Was beim Medizinischen Dienst heraus kam

Bereits am Dienstag habe ich erfahren, was der medizinische Dienst nun entschieden hat. Ich wollte das aber erst verdauen, denn es hat mir durchaus zu schaffen gemacht.
Nein, die schlimmste Befürchtung – das ich für meinen Beruf gesundheitlich absolut untauglich bin oder auf immer erwerbsuntauglich bleibe – wurde nicht bescheinigt.

Viel schlimmer:
Man sah mich noch nicht so weit, dass ich wieder arbeiten könne. Der Beschluss des MDKs wäre daher falsch, ich solle mich wieder eine Arbeitsunfähigkeit attestieren lassen. Eine Kopie des Gutachtens könne diesem gerne zugeschickt werden, sofern ich damit einverstanden wäre.

Klingt erst mal nicht schlecht. Wenn da nicht die Fristen gewesen wären. Hätte der Medizinische Dienst sich drei Wochen eher dazu geäußert, hätte ich noch formal Widerspruch einlegen können, die AU wäre rückwirkend weiter gelaufen und mein Krankengeld hätte sich weiterhin auf mein letztes Gehalt im Oktober bezogen.
Da ich nun aber bereits zwei Monate wieder als „gesund“ gegolten habe und ALG1 bezogen habe, wird das Krankengeld neu berechnet werden müssen. Und zwar aus meinen ALG-Satz. Man darf sich vorstellen, dass das noch mal ein ganzen Batzen weniger ist.

Weiter schlimme Mutmaßung: Wenn ich wieder wieder gesund bin, darf ich erneut ALG1 beantragen – das dann ebenfalls aus dem Satz des aktuellen ALGs berechnet wird.

Man sieht mein Dilemma?
Ich habe mir zwei Tage zeit gelassen, bevor ich zum Hausarzt bin. Nicht weil ich die Entscheidung des Dienstes anzweifle oder ähnliches, sondern einfach nur wegen den Finanzen. Ich habe mich trotzdem AU schreiben lassen – einfach weil ich mich sonst ja weiterhin bewerben müsste.
Aber auch im Krankenstand werde ich mich (ruhig) weiter bewerben – auf ausgesuchte Stellen. So das ich mich vielleicht einfach nur wieder gesund schreiben lassen brauch (was bei langen Krankenständen tatsächlich nötig ist) um wieder zu arbeiten und gar nicht mehr ins ALG rutsche. Ob das so klappt ist die nächste Frage.

Und da dachte ich, ich hätte jetzt endlich aus finanzieller Sicht mal Ruhe, es ist ja fast alles geklärt (auf Wohngeld warte ich immer noch) und dann so etwas.
Der Plan aber: Bei Gelegenheit schon mal vorsorglich den Wisch fürs Hartz IV als Einkommensunterstützung abholen, damit ich das pünktlich einreichen kann, sobald ich den Krankengeldsatz sowie dessen Bescheinigung habe. Danach Wohngeld wieder abmelden.

Mannmann geht an die Sache nebenbei positiver ran: Weniger Gelds kanns jetzt kaum mehr werden. Durchaus eine positive Sichtweise, aber ich sehe das nicht ganz so locker. Man möge mir das verzeihen.

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