Mein Rudel

Da ich keinen echten Hund haben kann, lebe ich meine Affinität in Form von Sammelobjekten aus. Die Sammlung ist nicht groß, was auch daran liegt, dass ich äußerst kritisch bin. Mir kommt nicht alles ins Haus. 😉
Einen besonderen Status nehmen dabei Plüschtiere ein. Und die haben heute Nachwuchs bekommen. Grund genug, euch mein Minirudel mal vorzustellen. 🙂

In der Reihe vorgestellt, wie ich sie auch bekommen habe:
Fanq – ein sitzender Wolf – wirklich zum Kuscheln ist er nicht geeignet, da seine Form relativ fest ist. Daher sitzt er in der Regel auch auf mein Schuhregal und wacht über den Flur. Fusselt wie irre.

Als nächstes kam Würstchen. Das blizzardsche Stofftier eines Greifenkükens. Dazu gab es auch ein ingame-Hasutier. Die Qualität ist für ein Merchandis wirklich super, es ist niedlich, weich und flauschig. Das Allianzwappen finde ich persönlich nicht so toll, auch wenn es das Küken der Taxi-Reittiere der Allianz ist. Ohne hätte es mir einfach besser gefallen.

Dann kamen die Zwillinge Lyro und Rylo. Ich habe sie zwar mit einem größeren, zeitlichen Abstand bekommen, aber die Unterscheidung fällt schwer. Klar – sind ja auch das selbe Stofftier. Wer ein Wolfsfan ist, sollte sich nebenbei unbedingt einen zulegen. Man kann sie super trapieren, sie sind einfach riesig, eignen sich als Kopfkissen, sind super flauschig, das Fell ist weich und sie fusseln kaum, sobald sie am Anfang fertig gehaart haben (bissle Schwund ist immer).

Danach kam Fussel, mein ewiger Begleiter, wenn ich unterwegs bin. Meistens ist er dabei. Durch seine kompakte Größe und den riesigen Flauschfaktor bietet sich das einfach an. Er darf auch öfter mal mit ins Bett. Außerdem ist das ein Geschenk von Müpfi und Big Boss, was ihn gleich mehrfach wertvoll macht!

Danach war lange Ruhe, bis mir Müpfi feierlich Greifer überreichte, wodurch meine Blizzardsche Kuscheltiersammlung damals mehr oder minder vervollständigt wurde. Auch Greifer hatte ein Ingame-Haustier dabei und wie bei Würstchen störte mich das Wappen – hier Horde. Inzwischen ist meine Sammlung nicht mehr vollständig, da Blizzard ordentlich aufgestockt hat im Kuschelversum.

Ebenfalls von Müpfi kam dann ein Nichtkuscheltier, dass aber als Kuscheltier behandelt wird und den anderen Rudelmitgliedern gerne mal auf den Kopf springt. Im wahrsten Sinne des Wortes, den eigentlich ist Flausch eine Mütze. 😉
Und ja, das ist das komische Fusselteil, was bei Würstchen aufn Kopf sitzt.

Flausch

Anschließend kamen in kurzer Folge gleich drei neue Mitbewohner. Da wäre einmal Miniglubsch, der hier im Blog bereits einen Auftritt als Waffe gegen Zombies hatte.

Und dann nochmal zwei Zwillinge, die eigentlich Schuhe sind, aber ebenso wie Flausch einfach umfunktioniert wurden. Die beiden heißen Lili (Weibchen) und Rere (Männchen). Wer denkt, dass das nur eine Anspielung auf die richtige Fußseite ist, hat vollkommen recht. Rere erkennt man an dem Faden.

Und dann, heute frisch dazu… Fenris-chan. Ein Geschenk von Mannmann. ❤

Fenris-chan gehört wieder zum blizzardschen Kuschelversum, es ist nämlich ein Frostwolfwelpe. Und weil so ein Frostwolf mal echt riesig und fies und kräftig wird, musste es auch ein entsprechender Name sein. Aber weil es trotzdem so putzig und niedlich und flauschig und süß und awww ist, musste da eine Verniedlichung ran. Fenrischen und Fenrislein klingen dämlich, also hab ich mich fürs japanische -chan entschieden. Kann man dann beim ausgewachsenen Wolf auch in -san und co umändern. *hrhr*

Dann hier nochmal >mein< blizzardsche Rudel:

Blizzardsche Rudel

Und natürlich das gesamte Rudel… einmal alle cheeeese sagen bitte:

Da sieht man auch sehr schön die teilweise echt gewaltigen Größenunterschiede. Insbesondere was Miniglubsch mit Rylo und Lyro angeht. 😉

Und dann nochmal alle Links, falls jemand auf den Geschmack gekommen sollte (keine Afflis, jede Zeile neuer Link, war zu Faul zum einfärben)):
Lyro/Rylo
Fussel
Fanq hab ich nicht mehr gefunden :/
Miniglubsch
Lili und Rere
Würstchen (Blizzard-Link)
Greifer (Blizzard-Link
Fenris-chan (Blizzard-Link)

Ich, das Naivchen

Mannmann hat ein Hobby. Dieses nennt sich „Tucktuck verarschen“. Tucktuck – das bin ich. Und ich lasse mich immer sehr gut verarschen.

Wenn Mannmann mir Dinge erklärt, dann glaube ich ihm das. Jedes einzelne Wort. Mir kommt nicht mal in den Sinn, dass er gerade lügt. Höchstens, dass er sich irrt – das kommt aber nur dann vor, wenn ich es mal besser weiß. Darum sucht sich Mannmann immer Themen aus, wo das definitiv nicht der Fall ist. Und ehrlich: da hat er VIEL Auswahl, denn mit meiner Allgemeinbildung ist es nicht weit und die, die ich hab, konzentriert sich auf die wenigen Dinge, die mich mal interessieren.

Ein genaues Beispiel kann ich nun nicht nennen, aber nehmen wir mal ein Beispielbeispiel.
Mannmann erklärt mir, dass Bäume verkehrt herum wachsen. Also die Krone eigentlich die Wurzel und die Wurzel eigentlich die Krone ist. Da ich es hier eigentlich besser weiß, würde ich darauf nicht hereinfallen, aber nehmen wir mal an, dass ich noch NIE einen Baum gesehen habe. In meinem ganzen Leben nicht. Und auch andere baumähnliche Konstrukte – wie Blumen, Sträucher und anderes Gebüsch – sind mir vollkommen fremd.
Mannmann würde erklären, dass die Wurzeln oben sind, weil ein Baum hauptsächlich von Sonne und Regen lebt und somit die empfindlichsten Teile nach oben schickt, denn dort fallen die Nahrungsmittel zu erst hin. Die empfindlichsten Teile vom Baum – also die Blätter – müssen dagegen geschützt werden und das macht man am besten unter einem dicken Schutzschild: der Erde.
Er würde dann noch etwas wissenschaftlicher werden und irgendwas mit Chlorophyll und Harz erzählen, um es authentischer zu machen.
Und ich? Ich sitze mit großen, staunenden Augen daneben und versuche mir den Kopfsteherbaum vorzustellen. Am nächsten Tag würde ich zu einem Leute gehen und ihm von dem Kopfsteherbaum erzählen. Und wenn er mir nicht glauben würde, wäre ich furchtbar erbost über seine Uneinsichtigkeit.

Der Einzige, der mit den Zahn wieder ziehen kann, wäre Mannmann selbst. Der amüsiert sich bis dahin aber köstlich über mich und lacht sich bei der Aufklärung immer einen Ast ab.
Laut meiner Schwägerin liebt er mein Gesicht, dass ich während der Geschichte und vor allem bei der Aufklärung zu machen pflege. Ich bin nämlich eine talentierte Grimassenschneiderin – auch wenn ich das eher unbeabsichtigt mache.

Genau so – aber bei weitem nicht so heftig – funktioniert das auch bei jeden anderen Menschen.
Wenn mir Frau X zum tausensten Mal erzählt, dass sie ihre Tabletten verloren hat oder ihre Tasche geklaut hat, dann stelle ich ihr leichtgläubig ein neues Rezept aus. Gut, wenn hier weniger leichtgläubige Kollegen eingreifen. Wenn jemand was erzählt, was alle anderen tierisch aufregt, weil das eine olle Angebernase ist, dann verstehe ich meist nicht wieso, weil ich nur die Erzählung sehe und nicht zwischen den Zeilen lesen kann. Lügen, Halbwahrheiten? ja, ich weiß das es so etwas gibt. Aber ich sehe mich instinktiv nie als Betroffene. Das braucht schon gehörig Denkarbeit meinerseits bis ich misstrauisch werde. Insbesondere wenn die Geschichten aus vertrauenswürdigen Quellen – wie meine Mutter, Freunde, Familie und so – kommen.

