Backbleche die Zweite

Im Zuge des Backblech-Dilemmas habe ich wie bereits vor einigen Tagen berichtet zwei neue Bleche bestellt. Außerdem einen neuen Aufsteller, der eigentlich für Brettchen gedacht ist, den wir nun als Abtropfgestell für die Bleche nutzen. Da dieser keine Seitenbegrenzung hat und dafür die Haltestäbe recht hoch sind, stehen die Bleche nun deutlich stabiler. Ein neues Blech-Dilemma sollte damit erspart bleiben.

Inzwischen ist eines der Bleche – nämlich das Tiefe – und der Aufsteller da, das zweite Blech bleibt weiterhin beim Shop. Da der Lieferzeitpunkt recht weit gefasst war – nämlich vom 27. April bis 05. Mai oder, wie Mannmann es beschrieb, „Wenn wir mal Lust haben“ – habe ich aber noch die Beine still gehalten. Freitag hätte ich angerufen – aber nun ist das auch nicht mehr nötig.

Aber es würde natürlich keinen Blogeintrag geben, wenn es denn so einfach wäre und das Blech hier endlich eingetroffen wäre.

Ich habe nämlich als Lieferadresse die Packstation angegeben. Das war ohne Weiteres möglich – ansonsten hätte mich Amazon direkt aufgefordert, doch bitte eine andere meiner Adressen anzugeben. Die Packstation ist dagegen als Standard angegeben. Mannmann bekommt dann bei Einsendungen immer eine SmS und wir können das Päckchen problemlos abhohlen.

Wir ziehen nebenbei beide die Station vor, weil wir ein durch Hermes leidgebrüftes Völkchen sind. Für meinen Account ist Hermes zwar inzwischen gesperrt, das trifft aber nur bei Sendungen direkt von Amazon zu und nicht von Dritthändlern. Und bei der Packstation wird IMMER mit der DHL geliefert. Ist ja auch logisch.

Nun kam das Blech von einer dritten Firma. Und es schaffte jemand das Blech in einen Karton zu packen, dieses mit unseren DHL-Packstation-Daten zu versehen und dieses dann der DHL Deutschen Post Hermes in die Hand zu drücken.
Und dann wundern die sich, dass das Paket zu denen zurück geht mit dem Vermerk, dass Packstationen nicht beliefert werden können.
Hab den Trotteln nun meine Privatadresse gegeben. Bin mal gespannt wann und ob Hermes sich entscheidet, dass Ding auch bei mir abzugeben ODER ob sich der Lieferstatus einfach wieder auf „wurde in einem Hermesshop abgelegt“ ändert, ohne dass ich einen Benachrichtigungszettel im Briefkasten habe und ohne dass bei der Verfolgungsnummmer der Standort der Hermesfiliale steht. Das ist nämlich DER Grund, warum mich Hermes über Amazon nicht mehr beliefern darf.

Wie auch immer. Ich überlasse es mal Cpt. Picard sein Kommentar als Abschluss zu setzen:

Reminder: Backbleche

Merke: Wenn ich mal wieder Mannmanns Backbleche der Schwerkraft übergebe und sie dadurch demoliere, weil die Beschichtung abplatz, dann sind entgegen Mieles Angabe HUBB 61 und HBB 61 genau die richtigen Bleche und HUBB 61P sowie HBB 61P sind Auslaufprodukte, die man nicht mehr erwerben kann, weswegen man eine vollkommen falsche Fehlermeldung im Mieleshop (irgendwas mit Browser schließen) bekommt.
Dafür gibt es die Bleche direkt bei Amazon, wenn man in „Küche und Haushalt“ mit den Typenbezeichnungen anstatt „Backblech oder Fettpfanne Miele“ sucht.

Es ist ein Licht aufgegangen

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Da lädt sie einfach ein verhunztes Bild eines Traumfängers hoch. Hat das einen Grund? Ja!

