann.
Also rein gedanklich läuft das so und ich bin in diesen Momenten auch immer sehr unentspannt und habe ich gewisse Aggressionen bei Personen bestimmter Altersklassen (weswegen ich auch keine Kinder will). Entspannt fahren? Nur wenn die Bürgersteige hochgeklappt sind. Ob bereits oder noch ist egal, Hauptsache ich hab freie Fahrt.
Unheimlich sind mir Radfahrer, die genauso schnell sind wie ich und womöglich hinter mir fahren – und das auch noch über eine möglichst lange Strecke, inklusive Straßenwechsel. Dann stelle ich immer neue Streckenrekorde auf. Das selbe gilt auch, wenn sie die ganze Zeit vor mir sind, wobei ich dann eher dazu neige zu jagen. Also Tempo halten und immer schön hinterher. Möglichst an der Ampel nen guten Start hinlegen und dann vorne sein. YEAHA! Und dann ist der gleichschnelle Typ plötzlich hinter mir und dann ists auch wieder doof.
Am besten finde ich Radfahrer, die deutlich schneller sind. Da lohnt sich die Hatz nicht und sie sind nicht ständig hinter mir. Super!

Aber um gerecht zu sein: So geht es mir auch als Fußgänger. Wobei ich schon ordentlich durch die Straßen hetze, was Mannmann immer tierisch aufregt. Schaufensterbummel mit mir? Nicht möglich. Ich bin da eher Mann und gehe sehr schnell auf das Ziel zu, ohne Umwege. Außer da sind Hunde. Hunde sind immer tolle Umweggründe. Also wenn ihr mal eine erwachsene Frau im rasanten Schritt durch die Gegend flitzend (nicht rennend!) seht, die plötzlich begeistert „WAUWAU!“ quitscht und auf das arme Viech zuhält – das bin ich. Bitte nicht anfassen, ich beiße. 😉
Die zweite Ablenkung, die mich vom direkten Weg abhält, sind Buchläden. Da bin ich auch ganz Frau und stöber alles ab, während mein Kerl mit der Handtasche dem Rucksack (da passt mehr rein!) auf Thalias Sofas sitzt und wartet, dass ich fertig werde. Aber ansonsten ZIELSTREBIG. Ich schwör!
Wenn dann Menschen den Weg blockieren, werde ich grantig und aggressiv, weil ich nicht runtergebremst werden will. Dummerweise ist meine normale Laufgeschwindigkeit ungefähr die Geschwindigkeit eines ungeübten Joggers, nur eben ohne zu joggen. Die meisten Menschen laufen langsamer. Insbesondere wenn da noch Buden stehen. Weihnachtsmärkte sind der pure Graus! Aber wehe jemand hält mit. Und das auch noch hinter mir. O-M-G. Oder ich bewege mich innerhalb einer zu mir gehörenden Gruppe und muss voraus laufen. BÄHBÄHBÄH. In der Gruppe laufe ich lieber hinten, damit ich nicht versehentlich auf und davon flitze und mir dabei niemand in die Hacken läuft, weil ich die Geschwindigkeit normaler Menschen so schlecht nachahmen kann, wenn ich freie Fahrt hab.

Achja und was Straßenregeln angeht:
Als Fahrradfahrer und Fußgänger beuge ich die StVO gerne mal meinen Wünschen. Nichts tragisches. Ich fahre halt mal links auf der Fußgängerspur, wenn es vor 06:30Uhr ist und eh niemand auf der Straße unterwegs ist – ich sehe es dann nämlich nicht ein, zweimal die selbe Straße auf 1km Abstand zu überqueren, nur damit ich regelkonform fahren kann. Kommt mir dann doch jemand entgegen, bremse ich auf Schritttempo ab oder halte notfalls auch komplett an, damit der Andere sicher an mir vorbei kommt. Das selbe gilt für bestimmte Ampeln. Ampeln, deren Phasen ich sehr gut kenne und daher abschätzen kann, in wie weit es nun sicher ist, über die Straße zu gehen. Auch hier gilt: nur zu Zeiten, wo ich weiß, dass da kein Verkehr kommt und die Ampel nur da steht, weil zu Schulzeiten ein Zebrastreifen nicht reicht. Davon gibt es zwei im direkten Umfeld. Und hier gilt klar: links schauen, rechts schauen, links schauen, einkreuzende Straße checken, nochmal links, nochmal rechts, nochmal links und dann rüber. Mache ich aber nur, wenn die Straße wirklich frei ist. Sobald da ein Autofahrer auf seine Grünphase wartet, tue ich das auch am Fußgängerübergang. Und sobald Kinder in der Nähe sind sowieso. Aber um 22Uhr oder um vor 06:30 an einer ausgestorbenen, sehr gut einsehbaren Kreuzung zu warten und alles leer ist? Määääh. Am besten dann noch zu den Zeitpunkt, wo die Ampeln sich auf die Tag- oder Nachtphase einstellen, weswegen die Nebenstraße eine unüblich lange Rotphase hat, während auf der Hauptstraße nix fährt. Oder wenn die Busse mal wieder ihr Vorrangschaltung geschaltet haben und ich an der autoleeren Kreuzung stehe und weiß, das tue ich nun noch 5 Minuten. Ja, dadurch verpasst man dann auch mal den Bus, weil die Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite liegt und die Fußgängerampel wegen Vorrangschaltung einfach nicht grün wird. Und als junge Frau fühlt man sich im Dunkeln an einer Kreuzung, nachdem man womöglich noch ein paar suspekte Gestalten passiert hat, ja sooo sicher vor.

