Urlaubsbericht

Keine Sorge, ich lebe noch. Der Oktober ist nur erschreckend anstrengend. Erholsam. Und Anstrengend.

Mannmann hat seit Monatsanfang Urlaub und verbietet mir zu kochen, was ich essen mag. Nicht, dass ich wirklich drunter leiden würde – aber er will halt immer mitessen, wenn ich was koche und er mag nicht alles, was ich mag. Ergebnis: Wir bestellen eher, als das ich koche und meistens gab es Abends Tomamozisalat.

Der größte Nervfaktor bisher dürften aber die vergangenen zehn Tage sein. Da waren wir nämlich auf Kur. Okay – Urlaub. Aber für mich war das Kur.

Der von Oben – einer der besten Freunde vom Kerl – wollten nämlich in den Urlaub nach Italien. Aber sie haben einen 11 Jahre alten Wolfsspitz, den man eine lange Fahrt zur Urlaubsbetreuung oder gar zum Urlaubsort nicht zutrauen mag. Wir gut, dass sie in Bad Schwartau wohnen – den Ort, den Mannmann als künftigen Wohnort auserkoren hat. Und wie gut, dass ich unbedingt einen Hund will. Und wie überaus gut, dass ich den Hund kenne.
Also boten wir uns absolut selbstlos als Hunde- und Haussitter an. *hust*

Kommen wir zur Familie:
Der von Oben ist die zweitkleinste Person innerhalb seiner Familie. Was das bei einer Größe von 187cm heißen mag, darf jeder selbst entscheiden. Er hat drei Stiefkinder, der Älteste in meinem Alter, das Küken Anfang 20. Er arbeitet im ähnlichen Beruf wie Mannmann und ist dessen vergangener und (hoffentlich) zukünftiger Chef, wenn dann beide auch diverse Firmenwechsel hinter sich haben.
Die von Oben ist die kleinste Person der Familie, aber auch sie ist über 180cm hoch. Sie arbeitet im pädagogischen Bereich.
Die drei Kinder kenne ich kaum – außer, dass sie hoch gewachsen sind, sind sie mir absolut unbekannt.
Und dann gehört da noch Tumor dazu. Tumor ist die besagte Hundedame, 11 Jahre, Wolfsspitz und trägt tatsächlich den selben Namen wie meine Quasinichte Tumörchen. Zur besseren Unterscheidung lasse ich hier die Verniedlichung weg, auch wenn die Ganzkörperfellträgerin diese absolut verdient.

Spitze wurden einst als Haus- und Hofhund gehalten und dienten dort als lautgebende Wachhunde. Daher sind Spitze als Kläffer verschrien, auch wenn man das nicht einfach so bevorurteilen sollte. Denn Spitze kläffen nicht einfach nur – sie haben sogar bestimmte Bellmuster für bestimme Menschen. So verbellen sie jedes Individuum vollkommen anders, wodurch man als Besitzer schon weiß, wer vor der Tür steht, ohne durch den Spion zu schauen.
Natürlich müssen Spitze entsprechend trainiert werden, damit sie vom einfachen Lautgeben nicht ins Kläffen hineingeraten. Das ist aber ein Menschenproblem.

Tumor nun ist anders. Sie bellt nämlich nicht. Oder – nur sehr, sehr selten. Vielleicht war das der Grund, warum man sie vor Jahren im Wald angebunden hat – ohne Wasser und Futter – wo sie nur mit viel Glück gefunden und ins Tierheim gebracht wurde. Einen anderen Grund kann es einfach nicht geben. Sie ist ein einfacher, lieber, liebesbedürftiger, ruhiger und verschmuster Hund. Sie will einfach nur zwei Dinge: Ihrer Familie gefallen und immer dabei sein. Nein, sie jault nicht, wenn man sie alleine lässt (auch wenn ihr das nicht gefällt) – aber sie ist immer in den Raum, wo auch Leute sind. Dort legt sie sich dann in eine Ecke und döst. Mittendrin muss dann nämlich auch nicht.
Insofern hatte der von Oben echt Glück, so einen wunderbaren Hund zu bekommen. Und es zeigt, dass nicht nur Problemtiere im Tierheim landen.

Genug geschwärmt.
Tumors anstrengende Marotten sind ihre Bettelei um „lass uns Gassi gehen“ und ihre Verfressenheit. Sie hätte auch ein guter Labrador werden können. Wegen Letzteres muss man ihr Futter sehr gut einteilen, damit sie nicht adipös wird. Nicht weiter tragisch. Ersteres ist… anstrengend. Sie gibt ein seltsames Heuljaulen von sich, eine Art Weinen, das nicht unbedingt laut ist – aber was sie zur Not auch eine Stunde lang in wechselnden Tonlagen durchziehen kann. Bei uns hielt sich das noch in Grenzen, aber den von Oben hat sie ganz gut erzogen damit. *kicher*

Dreimal täglich bin ich mit der Dame raus gegangen. Im Schnitt war ich gut drei Stunden am Tag unterwegs, meistens im Wald. Es war herrlich. Und bestätigt mir, dass ich einen Hund haben sollte. Als Bewegungsmotivation, als Freund, als Begleiter, als Freund. Den Hund da lassen zu müssen, hat geschmerzt. Finanziell ist er aber einfach nicht drin.
An einem Tag waren wir an der Ostsee und haben sich einen lauen Wind um die Nase wehen lassen. Dort fand ich auch eine nette Fischverkäuferin, die extra nochmal einen Fisch warf, damit ich tolle Fotos von fressenden Möwen machen konnte. Leider sind die Bilder nichts geworden. Mit Bewegungen im Bild hab ichs nicht so. 😦
Trotzdem: tolle nette Fischdame!
Kulinarisch war die Woche eher langweilig. Das Highlight war wohl die original VW-Currywurst samt passenden Ketchup, den ein Bekannter von Mannmann und dem von Oben mitgebracht hatte. Aber hey… wir wollten entspannen, nicht fressen.