Ähnlich ergeht es mir mit Nachrichten, Blogs und co. Verwirrend wird es vor allem, wenn zwei Quellen über ein und die selbe Sache vollkommen unterschiedlich berichten. Ich will nämlich immer beiden glauben – und nicht immer lässt sich das vereinbaren. In der Regel bekomme ich dann Kopfschmerzen.

Ein wenig begründet sich dadurch meine Paranoia. Naivchen sein und es nicht merken ist wesentlich einfacher als Naivchen sein und durch die Reaktion der anderen Leute feststellen, dass man mal wieder viel zu vertrauenswürdig war.
Als Letztes fängt man dann nämlich an zu hinterfragen. Und zwar ständig. Man neigt dazu, bei jedem das gute zu sehen und hinterfragt, ob es nicht doch bitterböse gemeint war. Dadurch weiß man erst recht nicht mehr, was man glauben soll und was nicht. Wenn Müpfi sagt, dass sie mich voll lieb hab… gelogen oder nicht? Wenn die Bessere meint, ich kann voll gut schreiben… gelogen oder nicht? Wenn Mannmann sagt, ich sei süß… gelogen oder nicht? Wenn der Spiegel schreibt, die Flüchtlingskrise sei beendet… gelogen oder nicht? Mein Instinkt sagt nicht gelogen, mein Verstand sagt gelogen, mein Bauchgefühl summt Tetris.
Erfahrungsgemäß treffe ich oft genug nicht die richtige Wahl. Da habe ich etwas als Lüge klassifiziert, was voll ernst gemeint war und andersherum. Darum schwanke ich gerne von ein Extrem in das Nächste. So glaube ich ein paar Tage lang jeden alles und wenn er behauptet, es regnet U-Boote vom Himmel, und dann wieder unterstelle ich jedem, dass er mich anlügt. An Sicherheit fehlt es aber so oder so komplett.

Und ich selbst?
Wenn es drauf ankommt, dann kann ich nicht lügen. Ich platze regelrecht mit der Wahrheit und mit nichts anderem als der reinen Wahrheit heraus. Selbst wenn die (Not)Lüge die bessere Wahl gewesen sei. So sagte ich D-Mann #1 er sehe mit seiner neuen Brille voll idiotisch aus, anstatt feinfühlig zu loben, denn er tat sich schwer damit, nun zu den Brillenträgern zu gehören. Als mein Bruder das erste mal einen verhassten Anzug anziehen musste? „Siehst du bescheuert aus!“ anstatt „Wow, der steht dir!“ zu sagen.
Notlügen, Halbwahrheiten und echte Lügen kommen daher nur, wenn ich wirklich lange und ausführlich darüber nachdenken konnte und dann sind sie nicht schlüssig oder glaubwürdig. Klappen tut das nur, wenn ich die Lüge selber glaube.

Wenn WMF also fragt, wie es mit der Wahrheit bei mir im Blog aussieht, dann so:
Ich schreibe nur, was sich selber glaube, gemixt mit der einen oder anderen Minilüge, die aber niemanden schadet und letztlich nur der Anonymität dient.

Wieder da

Immer diese Lügen bei wetter.de! Hat gar nicht geweht oder geböht! Okay. Dafür geschneit. Geregnet. Geschneit. Geregnet. Geschneit. Geregnet. Geschneit. Zwischendrin immer mal 5 Minuten Sonne.

Ansonsten: Keine Wölfe – die sind tatsächlich dem Umbau zum Opfer gefallen. Aber dafür gibt es da dann noch mehr Wölfe, so 2018. *seufz*
Kein Buschi (so heißt der Orangutan!), dafür dem Bau beim neuen Buschihause zugeschaut. Wird schön.
Nur ein Foto von einer Hyäne – und zwar von deren Po, während sie vorm neusten Regenschneeschauer flieht.
Mönchsgeier gefunden und Marabu damit geärgert.
Löwen, Tiger und Luchse fotografiert, ich hoffe ich habe damit meinen Auftrag erfüllt.
Eulen ohne Käfig gefunden und abgelichtet, Müpfi ein Video geschickt, freut sich.
Takamanda ist fertig – vermute ich zumindest, denn die Viecher wollten nicht raus kommen. Die Gehege sahen aber recht fertig aus.
Jede Menge Reiher festgehalten – die wollten den Pingus den Fisch klauen. Zumindest auf der Kamera direkt tolle Fotos. Mal sehen wie es später am Rechner aussieht.
Füchse gesehen. Wenigstens mal was hundeartiges, nachdem die Wölfe ein Reinfall waren und die Hyänen (jaja, die gehören zu den katzenartigen, aber ich mag die Viecher trotzdem) Wasserscheu blieben.
Babyraffe gesehen! *.*
Babyaffen nebenbei auch, aber Babyraffen sind niedlicher!
Erkenntnis: Flamingos sind Wetterfest, standen selbst im dichtesten Schneegestöber im Teich und… äh… teichten.