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Das erste Bild wurde unter dem Licht der Lampe geschossen, die da nun am Geweih hängt. Und zwar während das Deckenlicht aus und es draußen dunkel wie nach Mitternacht war. War ja auch nach Mitternacht, als ich das Foto geschossen habe – ohne Blitz!
Diese Lampe ist mein kleiner Traum, den ich nun seit November in meinen Besitz habe – und seit Januar sogar zweifach. Eigentlich habe ich nur eine kleine Nachttischlampe gesucht, damit mein Schwiegervater bei seinen Besuch nicht im Dunkeln aufs Klo muss, da das Gästebett weit ab vom Lichtschalter war. Die Optik der Lampe hat mich auf sie aufmerksam gemacht. Das sie eine LED-Birne hat, war zusätzlich ein Pluspunkt. Denn diese ollen Energiesparbirnen kann ich nicht ausstehen. Dennoch habe ich keine Erwartungen daran gestellt, denn das Lämpchen war vor allem eines: billig.

Inzwischen bin ich aber restlos begeistert. Zum Einen ist sie dimmbar und damit eh schon super. Zum Anderen ist sie mit ohne Kabel, sie läuft auf Akku und ist damit äußerst mobil. Zusätzlich liegt ein USB-zu-Micro-irgendwas-Stecker bei, womit man sie einfach an den Rechner anschließt und laden lassen kann.
Was ihr leider fehlt: eine „ich bin bald leer“-Anzeige. Und das, obwohl sie die Möglichkeit an Board hat, da sie ein kleines LED hat, das rot beim Laden und blau beim vollen Ladezustand anzeigt, solange eine Stromquelle angeschlossen ist. Das die LED auch bei niedrigen Energiestand mit angeht, sobald die Leuchte angeschaltet wird, wäre jetzt nicht so schwer gewesen. Aber man kann nicht alles haben.

Im Betrieb hält der Akku super durch. In der Regel habe ich eine niedrige Helligkeit, die zum lesen reicht und auch nur um die zwei Stunden am Tag an und habe seit November gerade mal zweimal laden müssen. Hat man die Lampe jede Nacht auf höchster Stufe die ganze Zeit leuchten, muss man das deutlich öfter machen – aber das ist durchaus nachvollziehbar.

Im Dunkeln ist die Lampe nebenbei sehr stimmungsvoll, weswegen sie sich auch als Nachtlicht für kleine Kinder geeignet ist:

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Und so sieht sie aus, wenn es hell genug dafür ist:

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Unten am Sockel hat sie noch ein Band, an das man sie aufhängen kann, sie ist leichter als die meisten Taschenlampen und bietet besseres Licht als jede Taschenlampe am selben Gewichtssektor. Im Dunkeln findet man den On-Knopf nicht allzu leicht, weil dieser keine fühlbaren Marker hat – aber mit Hilfe der (hier nicht sichtbaren) MiniLED, die genau gegenüber dieses Knopfes ist, findet man ihn trotzdem.
Einen Weg die Lampe aufzumachen, gibt es dummerweise auch nicht – aber da LEDs ja recht lange halten und die Lampe echt spottbillig ist, finde ich das noch nicht allzu tragisch. Mal sehen was passiert, wenn die Birne wirklich mal futsch ist. Milchglas kaputt schlagen? 🙂

Hier kaufen! (Kein Affli-Link)
In den Kommentaren wird erwähnt, dass die Beschreibung nur auf englisch ist – das stimmt. Aber ehrlich – die Lampe ist so intuitiv, das hat nicht mal mich gestört.

PS:
Ich musste bis jetzt mit den Artikel warten, weil ich meine beste Freundin damit zum Geburtstag auch beglückt hab. Mal sehen, was Müpfi davon hält. 🙂

Multikulturelle Probleme

Manchmal bin ich erstaunt, wie wenig Multi wir doch wirklich sind. Und das auch noch auf sehr lokalen Raum. Nein, das wird nun keine Pro- oder Antiflüchtlingsdebatte… wobei ein wenig schon.