Warum das dann anstrengend war?
Ich kann meinen Kopf nicht ausschalten. Davor hatte ich Angst, mit dem Hund zu versagen. Angst, dass er Giftköder aufnehmen könnte. Angst, dass irgendwas anderes mit dem Hund wäre. Angst, dass ich mich nicht zum rausgehen bringen kann.
Mittendrin hatte ich Angst, meine Kamera zu zücken, wenn ich tolle Motive fand. Angst, dass ich den Hund falsch füttere. Angst, dass ich ihr wehtue, wenn ich ihr Fell bürste.
Ein wenig war ich daher froh, als ich Sonntag wieder im Auto saß. Aber das traurige Auge überwiegt dann doch mehr.

Und anstrengend wird es auch ab Mittwoch. Dann geht es zu Mannmanns Familie. Zur Geburtstagsparty von Freunden mit jeden Mengen Fremden (zu der ich mich weigere), zum Geburtstag meines Schwiegervaters und – allen voran – zum endlich life kennen lernen der Besseren. Und Tumörchen. Ich habe solche Sorge, dass wir uns im echten Leben deutlich weniger vertragen als im Chat. Das wir eine Freundschaft verlieren. Mannmann hält mich für bekloppt. Er meint, dass das nicht passieren kann, so wie wir immer lästern. Aber ANGST ist eben trotzdem da.
Ansonsten will ich noch in den dortigen Zoo.
Ach… und für Tumörchen habe ich bereits ein riesiges Wolfsplüschtier gekauft. Muss ja noch mehr wolfsverrückte geben als nur mich.

flickr

Mannmann einmal auslachen bitte

Wie ich unlängst berichtete, hatte mich Mannmann mit einem Toilettenspülungsteil massakriert. Da wir zu zweit nicht an die defekte Stelle kam, hat er das Teil dann zähneknirschend neu gekauft. Immerhin 60€- dazu die umsonst gekauften Dichtungsringe für weiß nicht wie viele Euros.

Kurz danach erschuf sich MEIN Springbrunnen im WC und ich sagte dem Vermieter Bescheid, der eine eine Klempnerfirma anrücken lies. Heute.

Eigentlich wollte ich sie schon wieder abbestellen, denn gestern funktionierte mein Springbrunnen nicht mehr. Aber Klempner kam nicht nur eine ganze Stunde eher als erwartet, sondern meine WC-Spülung mit Sinneskriese zeigte sich auch gleich von ihrer besten Seite. Blätscher

Letztlich ersetzte er das selbe Teil wie Mannmann, nur das mein altes Teilchen wesentlich kloppiger (und dreckiger) aussah als seines. Der Klempner kommentierte es ständig begeistert mit „Ein antikes Teil… wow… so alt… Waaahnsinn“ – er verriet mir leider nicht, ob das Ironie oder ernst gemeint war. Er ersetzte es dann durch ein moderneres Ding, das wesentlich cooler aussah als das von Mannmann Gekaufte (ob das überhaupt ein wichtiges Kriterium für die Ventile ist? „Cool“?)
Im Anschluss lies ich mir noch zeigen, wie man die Druckplatte wieder aufsetzt, denn das gute Stück war von Innen angeschimmelt. Das wollte ich noch sauber machen.

Nun habe ich also das selbe Teil ersetzt und musste dafür nichts bezahlen – während Mannmann knapp 70€ aus dem Geldbeutel warf, weil er es selber machen wollte. Insofern:

nelson

Was noch ist, kann man ja kaputt machen

Dieses Wochenende stand unter dem Zeichen des Kaputtgehens. Und ausnahmsweise mal war nicht ich, der Tollpatsch, schuld. Viel mehr war es Mr. Ich-rechne-und-plane-alles-durch-Mannmann der Idiot. Allerdings hatte es die selbe Wirkung: Ich stand am Ende heulend in der Gegend rum.

Angefangen hatte alles mit Mannmanns Toilettenspülung. Da wir hier recht kalkhaltiges Wasser haben, wollte er den Spülkasten mal entkalken. Nachdem er damit aber fertig war, hat dieser das Wasser nicht mehr gehalten. Nach einigem Gefluche bestellte er Dichtungsringe und wollte den Kasten selbst reparieren. Nur… würde er an den Dichtungsring aus dem Schwimmerventil ausbauen können?
Also rief er sein Tuktuk (la mich) in den Keller. Ich solle das Ventil festhalten und er würde ein radförmiges Teil mit der Rohrzange abdrehen, hinter dem der Dichtungsring versteckt ist.
Also drehte er. Und drehte. Und drehte. Das Ding bewegte sich nicht einen Millimeter. Also stellte er sich nochmal so richtig breitbeinig hin, spuckt in die Pranken, wies mich an alle schön festzuhalten und versuchte mit aller Kraft das Rädchen zu drehen, aaaaaaaals….

Fortsetzung folgt

Nein, Spaß:
aaaaaaals… er abrutschte, meinen Daumen in die Zange spannte und dann immer noch drehte.

Natürlich lies ich alles reflexartig los und drehte mich weg vom Monster. Aber geschehen war geschehen.
Ergebnis: der halbe Nagel kaputt. Das Ding war einmal säuberlich gespalten. Und zwar vom Nagelbett nach oben, nicht einfach nur die Spitze… neiiin! Es blutete wie die Hülle, der Schmerz war… bombastisch. Wir sind schnell nach oben und spülten ihn ordentlich ab. Pflaster drauf und gut?
Nein. Das war Freitag. Selbst heute tut der Daumen noch gut weh. Das Fleisch unter dem Nagel ist stark geschwollen, wodurch die eine Hälfte des Nagels angehoben wird. Jeglicher Druck – und mag es nur vom Kissen sein – bereitet schon Schmerzen. Pflaster drauf – oder vor allem runter machen – bereitet massive Qualen. Aber ohne geht es nicht, da ich sonst überall hängen bleiben würde. Das bleibt nun so auch, bis der Defekt ausgewachsen ist.