Aber wie gesagt: Ich schaue zu, dass ich keinen Dritten dadurch gefährde und gehe grundsätzlich auf Nummer sicher, bevor ich so einen Scheiß mache. Und wenn ich mir nicht sicher sein kann, weil Sichtfeld durch Wetter eingeschränkt oder ich wegen Krankheit nicht sicher reagiere (einmal hab ich zu spät gebremst und bin auf die Straße gebrettert mit den Rad, da hats die Vollbremsung des Autofahrers gerettet – das war aber nicht gewollt, da hatte ich eine Bronchitis und war auf den Weg nach Hause und irgendwie fehlten mir da 3 Meter Weg, den ich nicht bewusst wahrgenommen habe und daher nicht abbremste… kleiner Blackout. Danach hab ich das Rad dann auch geschoben), warte ich lieber.

Und wenn ihr nun nach meinen Dumfug wissen wollt, wie andere Blogger so im Verkehr sind, dann klicket hier.

Christentümliches

Webmasterfriday macht frei. Oder auch nicht. Es lässt ein freiwilliges Freiwilligenthema trotzdem da und fragt, wie es so mit Religion im Blog ist.

Ehrlich?
Wenn es passt, warum nicht? Bloggen und Glauben schließen sich meiner Meinung nach nicht aus. Mit einem guten Blog hat man sogar die Möglichkeit, viel weiter darüber zu sprechen, als wenn man es nur im direkten Umkreis macht. Hat man dann noch Leser, die den selben Glauben anhängen, kann man sicher wunderbar theologische Unterhaltungen führen. Pfarrer, Priester oder wie man sie auch nennen mag, können darüber vielleicht sogar ihre Schäfchen noch besser hüten und Gottesdienste quasi online abhalten. Warum sollte man das also nicht nutzen – sofern man als Theologe ein wenig mit der Zeit geht. 😉

Aber auch als Nichtgläubiger, sollten können Religionen ein Thema im Blog sein. Ob man sich nun den Hintergründen der christlichen Feiertagen bewusst wird und darüber im Blog schreibt, ob man den Umgang mit dem einen oder anderen Thema – wie zum Beispiel Verhütung – kritisiert, Religionen in Grund und Boden staucht oder nur mal von der Renovierung der örtlichen Kirche berichtet – Gründe gibt es sicher hier und da mal, um auf den Glauben zurück zu kommen.
Und ja, man kann das auch eins zu eins auf das Judentum, den Islam, Buddhismus und sonstige Religionen ummünzen. Ich bin da nicht so.

Die Frage die ich also zurück stelle lautet daher eher:
Warum sollte es KEIN Thema sein?

Und bevor jemand fragt: Ich bin Atheist. 😉

Und was die anderen Fragen angeht:
Ich weiß zumindest, dass Ostern die Wiederauferstehung Christi feiert. Aber warum immer Sonntags? Aus irgendwas berechnet sich das. Ich glaube das war irgendwas mit den Mond (wiki sagt Frühlingsvollmond). Ich bin schon froh, dass ich weiß, das Pfingsten sich daraus ergibt, wann Ostern ist. Genauso wie alle anderen variablen Feiertage. Mehr muss ich aber ehrlich nicht wissen. Hauptsache ein freier Tag ergibt sich daraus. *hihi*