Mannmann und ich leben im nördlichen Westen von Deutschland in einer kleinen Stadt. Für mich ist es vom Umfang her eine Großstadt – denn ich bin in einem 124 Einwohner-Dorf irgendwo in Brandenburg aufgewachsen. Insofern bin ich hier der Flüchtling, da ich aus dem Gebiet der ehemaligen DDR in das Gebiet der immnoch BRD gezogen bin. Das da keine Mauer mit den Weg blockiert, hält manche meiner Freunde nicht ab, mich ab und zu als Wirtschaftsflüchtling zu betiteln. Da steh ich aber drüber. 😉

Mannmann ist hier aber auch nicht geboren, der wurde irgendwo im Saarland großgezogen. Ossi und Fastfranzose verstehen sich super gut, auch wenn ich bei seinem Konsum an Maggi schon mal die Augenbraue hebe. Nicht, dass es Maggi bei uns nicht gegeben hätte – ich mag das Zeug nur nicht. Doch während er sein Kulturgut (ja, das Maggi!) hier überall kaufen kann, muss ich meine Nussnougatstangen von Viba bei Amazon beziehe. Die gibt es hier nämlich nirgends – auch nicht an der Kasse am „noch eine Kleinigkeit fürs kleine große Kind“-Stand. Was ich wirklich traurig finde, da ich diese Stangen einfach nur geil finde.
Es gibt noch ein paar andere (Schoko)Sorten, die ich hier vermisse und die es scheinbar fast nur im Osten gibt (Knusperflocken fallen mir zum Beispiel noch ein), aber das Nougat geht mir doch am meisten ab.

Doch daran gewöhnt man sich und Muttern schickt halt ab und zu mal ein Packet mit Allerlei vorbei. Solange sie nur die Vitacola weglässt, ist alles supi. Vitacola schmeckt nämlich nicht.

Woran es aber heute scheiterte, war etwas, was es in Deutschland ÜBERALL zu kaufen gibt: Am Mett.
Bei uns ist das Mettangebot immer sehr begrenzt und wir sagen einfach Hackepeter dazu. In der Regel haben alle Fleischer (auch größere) ein oder maximal zwei Sorten im Angebot. Das ist stets gemischt und der einzige Unterschied ist „gewürzt“ und „ungewürzt“, wobei bei gewürzt noch in mit und ohne Kümmel unterschieden wird. Meistens bekommt man da gewürztes Hackepeter ohne Kümmel, direkt gefolgt von gewürztes Hackepeter mit Kümmel. Die Frage ob nach Hackepeter nun ohne sei, ist daher sehr legitim. Wenn mal zwei Sorten in Angebot sind, dann ist es meist ungewürztes, gemischtes Hackepeter und gewürztes, gemischtes Hackepeter mit Kümmel. Wer ohne Kümmel mag, kann ja zur Not selber würzen. 😉

Aber nun bin ich im Nichtreal, stehe so vor einen meiner liebsten Fleischermeister und bestelle fröhlich Hackepeter, bevor ich mich bremsen und die westdeutsche Übersetzung anwenden kann. Fleischermeister meinte darauf hin äußerst trocken, dass er sich bestimmt nicht in den Fleischwolf werfen würde, nur damit ich ihn portionsweise aus den Laden schleppen kann. Tja, blöd wenn man P. Fleischermeister heißt (laut Aufnaht an der Schürze). 😛
Nun hatte er mich verunsichert und so wollte ich halt Mett. Weil Mett sagt Mannmann immer. P. Fleischermeister nimmt also den Spachtel des gewürzten Metts. Mit Kümmel. Ich hab das Körnchen gesehen!
„Nein nein! Das daneben!“
„Also wissen Sie… das ist ungewürzt. Also Hack. Sie wollten aber Mett – also gewürzt. Was wünschen Sie denn nun?!“
„Zerhacktes Fleisch aus Schwein und Rind ohne Gewürz?“, ja, jetzt war ich eingeschüchtert.
„Warum sagen sie das denn nicht gleich?!“
„Hab ich doch! Hackepeter halt!“ ich heulte fast.
Er schaute mich komisch an und packte mir dann mein Hackfleisch zusammen.