Meine Füße tun weh und mir ist kalt. Aber zumindest wurde ich nicht weggeweht.

Checkliste für Mich

Wenn ich nicht verschlafen haben oder weggeflogen sein sollte, sitze ich nun im Zug gen Osnabrück. Provisorische Bahncard samt Hin- und Rückfahrtticket waren bereits gebucht und gestern Abend ausgedruckt, Here war auf altmodische Karte (anstelle der Satellitenansicht) umgestellt, die Akkus geladen, Speicherkarten geleert und die Kamera sicher in der Tasche im Rucksack verstaut. Mantel samt Schal, Handschuhe und Cappie (zwecks Regen, soll dann mit Pferdeschwanz gehalten werden… ein Hoch auf lange Haare!) liegen bereit, feste Schuhe hab ich eh immer an, Beine waren mit Voltaren vollgeschmiert und früh im Bett war ich auch! Direkt nach diesem Artikel hier. ;D

Geplant ist morgen:
-Ausufernde Fotos des Wolfsgehege samt pelziger Bewohner (ich hoffe die sind noch da, Zoo baut an und da ist gerade ein Teil des Wolfsgehege mit dabei ._.)
-schauen ob die Hyänen sich bei dem Shit-Wetter nach draußen wagen (eher unwahrscheinlich, leider)
-schauen, ob die beiden OranUtans bereits ein neues zu Hause haben oder dieses in Bau ist (letztes Jahr war man an Spenden sammeln)
-schauen wie weit Takamanda ist – letztes Jahr wurde noch gebaut und inzwischen sollte das fertig sein
-Wildkatzen aller Art fotografieren (auf besonderen Wunsch vom Lootgeier Marabu)
-Eulen besuchen, sonst gibts Schläge von Müpfi
-im Zweifelsfall den Zoo kurz und klein schlagen, wenn die Wölfe weg sind ò.ó

Gegen 18 Uhr will ich dann wieder zu Hause sind und danach wollte man noch raiden. Wird also etwas anstrengend der Tag. Erwartet Mittwoch keine oder kaum Einträge, bisher ist da nämlich auch nicht geplant.

Blogparade: Apotheken und ich

Pharmama hat zur Blogparade gerufen und will Geschichten hören. Da mach ich mit!

Zuerst einmal:
In meinen Job habe ich zwangsläufig öfter mit Apotheken zu tun. Entweder sie rufen uns an, weil wir mal wieder Mist gebaut haben und eine Retaxierung verursachen könnten oder sie rufen uns an, weil die herstellenden Pharmazeuten Mist gebaut haben und Medikamente nicht lieferbar sind oder wir rufen sie an, weil nicht weiter wissen.