Allerdings war ich nicht die Einzige, die kaputt ging. Mannmann jammerte gut eine Stunde später, dass er nun auch am Daumen Aua hätte:
Ein klitzekleines Bläschen.
Scheinbar verstand er nicht, warum ich keinerlei Mitleid mit ihm hatte.

Kaputt gehen #2 ist weniger spektakulär aber ebenso auswirkungsstark.
Seit wir zwei Wohnungen haben, schlafen wir auch getrennt. Mir persönlich passt das weniger, ihm wegen meiner Schlafunheiten mehr (spätes zu Bett gehen, Zähne knirschen, im Schlaf quatschen und sehr motiviertes im Bett wälzen, wo dann schon mal Arme und Beine in seinem Gesicht und Gemächt landen können). Also haben wir das als Gästebett gedachte Luftbett zu einem Wölfchenkissen umfunktioniert. War auch super gemütlich, musste halt nur alle paar Wochen aufpusten. Aber da es einen Motor dafür hatte – wurscht.
Bis es in der Nacht von Freitag auf Samstag von „voll aufgepustet“ auf „Unsoziale liegt auf dem Fußboden“ reichte. Das war alles andere als typisch. Das Bett hielt sonst eins A die Luft. Aber nun?

Scheinbar ist eine der Nähte leicht aufgegangen, wo nun die Luft entweicht. Und zwar von Tag zu Tag mehr. Mit dem Ergebnis, dass ich seit Freitag jede Nacht nur noch max. eine Stunde wirklich schlief. Entsprechend reizbar war ich dann auch, weswegen ich gestern Leute anschnauzte, die dafür gar nichts konnten. Tut mir Leid Obelix! 😦

Kaputt gehen #3 war dann MEIN Wasserkasten. Anders als bei Mannmann floss da kein Rinnsal in die Toilette – neiiin – bei mir waren es die verdammten Niagarafälle. Oder: mein Wasserkasten hatte eines Sinneskrise und hielt sich nun für einen Springbrunnen. Schon im Flur hörte ich es plätschern.
Allerdings habe ich Mannmann verboten das Teil anzufassen und habe dem Vermieter Bescheid gegeben. Ich will ja nicht noch einen Daumen kaputt gehen sehen.

Vom Herzen und so

Bei mir gab es lange nichts neues – die Bessere hat schon geschimpft. Aber die kleinen Dinge waren so klein, dass es sich einfach nicht gelohnt hat. Dafür gibt es nun eben die Zusammenfassung. Bin mal gespannt was meine Schwägerin sagt. *wuhahahaha*

Gesundheit
Kurz vor meinen letzten Beitrag wurden meine Betablocker umgestellt. Ich hatte in letzter Zeit verstärkt Kopfweh – Migräne, Cluster, anderes… alles drin. Betablocker sind aber eine gute Vorbeuge genau dagegen. Also wurde ich von Biso auf Metoprolol umgestellt. Schnell bemerkte ich, dass mir die verordnete Menge (23,75mg) nicht reichen. Ich hatte nach etwa 12 bis 14 Stunden wieder deutliche Tachykardien – ich ging also mit Herzrassen ins Bett. Kein schönes Gefühl.
Mein Handy hat ein eingebautes Pulsoxymeter, der das Gefühl auch bestätigte (zwischen 110 und 140er Puls). Da ich weiß wie die Oxymeter funktionieren, vertraue ich dem Handy auch. Es wird einfach ein rotes Licht ausgestrahl, dass durch die Haut gelangt. Dort wird es vom Eisen an den roten Blutkörperchen (Erys) reflektiert. Diese Reflektion kann gemessen werden. Da die Geschwindigkeit, mit der die Erys vorbei flitzen, vom Puls abhängig ist (langsam-schnell-langsam-schnell), kann man dadurch den Puls bestimmen. Mehr noch – da Eisen direkt mit dem Sauerstoffgehalt zusammenhängt, kann man damit auch die Sauerstoffsättigung des Bluts bestimmen.
Die Hardware muss also nichts besonderes können und die Software muss nur Reflektionsinformationen auswerten können. Also kann ich von korrekten Puls- und Sauerstoffangaben ausgehen. Während Sauerstoff immer im guten Bereich liegt, geht der Puls eben durch die Decke.
Dazu hatte ich seit dem auch noch einen Migräneanfall.
Also haben wir heute die Betablockerdosis von 1×1 auf 2×1 erhöht.

Außerdem habe ich oft Herzstechen, was mir echt Sorgen macht. 30 Kilo Übergewicht, Diabetesgefährdung und wenig Bewegung tun dem Herz nicht gut. Tachykardie machts da auch nicht besser. Das Ruhe-EKG war zum Glück in Ordnung, man muss also nicht unbedingt von einer grundsätzlichen Herzschädigung ausgegangen werden. Da die Beschwerden oft aufgetreten sind, wenn der Rhythmus wieder nach oben stieg, hoffe ich, dass die Betablocker auch das eingrenzen. Ansonsten wollen wir mal ein Langzeit-EKG machen, in der Hoffnung, die Beschwerden dabei aufgezeichnet zu bekommen.

Außerdem soll ich momentan vermehrt darauf achten Eisen- und magnesiumreiche Nahrungsmittel zu mir zu nehmen. An Eisen mangelt es mir leicht (was aber auch mit der Menstruation zusammenhängen kann), Magnesium ist gerade noch so im Normbereich. Magnesiummangel kann aber auch Migräne auslösen. Also sich ich mehr Bananen futtern. Bei dem Eisen mache ich mir erst mal keine Sorgen, da ich vor 5 Jahren noch deutlich tiefere Werte hatte und da auch Tabletten nehmen musste. Mit einem leichten Mangel, der sich durch Ernährung beheben lassen kann, mache ich mir da keine Sorgen.