Ernsthaft? Man unterscheidet ERNSTHAFT mit NAMEN zwischen gewürztes und ungewürztes Hackfleisch? Verdammt das ist doch alles das selbe! >_<
Hoffentlich kann ich mir das bis zum nächsten Mal merken. *seufz* Und dabei hab ich noch nicht mal mit meiner Rechtschreibschwäche angefangen, wo ich zwar Fleisch will aber Honigwein bekomme…

Was gelesen wird

Ihr könnt mich nun literarisch stalken. Also sehen, was ich so lese. Also als Buch, nicht online. 😛

Danke an den Kinderdoc, der mir den entscheidenden Tipp gegeben hat, wie ich es hinbekomme. Zugegeben – hätte ich auch alleine drauf kommen müssen, wenn ich nur mehr drüber nachgedacht hätte. *grml*

Wenn es sich bei dem gezeigten Buch um eine Reihe handelt und es nicht gerade Band 1 ist, so wird darunter ein entsprechender Hinweis dargestellt werden. Inklusive Link zu Band 1. Ich bin mal so nett. 😉
Sollte es ein Buch in einer größeren Welt sein (Scheibenwelt, Warcraft, etc), werde ich natürlich auch einen entsprechenden Hinweis setzen, dann aber kein Buch verlinken… außer es ist eine Reihe innerhalb der Welt, wie es zum Beispiel bei Farben der Magie oder die Rundwelt-Romane bei der Scheibenwelt ist.

PS: Mit einem Klick auf das Bild kommt ihr zum Amazon-Artikel, es ist aber ausdrücklich kein Affli-Link (das gilt auch für den Link im Hinweis!), da ich nicht im Partnerprogramm bin. Ihr könnt also sorgenfrei direkt weiter rumwühlen. 🙂

Reminder: Lockwood & co

Warnung: Der Artikel enthält immer mal wieder geweißte Textstellen. Diese stellen Spoiler dar. Also nicht markieren, wenn ihr euch nichts vorweg nehmen wollt. Um diese besser sichtbar zu machen, sind nur der Anfang des ersten Satzes zu lesen.

Wer gerne Fantasy liest und auch Büchern in der Jugendabteilung nicht abgeneigt ist, wird früher oder später schon mal auf Jonathan Strauds Bartimäus-Reihe gestoßen sein. Wer nicht, darf das gerne nach hohlen, die Bücher sind es wert.