Der Klassiker bei „Mist gebaut“ ist natürlich die vergessene Unterschrift des Arztes. Uns ist das immer wieder peinlich, wenn das passiert und mit den meisten Apotheken stellen wir uns auch gütig und lassen uns das Ottowilhelmfreie Formular zuschicken oder bringen, sofern es unsere Lieferapotheke ist. Oft genug passiert das Unterschriftenvergessen nebenbei direkt im Behandlungszimmer, weil Behandler und Behandelter sich so gut verstehen und über Gott und die Welt plauschen. Da geht das gerne unter. Und da wir aus Sicherheitsgründen ohne vorunterschriebene Rezepte (unterschriebene Blankorezepte lassen sich bei Entwendung deutlich einfacherer fälschen und so kann der Arzt nochmal drauf schauen, wenn das Rezept bedruckt ist um zu schauen, dass sich da kein Fehler eingeschlichen hat) arbeiten, fehlt es halt ab und zu.
Ein Nichtklassiker ist dagegen der Stempel. Als unsere Praxis seinen Stempel änderte, haben wir zwar alles drauf gehabt, von dem wir wussten, dass es drauf muss – aber was fehlte waren die Berufsbezeichnungen (Facharzt für Allgemeinmedizin und so). Es stand zwar Praxis für Allgemeinmedizin drauf, aber das reichte scheinbar nicht. War uns völlig neu und erwies sich als Schwierig, da wir eine Menge Ärzte mit unterschiedlicher Bezeichnung haben und unser Stempel eh schon viel Platz weg nahm. Die Apotheken der Stadt haben aber immer ein Auge drauf gehabt, ob die Stempel nun ordentlich sind, da auch so immer noch Rezepte mit falschen Stempel durchrutschten (weil vor der Änderung gedruckt oder man es bei einer Eventualität vergessen hatte… so war auch ein halbes Jahr später auf einen BG-Rezept der falsche Stempel drauf, weil niemand dran gedacht hatte, das zu testen).
Also Praxis kann ich also sagen: wir sind den Apotheken dankbar für das dritte und vierte Auge, die da auf Fehler überprüft. Und wir korrigieren gerne, wenn sie anrufen. Wir wollen nämlich den Nullretax genauso wenig wie sie selbst. 🙂 Und ja, das gilt auch dann, wenn die Firmen schuld sind und Medikament X der Stärke Y in der Packungsgröße W nicht von Firma Z erhältlich ist, aber sehr wohl von A und B und C und D – und E, aber hier in einer anderen Packungsgröße, die aber in der gleichen Normgröße steht (N3 kann 100 oder 98 Tabletten bedeuten z.B.).

Und wenn wir anrufen gibt es auch die Klassiker. „Haben sie Boostrix Polio oder Repevax?“ mit flehender Stimme wird oft genug mit Nein beantwortet. Toll ist: zwei Tage später ruft die Apotheke an und teilt uns mit, dass sie gerade für 5 Minuten eine der beiden Impfungen beim Lieferanten auf bestellbar erschienen und sie uns direkt eine Packung gesichert hätten, obwohl wir eigentlich nicht bestellt haben. Das ist wirklich toll, da beide Impfungstoffe zwar den selben Inhalt haben aber auch seit Jahren massive Lieferprobleme haben. Was bei den Kombiimpfstoff mit Tetanus, das alle 10 Jahre aufgefrischt gehört, eine einzige Katastrophe ist. Umso schöner, dass die Apotheken an uns denken!

Dann gab es noch die Situation, dass eine finanzschwache Frau gerne mit Pille verhüten wollte, sich aber ihr Mittel nicht leisten könne und fragen wollte, welches nun das billigste Ersatzpräparat sei. Das war am Ende des Quartals und damit ist unsere Software schon nicht mehr aktuell, da auch unsere Medizindatenbank nur vierteljährlich aktualisiert wird. Zudem haben wir manchmal noch Präparate drin, die seit zwei Jahren aus dem Verkehr sind und keinen entsprechenden Vermerk besitzen. Keine gute Ausgangsbasis. Also hab ich unsere Lieferapotheke angerufen und gleich gesagt, dass ich Hilfe bei einer Medikamentensuche benötige. Ob es gerade recht sei, die Patientin wäre eh noch 2 Stunden hier (war eine längere Untersuchung). Die PTA lies sich die Daten durchgeben, was gebraucht wurde (hatte natürlich vorher Rücksprache mit Onkel Doc gehabt) und versprach zurück zu rufen. Vierzig Minuten später ruf die Chefin zurück, sie würde Antibabypille L oder K empfehlen. Beide nehmen sich von Preis nicht viel und hatten nur minimale Unterschiede. Damit hatte die Patientin 20€ gespart – das Mittel, dass ich provisorisch aus den PC rausgesucht hatte, hätte sie 10€ mehr im Vergleich zu den Apotheken-Beispielen gekostet.
Für solche Aktionen und ähnliches liebe ich unsere Apotheken, egal ob ich nun was Studiertes oder eine PTA/PKA am Telefon hab.