Finanzen

Inzwischen wurde ich von der Arge ausgezahlt. Zwei Wochen musste ich auf den Krankengeldbescheid bangen. Da sie vorher noch das Gutachten einsehen wollten und sie in Frage stellten, ob ich überhaupt Krankengeldberechtigt bin, ja mich sogar in Frührente schicken wollte, wusste ich echt nicht, woran ich war. Gestern kam dann die erlösende Nachricht. Tatsächlich bekomme ich genauso viel Krankengeld wie ALG, muss also die Hose nicht enger Knöpfen. Da inzwischen auch mein Wohngeldantrag durch ist (den ich im Mai abgeben hatte!), sieht es gar nicht mal mehr so schlecht aus. Es könnte immer noch mehr sein. Aber so ist auch ok.

Dadurch steht auch Projekt neuer Rechner nichts mehr im Wege. Mein aktueller ist zwar noch gut, liegt aber inzwischen unter den von Blizzard empfohlenen Anforderungen vom Wow. Immer noch über den Mindestanforderungen aber eben auch nicht optimal. Es scheitert dabei vor allem an der CPU, was die wichtigste Komponente für WoW ist.
Mit neuer CPU brauche ich aber auch ein neues Mainboard. Und neuen RAM. Und weil mein Gehäuse ein Midi-Teil ist, das damals wegen des geringen Budgets ausgewählt wurde, soll nun auch ein Neues dran. Da bei der CPU wichtig ist, dass der einzelne Kern ordentlich Power hat (WoW ist alt – es kann max. 1,5 Kerne zeitgleich nutzen), habe ich mich für Highendgeräte entschieden.
Was für Teile genau? Entscheidet Mannmann, wenn ich das Geld beisammen hat. Grafikkarte und die drei Festplatten werden behalten. Das Netzteil wird kurzfristig entschieden – da würde Mannmann zur Not aber was beilegen, wenn es nicht reicht.
Insgesamt heißt es nun 900€ ansparen. Mein Ziel wäre es pro Monat 100€ an ihn zu überweisen, damit ich damit nichts dummes anstellen kann. Die 40€ für Pokemon Sonne und Mond hat er schon für mich gespart. Wenn ich was teures kaufe, dass er sonst bezahlen würde, wird das Geld einfach auf sein Schuldenkonto für mich berechnet. Ich hoffe, dass ich so in 7 – 9 Monaten auch wirklich alles beisammen habe.

Außerdem hab ich ja ein neues Handy. Ein Galaxy S7. Damit bin ich wunderbar zufrieden, kann damit auch direkt das Gewicht tracken und der eingebaute Pulsoxy ist echt nice.</p<

Trotz allem bin ich nun auf der Suche nach einen Job. Krankengeld geht ja nicht ewig und das ALG wird sicher niedriger werden. Da es kaum angemessene Jobangebote als MFA gibt, überlege ich nun zum Feind – der Krankenkasse – zu wechseln. Stressig ist das auch – aber eben nicht in der Höhe wie in der Praxis. Ich würde sogar zu einer Umschulung zur Sozialversicherungsfachangestellten bereit sein – damit würde ich dann mehr Auszubildendengehald bekommen als ALG und als Berufseinsteiger mehr verdienen als eine MFA nach 5 Jahren. Aber mal abwarten was aus der Initiativbewerbung wird.

Opas Schlaganfall

Der Vater meines Stiefvaters ist schon relativ alt. Anfang des Jahres hatte er einen Herzstillstand – mitten im Auto. Zum Glück beim Rückwärtsfahren, so dass der Schaden begrenzt blieb. Lediglich eine junge Frau wurde angefahren – diese konnte aber einen Tag später das Krankenhaus wieder verlassen. Also nichts ernstes.
Hervorgerufen wurde der – für Opa vollkommen schmerzfreie – Stillstand nicht nur wegen kaputter Arterien, sondern auch wegen seines Diabetes. Diesen hat er länger als ich ihn kenne und obwohl er bei der Diagnose seine großen Sünden (Nikotin, Alkohol und Zucker) noch am selben Tage aufgegeben hatte, sich streng an seine Diät hält und er bisher keine Fußprobleme hatte (was wirklich was heißt), wurden durch den Diabetes scheinbar die Nerven am Herzen geschädigt – so das er niemals Vorwarnungen erhalten hatte. So sagten es später zumindest die Ärzte.
Zwei Monate später hatte er den nächsten Stillstand – an seinen Hochzeitstag beim Frühstück. Meine Mutter rettete ihn hier das Leben, da alle Umstehenden (Omma, Stiefvater sowie andere Verwandte) absolut überfordert waren und sie die einzige war, die auf die Idee kam Erste Hilfsmaßnahmen einzuleiden – oder den Notarzt zu rufen.

Danach ging es ihm erst mal gut – bis ich bei ihm war. Ja, ich habe ein wenig mit ihm geredet, wir hatten Spaß und es ging ihm gut, auch wenn Oma die Weltgeschichte verrückt gemacht hat, als Opa mal einen Tag lang wenig Hunger hatte. An dem Tag, an dem ich wieder zu Hause war, hatte er dann einen Schlaganfall.

Er hat ihn überlebt, ist aber rechtsseitig gelähmt. Glücklicherweise wurde er in die Reha-Klinik gebracht in der auch meine Mutter arbeitet. So konnte sie ihn jeden Tag für ein paar Minuten besuchen. Und leider das Dilemma auch mit ansehen.
Mutter arbeitete zeitweise direkt gegenüber der Station und konnte so über die Flure Opa ständig im Flur stehen sehen. Im Rollstuhl sitzend. Das Gesicht nach unten. Stundenlang. Und niemanden der sich mit ihm beschäftigt.
War meine Familie zu Besuch ging ebenfalls nicht viel. Eines Tages – D-Mann #1 und Omma waren ebenfalls da – beschloss Muttern Opa ins Bett zu bringen. Mein Stiefvater wollte die Schwestern rufen – aber Muttern lies das nicht zu. Immerhin macht sie nichts anderes jeden Tag. An dem Tag hatte sie die Erkenntnis, dass es massive Probleme geben wird, wenn Opa wieder nach Hause kommt. Denn auch wenn er sich an seine Diäten hält, ist er massiv übergewichtigt. Und Mitarbeit war zu der Zeit nicht. Er war nicht mehr als ein riesiger Sack voll Wasser. Sie hatte ganz schön zu kämpfen um ihn ins Bett zu bekommen. Klar hat sie es geschafft. Aber schön war das nicht. Aber Opa hat es ein wenig aufgeweckt. Das erste Mal, dass er auf den Besuch einging. Und das nur in dem er meiner Mutter die Hand drückte. Ein Fortschritt.