Lange war es dann still um den Autor und andere Bücher rückten in meinen Mittelpunkt, bis ich vor ein paar Monaten im örtlichen Buchladen #1 stand und ein Buch mit recht interessanten Einband sah. Gegriffen, Beschreibung durchgelesen und hrmmmmm gedacht. Der Titel sagte mir gar nicht zu, die Beschreibung eher lala aber der Autor… den kennst du doch…? Ich und mein schlechtes Namensgedächtnis…
Da ich in Buchläden meine mir eigene Scheu verliere, bin ich also zum nächsten „Sieht aus als arbeitet hier“-Mensch gegangen, dessen Verhalten studiert – Buchhandelmitarbeiter verhalten sich anders als Buchhandelbesucher und der erfahrene Beobachter erkennt die gewissen Unterschiede – noch näher geschlichen und dezent geräuspert. Nix. Okay. Leise Hallo gesagt. Nix. Der Dame das Buch an den Kopf geworfen. Funktioniert. Hausverbot.
Nein im ernst. Nachdem ich ihre Aufmerksamkeit erlangte, fragte ich sie direkt, ob dies a) das erste Band der Reihe sei und b) woher ich denn bitte den Autoren kenne. Mir würde das nicht einfallen aber ich habe da dunkel was in Erinnerung. „Gute Frage.“, sagte die Mitarbeiterin. „Ich arbeite sonst nie in dieser Abteilung, bin sonst immer in der oberen Etage der Schlauen.“ Im Buchladen #1 gibt es nämlich eine Etage nur für Kunst- und Musikleute, Historiker und co. Da steht Quasi Goethes Faust in der Orginalfassung bevor er die Hälfte davon verbrannt hat. Oder so.
Sie sah trotzdem im Computer nach. „Der hat Bartimäus geschrieben. Die Reihe kenne ich, die hat meine Tochter im Regal stehen. Sehr zu empf… oh das wissen sie schon.“ Ich hatte auf einmal wohl dieses gewisse Glitzern in den Augen, das ich immer habe, wenn mein Gutes-Buch-Detektor anschlägt.
Leider war auch über den Computer nicht auszumachen, ob dieses Buch nun einer Reihe angehörte – was aber der doppelte Titelname vermuten lies – und wenn ja, ob es nun Band eins war. Da die Bücher alle eingeschweißt waren, wollten wir das auch nicht drinnen nachsehen. Aber da rannte die Mitarbeiterin schon zur Chefin des Ladens. Die arbeitete sehr wohl in der Abteilung und konnte mir sagen, dass es leider Band 2 war. Enttäuschtes Gesicht. Ein weiteres Buch von Stroud hatte ich nämlich nicht gesehen. Aber so nicht die Chefin. Wir sind hier ja nicht umsonst in Buchladen #1! Sie verschwand dann im Lager und kam mit Band 1 wieder. Juchu!
Also Band 2 brav zurück gebracht und Band 1 gekauft. Im Augen-Glitzer-Modus bin ich nicht mehr zu stoppen. 😉

Nun war ich also im Besitz von
Lockwood und Co: Die Seufzende Wendeltreppe.
Das Buch ging auch gleich in die Vollen ging und startete mit einem katastrophalen Fall. Dann wurde erst mal vorgestellt und dann kam der zweite Fall und irgendwie war das Buch zu Ende und ich wollte MEEEEEHR. Buch zwei und drei waren schnell besorgt und weiter ging es.
Schockiert war ich dann, als Buch drei aus und die Reihe nicht beendet war. Eine schnelle Recherche ergab, dass das nächste Band frühstens im September 2016 erscheinen wird. Ich werd waaahnsinnig!

Aber mal langsam:
Um was geht es in den Büchern?
Seit nicht ganz einem Jahrhundert hat England ein Problem. Ein… BUHU… Geisterproblem. Wie aus dem Nichts sind sie erschienen und gehen um. Kommt man ihnen zu Nahe, wird man unter aller Wahrscheinlichkeit sein Leben verlieren. Dumm, das Erwachsene Geister nicht wirklich wahrnehmen können. Glück auf, dass es Kinder sehr wohl können. Dabei haben Einige besondere Gaben:
Die des Sehens, die des Hörens und die des Fühlens. Sind diese Gaben stark genug, fangen die Kinder oft bei sogenannten Agenturen an, deren Aufgabe es ist, die Besucher zu bannen. Jeder Geist hat nämlich seine Quelle, an die er gebunden ist. Mal sind es seine eigenen Gebeine, mal ein Schmuckstück, ein Stein oder gar ein Motorrad. Nein, ich spoiler hier nicht.
Die Agenturen schicken also die Kinder los – in Begleitung eines Betreuers, der in aller Regel als Kind ebenfalls als Agent unterwegs war und nun als Erwachsene seine Gabe verloren hat – die Quellen ausfindig zu machen und unschädlich zu machen. In der Regel geschieht dies durch Verbrennen – z.B. bei Gebeinen – oder auch durch verplompen – meist durch Silber.
Die Geister attackieren sie dabei durch übernatürliche Erscheinungen, Eishauch, Miasma, Geistersieche und das, was ich immer vergesse. Speziell die Geistersieche endet oft tödlich, wenn der Person nicht schnellstens Adrenalin gespritzt wird.
Die Agenten verteidigen sich dabei mit Silberdegen, Salz, Eisenspähnen, Leuchtbomben und ihrer Gaben.
Woher das Problem kam und warum es quasi von einem Tag auf den Anderen so schlimm geworden ist, weiß keiner. Aber England hat sich dem angepasst. Eine eigene Polizei, die für die Agenturen zuständig ist, mehr fließendes Gewässer in der Stadt (da Geister fließendes Wasser nicht überqueren können), Geisterlichter, Eisenstreben an Türen, Lavendelartikel (was die Geister auch nicht mögen) usw usf. Nein, hier ist nichts geheim. Alle wissen um das Problem.