Und privat?
Da kann ich eigentlich viel sagen, da ich immer voll zufrieden mit deren Leistungen bin, aber auch nie was besonders schwieriges bräuchte. Ich wurde gut beraten, Fragen wurden beantwortet und nerven tut es nur, wenn ich den Monatsvorrat (für mehrere Monate) ab Ibuprofen kaufe. Da Mannmann stark wetterfühlig ist und ich chronische Kopfschmerzen hab, achten wir darauf immer genug Ibu im Haus zu haben. Und wenn ich dann drei bis vier Packungen Ibu 400er in 50er Packung bestelle, werde ich immer komisch angemacht. Das ist sehr gut, da die Missbrauchsgefahr besteht und Ibu nicht ohne ist – schlimmer fände ich es, wenn da kein Kommentar kommen würde 😉 – aber nerven tut es eben doch.
Ein weiterer Negativpunkt: Apotheken haben nie genügend ABC-Pflaster da. Da viel bei meinen Kopfschmerzen von Verspannungen herrühren, bin ich auf lokale Mittel umgestiegen, nachdem ich es wegen Zahnprobleme echt mal mit den Ibu übertrieben habe. Ich bin mit den Pflastern super eingestellt. Wenn es schmerzt, papp ich sie mir zugeschnitten hinten drauf und muss dadurch im besten Fall keine oder max. nur eine Ibu nehmen. Leider nehmen die meisten Menschen lieber Thermocare, das wesentlich teurer ist und eine bessere Hautverträglichkeit besitzt. Ich aber vertrage diese eben NICHT, habe dafür kaum Probleme mit ABC-Pflastern. Aber selten konnte ich mir mal mehr als eine Packung aus der Apotheke kaufen, weil sie einfach nicht mehr hatten. Einstellen kann man sich als Apotheke auf „meinen“ Umsatz aber nicht, da die Menge an Pflaster pro Jahr stark unterschiedlich ist… ich komme auch mal wochenlang ohne aus, dann brauch ich wieder täglich was.

Aber auch positives hab ich zu berichten. Als meine Pulsprobleme anfingen, habe ich nach einen RR-Messgerät für den Oberarm gefragt, da ich das unter Kontrolle behalten will. Das einzige Maschinchen vor Ort war mir für den Monat zu teuer, weswegen ich versprach, das im nächsten Monat zu kaufen. Chefin hatte gleich reagiert und kam mit den Katalog, suchte kurz und meinte dann: „Die Maschine ist super, die hab ich auch zu Hause. Kostet 30€ weniger und kann dafür sogar ein wenig mehr. Mein Mann kann sie ihnen morgen liefern, wenn sie möchten.“ Möchte ich. Genauso haben sie mir schon Splisterteile geschenkt (also so Behälter, wo man seine Medikamente für den Tag oder gar Woche stellt). Zugegeben: das ist auch die Apotheke, die uns auf Arbeit immer beliefert. Wahrscheinlich kommt es daher wegen des Gutstellens, was nicht nötig wäre. Aber eine nette Geste empfinde ich das trotzdem.
Genauso haben sie mich auch schon wunderbar wegen einer bestimmten Creme beraten, die ich für Mannmann brauchte oder brachten mir einfach mal ein (nicht kostenloses) Entspannungsbadezusatz vorbei, als es bei uns auf Arbeit massiv hektisch war und ich kurz vor den Burn-Out stand. Das war aber auch eine PTA, mit der ich mich gut verstanden habe. 🙂

Und dann gibt es noch die ganz privaten Erfahrungen. Pharmama, Apothekentheater oder Müpfi, die ja auch PTA ist. Die beiden Blogs haben mich Einsicht und Verständnis in die Apotheken und deren Alltag gebracht, der mir vorher fehlte. Ich verstehe nun viele scheinbaren Gängeleien besser (wie die Sache mit den Stempel 😉 ) und kann es nachvollziehen. Ich finde diese Blogs super und sie leisten eine klasse Aufklärarbeit. Wenn nur mehr Leute diese Blogs lesen würden. Auch den Gedankenknick, der immer mit seinen epischen Kommentaren und diversen Beiträgen daher kommt, hat viel dazu beigetragen.
Und Müpfi? Müpfi kommt immer dann zum Einsatz, wenns mal schnell gehen muss. Wie gestern Abend gegen 21Uhr, als ich Schmerzen der Stärke 8 hatte und ABC-Pflaster, Cayennepfeffercreme bis hoch in die Haare (da machen sich Pflaster immer so dumm 😉 ) und 2 Ibu einfach nicht halfen. PTA im Freundeskreis braucht jeder. 😛