Dennoch war er mitten in einer massiven Depression. Und jetzt, wo Mama das mal bei einem Familienmitglied direkt erlebte, verstand sie erst richtig, was das für eine fiese Krankheit das ist. Sie rief mich kurz danach an und zeigte das erste mal Verständnis für meine Situation. Nicht, dass sie die vorher nicht hatte… aber nun verstand sie es eben auch. Und ja, obwohl sie oft genug selbst mit Depressiven arbeitete, brauchte es diese Situation. Mich selbst hatte sie ja nie direkt erlebt – nur am Telefon.
Dennoch war es bei Opa deutlich dramatischer. Durch den fehlenden Antrieb konnte er bei den Therapien nicht mitmachen. Dadurch blieben Fortschritte aus. Fehlende Fortschritte bedeutet keine Verlängerung der Reha. Inzwischen hat er die Depression dank Medikamente so weit überwunden, dass er tatsächlich eine Reha-Verlängerung bekommen könnte. Was wünschenswert ist.

Dennoch muss zu Hause geplant werden. Meine Eltern und Großeltern leben im selben, uralten Haus. Der Hausanteil meiner Eltern ist relativ modern, da die beiden dort hinterher sind. Die ehemaligen Stallungen sind inzwischen auch modernde Gebäude, in denen ja auch immerhin Kinderzimmer untergebracht sind (erst meines, nun von Motte) – was aber nicht einfach war, da sich Omma und Opa dagegen immer gesperrt haben. Tatsächlich wurden die Umbauarbeiten immer dann gestartet, wenn die Beiden ihren Jahresurlaub gemacht haben. Kamen sie wieder, waren die Umbauten schon so weit, dass man es nicht mehr stoppen konnte. Was echt was heißt, denn meine Großeltern waren immer nur drei Tage weg und durften von den Planungen ja nichts mitbekommen. Interessanter Weise waren sie dann immer stets zufrieden mit den Umbauten.

Die Wohnung der beiden alten Leute ist dagegen eine ganz andere Sache. Da alles immer so billig und schnell wie möglich gemacht wurde, wurde überall gepfuscht. Ja, trotz dessen, dass da in der Familie mehrere Maurer dabei waren und es besser wussten. Besagter Opa war nebenbei auch einer.
Nun, da meine Mutter eine neue Küche hatte, wollte Oma auch einen Raum renoviert haben. Einen kleinen Zwischenraum von Küche und Hof – die Laube. Eigentlich wollte sie nur die Decke anders haben – hat aber nicht mit Mutter gerechnet. Inzwischen gehört das Grundstück seit einigen Jahren nämlich meinem Stiefvater und auch wenn meine Großeltern weiter dort leben können und das Hoheitsrecht über die ihnen angestammten Wohnräume haben, will meine Mutter die Renovierungshoheit haben. Wann renoviert wird, können die Alten bestimmen. Sie dürfen auch Wünsche äußern. Und sie müssen es auch bezahlen. Da die Arbeiten aber eh mein Stiefvater macht (alleine und in seiner Freizeit bzw. mit Unterstützung von Motte) und die beiden nicht einsehen jetzt zu renovieren um in ein paar Jährchen von vorne anzufangen, hat Mutter ein ordentliches Mitspracherecht.
Aus der besagten Laube wurden nun alle Möbel (ein 50 Jahre alter Schrank, eine schlecht selbstgemachte Gartenbank sowie ein Vorhang samt Schrank für Arbeitsjacken dahinter) entfernt , die Fenster neu gemacht (von Einglasscheiben zu modernen Fenstern), neue Gardinen angebracht, Tapete an allen Wänden neu, Fliesen neu gelegt und die Türen abgeschliffen und neu gestrichen. Und nur um das mal deutlich zu machen: Zwei Türen, beide in ihrer Lebzeit öfter man neu bestrichen – aber die alte Farbe niemals entfernt. Muttern und Stiefvater brauchten vierzehn Tage um aufs Holz zu kommen. Vierzehn Tage drei Stunden nur Tür abschleifen.
Der offene Schranl mit den Arbeitsjacken wollte Omma unbedingt behalten. Was das für Jacken seien? Na die von Opa. Nach fünf Minütigen Schweigen fragte Muttern erst nach, ob Opa wirklich noch 30 Jacken benötigt, sobald er aus der Reha braucht. Jacken für Mörtel- oder Holzarbeiten, für Gras via Sense ernten, Kartoffeln auflesen, aufs Dach zu klettern um es neu zu decken usw. Omma versuchte dann damit zu argumentieren, das die Arbeitssachen von D-Mann #1 und Motte dort ja auch hingen. Was die Männer zum lachen brachten – denn ihre Sachen hängen im Hobbyraum, wo sie sich auch duschen können. Dann nannte sie ihre eignen Arbeitskittel. Mutter holte sie darauf hin. 18 Stück hatte sie seit Jahren nicht mehr an – unter anderem, weil sie total kaputt waren. Die beiden übrigen konnte sie Problemlos in die eigentliche Kommode hängen – denn ja, die hatte sie auch noch.