Die Protagonisten gehören zur Agentur Lockwood und co, die sich dadurch auszeichnet, dass sie KEINEN erwachsenen Betreuer hat. Zu ihnen gehören der geheimnisvolle und charismatische Lockwood mit der Gabe des Sehens, die etwas impulsive und erzählende Lucy mit der Gaben des Hörens und Fühlens sowie der übergewichtige George, der zwar jede Menge Gaben besitzt aber diese – außer seinen Hang zur Recherche – selten zur Geisterjagd nützlich sind. Ab Band zwei kommt dann auch noch der Wispernde Schädel hinzu, der sich in einem Einmachglas befindet und mit Lucy schnattert. Meistens nervt er sie, selten ist er wirklich nützlich, amüsant ist er allemal. Zusätzlich kommt bei Band 3 auch noch Holy hinzu, die die perfekte kleine Lady ist, das Haus sauber hält und immer perfekt ist.

Nach dem katastrophalen ersten Fall, der direkt zur Einleitung des ersten Buches statt findet, sehen sich Lockwood und co gezwungen, einen Fall zu übernehmen, der sie schlicht zu überfordern scheint. Das Team ist bei weitem noch nicht eingespielt, es gibt Gezank, Streit und viel viel Todesgefahr. Zugleich fragt man sich, was wohl hinter dieser verdammten Tür bei Lockwood befindet, was George als Nächstes isst und wer nun der wahre Böse ist. Manche Antworten bekommt man, viele werfen viele Fragen auf, andere werden nicht wieder angekratzt. Das hebt sich Stroud für Band 2 oder 3 auf 4 auf. Eines kann ich direkt sagen: bisher weiß auch die Leserschaft nicht, woher die Geister auf einmal kommen, auch wenn in Band 2 eine Spur gelegt und in Band 3 diese tiefer getrampelt wird.

Lockwood und co erweißt sich in ihren Verhalten dabei immer ungewollt zerstörerisch. Sie wollen das nicht, es passiert einfach. Mal brennt ein Haus nieder, mal sterben Menschen und sogar ein ganzes Kaufhaus wird zerstört. Dennoch sind das herzensgute Menschen, ja Kinder, mit üblichen Problemen. Dabei wird Stroud niemals arg kindisch und rutscht in die „Boah nervt das“ ab. Besonders Lucy versteht man immer sehr gut – gut, aus deren Ich-Perspektive wird auch erzählt.
Wer schon an Bartimäus seinen Spaß hatte, wird das hier noch mehr haben. Kaufen. Lesen!

PS:
KEINE Affli-Links 😉

Und für mich als Reminder… ACHTUNG DICKER FETTER SPOILER, nicht, unter keinen Umständen und so lesen, bis man Band 3 durch hat!
Gigantischer Poltergeist im Kaufhaus, der durch Lucys und Holys Streit geweckt wird und dieses praktisch den Erdboden gleich macht. Dadurch entdeckt Lucy aber das Gefängnis unter den Arkaden und den scheinbar riesigen Knochenspiegel. Außerdem den Geist mit der Maske, der sich als Lockwood ausgibt und impliziert, das Geister auch die Zukunft sein können. Darauf hin kommen Lucy massive Zweifel und sie kündigt ihre Stelle mit sofortiger Wirkung bei Lockwood und co, weil sie Angst hat, ihren Freunden zu schaden. Das Buch endet an dieser Stelle.