Das war nebenbei bevor man sich ernsthaft Gedanken über Opas Verbleib machte.
Nun war DAS natürlich das nächste Thema.Vorschlag meiner Mutter:
Das alte Ehebett meiner Großeltern raus – wird eh mal Zeit – und ein Einzelbett für Oma rein sowie das Therapiebett für Opa daneben. In ein Bett werden sie eh nie wieder schlafen können. Man müsse dann nur ein wenig umräumen, damit man mit den Rollstuhl besser rein und rauskommt (zwischen Flur und Schlafzimmer befindet sich noch das Wohnzimmer; ein direkter Zugang ist nicht drin).
Antwort von Oma: „Ich will ihn nicht mehr im Schlafzimmer haben.“
Hrm… kay…

Statt dessen sollte das Gästezimmer zum Opazimmer werden. Ihre Vorstellung? Krankenbett rein, Opa rein, fertig. Die Möbel aus der Anfangszeit der DDR wären ja noch gut.

Noch bevor Mutter sich gefasst hatte, flippte ihr mein Stiefvater aus. In den Raum kommen Ärzte und Pfleger, Opa wird sich da den Großteil seiner Zeit aufhalten und das Zimmer ist einfach nur ungemütlich und kalt. Er soll sich da verdammt nochmal wohl fühlen.
„Okay… aber nur neuer Teppich. Die Wände wurden ja erst neu renoviert.“
„Omma – da war die Unsoziale gerade mal sieben! Ich sag dir was. Willst du das Zimmer so behalten wie es stellen, stellen wir Opa ins Schlafzimmer. Willst du das nicht, werden WIR renovieren. DU bezahlst! Mama plant das alles, du musst dich nicht kümmern. Wir schauen zu, dass es nicht zu teuer ist und geben auch was zu, wenn es nicht anders geht. Aber wenn Opa da rein kommen soll, bnleibt das Zimmer SO nicht!“

Sie gab dann nach. Inzwischen sind die alten Möbel raus, die uralte Tapete runter und es wurden zehn neue Steckdosen gelegt (weswegen sich nun stolze 12 Steckdosen in diesen Raum befinden), die alten Holzmöbel wurden gespendet bzw zerstört bzw. vom Sperrmüll abgeholt. Auch hier wurden neue Fenster angebracht (ja, auch hier waren es 1-Scheiben-Fenster), ein neuer Heizkörper installier, neue Tapete angepappt und neuer Boden gelegt. Die Tapete sorgte noch mal für Zoff. Omma wollte unbedingt weiße Tapete und sterile Möbel – weil Krankenzimmer. Nach einen erneuten Ausflipper – diesmal von meinem Bruder – verzog sie sich. Während die Männer helle und freundliche Tapete wollten, setze Mutter Burgunderrot durch – mit weißer Tapete im Kontrast. Ja, das ist eine dunkle Farbe, aber meine Mutter denkt da praktisch (dunkle Tapete um Lichtschalter rum wird nicht so schnell dreckig, es ist ein für das Hirn guter Kontrast und Opas Lieblingsfarbe ist nunmal dunkles rot) – und hat ein super Gespür für Farbbalance.
Neben den Bett sollen dann noch ein Fernseher unter die Decke (damit kann man besser vom Bett aus schauen), ein Sofa für Oma, ein Tisch, Siteboards usw. usf. rein. Außerdem muss da noch ein Klostuhl versteckt werden – denn das Bad meiner Großeltern hat einen zu engen Eingang (kleiner als genormt) – da geht kein Rollstuhl durch. Will man den Durchgang verbreitern, müsste die Wanne raus – die nimmt nämlich die gesamte Wand ein. Das wäre nichts, was meine Eltern jetzt stemmen könnten, wäre also etwas für später… wenn Omma nicht auf ihre Badewanne bestehen würde. Sofern Opa also später auch nicht für wenige Schritte laufen kann, wird ein Klostuhl benötigt. Und Waschen aus der Schüssel. Erbärmlich? Ja.

In den nächsten Wochen will ein Medizinprodukteheini vorbei schauen und mal sehen, was man noch machen kann. Muss ja auch geplant sein. Außerdem hat Mama ihn bereits in einer Tagespflege angemeldet, die ihn einmal in der Woche zu sich nimmt – sofern Opa wenigstens stehen kann. Liegend- oder Sitzendpflege ist dort einfach nicht möglich. Dazu fehlt Personal und Ausstattung. Dort würde er dann auch geduscht oder gebadet werden; was auch bereits abgeklärt wurde. Pflege für zu Hause wurde auch schon provisorisch angemeldet – allerdings kann man hier nichts genaues sagen, bevor Opa wieder zu Hause ist. Denn erst dann wird die Pflegestufe festgelegt und erst dann kann richtig geplant werden. Meine Eltern wollen die Hauptpflege jedenfalls nicht übernehmen. Können sie auch gar nicht. Und meine 1,50m große Oma mit hochgradiger Osteoporose und schwerer Herzerkrankung auch nicht.
Außerdem wurde ein Platz im Pflegeheim beantragt. Meine Eltern wollen Opa gerne zu Hause haben – aber wenn es nicht klappt, wollen sie nicht noch Monate lang warten müssen. Da Muttern durch ihren Beruf jede Menge Kontakte hat, ist das nicht allzu schlimm.

Muttern und ich haben aber im Hinterkopf, dass ein Pflegeheim für Opa tatsächlich besser ist. Und zwar nicht weil es dann für sie einfacher wäre, sondern wegen des Verhaltens meiner Oma. Ist sie bei ihm, ist sie über vorsorglich. Sie füttert ihn und hält ihm das trinken hin. Obwohl er selbst essen kann. Ja – nicht gut. Ja – er beschmiert sich. Ja – es dauert. Aber was ist das Schlimmste, was man einen durch Depression antriebslosen, gelähmten Mann antun kann, ist ihm jede Form von Selbstständigkeit zu nehmen. Selbst essen mag lächerlich klein sein – aber das er es selbst machen KANN ist wichtig für sein Selbstbewusstsein. Und für seinen Lebens- und Kampfeswillen. Mein Stiefvater war am Anfang ähnlich, konnte durch Muttern aber eines Besseren belehrt werden.
Ist Omma nicht bei Opa ist sie erschreckend gleichgültig. SIE wollte, dass er direkt ins Heim geht. SIE wollte einfach nur das billigste Krankenbett in ein uraltes Zimmer stellen. SIE will nicht auf ihren Luxus verzichten, damit Opa zu Hause auf Klo gehen kann. SIE will, das Opa weiterhin am Küchentisch an seinem Platz essen kann (an dem er schon ohne Schlafanfall oder Rollstuhl kaum hin kam). Es mag sein, dass ihr das momentan alles zu viel ist.Das kann ich auch nachvollziehen. Aber ein Auge müssen meine Eltern darauf haben.

Glück für uns, dass das Haus wirklich rechtzeitig übertragen wurde. Sonst hätten meine Eltern sich da nicht so gut durchsetzen können.
Nun bleibt abzuwarten, wie es mit Opa weiter geht.

In 29 Tagen geh ich fremd!

Hinweis:
Dieser Beitrag könnte dezent verstörend sein.
Die Bessere sollte nicht ausflippen, bevor sie den Beitrag zu Ende gelesen hat.

In 29 Tagen geh ich fremd!
Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas?
Jap. Ich geh Mannmann fremd. Aber leider (zum Glück) nicht so ganz richtig, weil das Objekt meiner Begierde leider nicht im realen Leben existiert. *seufz*

Als Frau habe ich natürlich ein bestimmten Typ Mann wo ich drauf anspringe wie eine Biene auf frische Blüten mit besonders viel Nektar, Katzen auf Katzengras oder Motten aufs Licht. Mannmann sieht das alles recht locker, weil ich meine… ährm… Begierden recht sicher so platziere, dass sie kein Mensch je erfüllen kann. Nein, auch Mannmann nicht. Ich nehme es ihm aber echt nicht übel. Wirklich.
Welche Männer das sind? Nun das wären:

Hugh Jackman in seiner Rolle als Wolverine. Und ja, NUR in dieser Rolle und NUR dieser Wolverine. Ja sorry, ich häng bei solchen nackten Oberkörpern mit einem Hauch Tier sabbernd am Bildschirm. Den Schauspieler selbst finde ich dabei nebenbei nicht ganz so lecker. Ehrlich nicht. In anderen Filmen mag ich ihn seltenst. Aber mit diesen Koteletten, diesen irren Blick, diesen wunderbar sexy Krallen… haaarrrrmmmmmmmmm. *.*

Nummer zwei wären… humane Werwölfe. Werwölfe? Werwölfe! Dabei speziell nicht die Varianten, die auf vier Beinen laufen und mehr Wolf als Mensch sind (die mag ich auch, gehe aber nicht drauf ab) sondern die riesigen Brocken auf 2 Beinen, wo man unterm Fell auch noch die Muskelpakete sieht. Quasi Wolverine mit mehr Haare und Schnauze. Und Ohren. Und Knurren. Halt nein. Knurren tut Wolverine auch.
Harry Potters Werwolf fällt dabei absolut raus (hallo? Das is’n Pavian mit Hauterkrankungen!), der aus Van Hellsing dagegen nicht. WoW-Worgen kommen ihnen auch schon ganz nah – auch wenn mir hier zum absoluten Sabberfaktor der Schwa… die Rute fehlt. Es gibt durchaus einen Grund, warum ich nur Worgen spiele. Männliche Worgen. Und die auch noch gerne ausziehe.

Nummero 3 – und Grund für dieses Outing – ist auch wieder ein WoW-Charakter. Und zwar ein recht tragischer. Der meines Wissens laut Lore auch noch nicht vergeben ist obwohl er seit Jahrhunderten einer einzigen Frau hinterherläuft – die es aber lieber mit seinen Bruder treibt. Ich meine Illidan.
Hey! Wer findet diese oberhammerstarken Hörner und diese riesigen geilen Flügel bitte nicht scharf? Und dann schon wieder freier Oberkörper! Und fieser Blick! Und Fell hat er auch noch! Und haaaaach… *sabber*

Da am 30. August das neue WoW-AddOn erscheint, brachte Blizzard ein neues Lore-Buch heraus. Dieses ist im englischen bereits erschienen – im deutschen aber erst am 30. Juli. Und wie heißt das Buch? Illidan! Hab ichs mir bestellt? Klar hab ichs mir bestellt!

Tja sorry Mannmann. Ich werd dann ein paar Stunden mit Illi-Mausi im Bett verbringen. Ich hoffe du verzeihst mir. *.*

PS:
Ich denke nun ist klar, warum Mannmann sich keine ernsthaften Sorgen machen muss. Und klar ist auch, dass ich vielleicht ein ganz klein wenig irre bin.

PPS:
Auch wenn man Bilder von unbekleideten Worgen sucht, sollte man das nicht in die Bildersuche eingegeben. Ich meine… man findet nackte Worgen… und die Bildern sind auch recht interessant… aber äh… nein, danach hatte ich nun wirklich nicht gesucht.

PPPS:
Bisher konnte ich Mannmann nicht dazu überreden sich Flügel, Hörner, Krallen, Koteletten, Ganzkörperfell oder ähnliches an den Körper zu pappen. *trauriges seufzen*

Das ist nicht die 55!

In der letzten Woche hat sich eine WG in unserem Hause aufgelöst. Die beiden Studentinnen sind fertig und ziehen wieder dahin, wo sie hin müssen. Als Ersatz bekommen wir ein junges Pärchen mit Hund. Ja mit Hund. Ist das nicht toll? ❤
Gestern war dann unser Vermieter vor Ort und hat die Schilder schon mal aktualisiert. Ich habe mir den jungen Burschen direkt geschnappt und zum 100.000 Mal auf die Briefkästen angesprochen.

Inzwischen hatte sich Mannmanns Schlüssel nämlich aufgegeben und einer der Zinken war abgebrochen, weswegen das Schloss nicht mehr betätigt werden konnten. Wir haben es nur relativ einfach mal aufgebrochen und es so gelassen, damit wir an unsere Post heran kommen. Mein Briefkastenschlüssel fehlte dagegen schon bereits seit meinem Einzug, da meine liebe Vormieterin – möge ihr Teufel ihr gnädig sein – etwa 90% der Schlüssel einfach behalten hat. Inzwischen wurden zwar die Schlösser aller betreffenden Türen ausgetauscht. So war die Haustür eines Tages defekt, weil ein Schlüssel einfach seine Einzelteile drin stecken lies, wodurch wir alle neue Schlüssel und die Tür ein neues Schloss bekamen. Nach Besuch eines Junkies in den gemeinsamen Kellerräumen wurde auch dort ein neues Schloss samt Türknauf angebracht, wodurch man die Tür ohne Schlüssel von außen gar nicht mehr aufbekommen kann. An meinem Keller wurde von uns ein neues Vorhängeschloss angebracht – das Alte hängt da immer noch rum, sperrte die Tür aber nicht ab. Ach und an der Tür in meine Wohnung wurde von uns privat durch ein neues Schloss ersetzt und wird bei einem etwaigen Auszug auch wieder umgebaut.

Nur eben der Briefkasten nicht. Irgendwann hatte Mannmann genug und brach auch dieses Schloss einfach auf, wodurch wir nun zwei offene Briefkästen hatten. Auch nicht so das Wahre aber unsere Nachbarinnen waren alle scheiße nett und freundlich zu uns und brachten etwaige herausgefallene Post sogar zu uns. Das ist eben der Vorteil, wenn einer der „Klar nehm ich das Päckchen an“- und der andere der „Klar bekommt ihr Werkzeug und männliche Hilfe“-Hansel ist. Will sich scheinbar niemand vermiesen. 😉

Gestern war also der Vermieter da und ich sprach ihn an. Er hat sich dann in meinem Beisein eine Erinnerung ins Handy eingetippt; die Sache war ihm sichtlich peinlich und er entschuldigte sich auch tausendmal. Als ich das Abends Mannmann mitteilte (nachdem er unserer nun Ex-Nachbarin das Fahrrad auseinander geschraubt hatte, damit dieses in den Wagen passte), musste der schon lachen. Wir waren kurz davor Wetten abzuschließen, ob sich der Schlüsseldienst melden würde oder wir in einem Monat wieder Kontakt aufnehmen müssen.

Heute morgen klimberte dann ein vollkommen seltsamer und mir absolut fremder Ton durch die Wohnung. Nach etwas irritierten Schauen ortete ich mein Handy als Klanggeber. Ährm. Wie nehme ich jetzt einen Anruf an? Hrm… mal rumtatschen, wird schon irgendwie gehen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich die Wischtechnik herausgefunden und hatte einen etwas genervten Schlüsseldienstmeister dran, der schon kurz vor der Aufgabe stand. Wieso gibt man ihm meine Handynummer, wenn ich JEDESmal erläutere, dass ich darauf so gut wie NIE erreichbar bin? – und nein, das liegt nicht nur daran, dass ich nicht weiß, wie man ein Telefonat annimmt, sondern auch daran, dass es erst mal suchen gehen muss.
Aber immerhin stand der werte Herr keine halbe Stunde später vor der Haustür und ich lies ihn an die Briefkästen.

Nun muss man dazu sagen, dass wir recht alte Postkästen haben. Stünde dieses Haus hier ein paar 100 Kilometer weiter rechts, würde ich behaupten, dass das noch ein DDR-Briefkasten ist. So ist der aber einfach nur alt.
Nun bekam ich einige Erkenntnisse in Sachen Schloss:

Welcher Schlüssel benötigt wird, steht auf einen Zettel, der auf der Innenseite der Tür aufgepappt wird. Für die Schlösser gibt es scheinbar nur etwa 70 Schlüsselvariationen. Leider waren die Schilder schlecht zu lesen, da die Zugänge in einer engen Kämenade mit schlechten Lichtverhältnissen sind. Da wir aber die kaputten Schlüssel von Mannmann noch haben, lies sich zumindest dieses Schloss recht einfach reparieren – respektive einen neuen Schlüssel finden.
Bei meinem Briefkasten sah das schon wieder anderes aus, da ein Teil des Aufklebers einfach fehlten und ich keine Schlüssel habe. Wir konnten dann die Schlüssel auf drei Stück (55, 35 und 33) eingrenzen und probierten einfach durch. Passte nicht. Man konnte die Schlüssel nicht mal gänzlich ins Schloss schieben – bei Mannmann schon… ja, auch die drei falschen Schlüssel.

Also holte Schlüsseldienstmeister sein schweres Werkzeug. Einen Hammer und etwa 20 Schraubenzieherdreher. Zwei Minuten später hatte er das Schloss in der Hand, setzte sich in den Kofferraum seines Wagens und fing an die Schlüssel durch zu probieren. Zwar war das Schloss von der selben Bauart, wie die von den anderen Briefkästen, aber neuer – wodurch die eigentlichen Schlüssel auch gar nicht mehr ins Schloss passten. Größentechnisch. Letztlich wurde er beim 500ersten Schlüsselring und einer 5-Schlüsselstarken-Sonderauflage fündig, baute das Schloss wieder ein, ölte beide nochmal kräftig (die anderen hätte er gerne auch – aber wir wollen ja nicht an fremdes Eigentum gehen), vermerkte in seinem schlauen Buch, dass ich bereits ein ausgewechseltes Schloss im Kasten habe und verabschiedete sich wieder.

Junge! Jetzt hab ich endlich meinen eigenen Briefkastenschlüssel! Den ersten seit ich in den Westen gezogen bin!

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