Senfeier

Am Wochenende gab es dieses Mal Senfeier. Oder süßssauere Eier. Oder wie ihr die auch immer nennen mögt. Wird also mal wieder Zeit für ein paar Footbilder. 😉

Da es zu Senfeier nur eines geben kann, nämlich Kartoffelbrei, habe ich direkt die Kartoffeln aufgesetzt und sobald sie kochten, von der großen Herdplatte auf die kleine geschoben.
Unser Herd ist nämlich Hightech ohne Ende – hat aber eigentlich nur vier kleine Herdplatten. Bei zwei Platten kann man aber (durch Überdrehung des Knopfs) zusätzliche Heizspiralen aktivieren. Dadurch wird eine der vorderen Herdplatte zu einer großen und eine der hinteren zu einer Bräter-Herdplatter. Das ist durchaus praktisch, aber wenn man viele große Sachen hat – und nix im Bräter – muss man immer ein wenig jonglieren. Hier habe ich also die Kartoffeln auf der großen vorderen Platte zum kochen gebracht und die kleine konnte dann problemlos das Wasser auf Temperatur halten. 😉

Mannmann hatte zuvor schon Eier gekocht. Ich mag das nämlich nicht. Die Eier müssen hart sein, sollten aber nicht übergekocht werden – also das Eigelb darf nicht stauben. Die Eier kann man danach gut abschrecken und im kalten Wasser liegen lassen, bis man den Topf braucht.

Sobald man eine freie, große Herdplatte hat, kann man eine Pfanne drauf stellen und Öl heiß werden lassen. Ich werfe zum Testen obs heiß genug ist gerne ein Speckstück rein:

Testspeck1

Und dann wartete ich… und wartete ich… und wartete… und warte…gähn…te. Zeit für Fotos. Fotos. Noch mehr Fotos. Hrm. Dauert doch sonst nicht so lang? Habe ich auch die Zusatzspiralen angemacht? Also Pfanne hochgehoben und… äh… warum ist da denn GAR nichts rot? Ach… ja stimmt… weil… ich während dem Warten auf die Kartoffeln schon andere Dinge gemacht habe und dies nach den Umschieben beendet hatte – und solange die Herdplatte komplett ausgemacht hatte. Wenn die Stäbe nicht feuern, kann ich lange auf Blubberblasen warten…
Eine Minute später sah es schon besser aus.

Testspeck2

Und kurz darauf war es dann heiß genug.

Testspeck3

Ich kippte den Rest Speck und gewürfelte Zwiebeln dazu und lies es ein wenig ziehen. In der Zeit drücke ich Orangen aus. Als Speck und Zwiebeln schön durch waren (Zwiebeln leicht braun, Speck kurz vor knusprig), hab ich Stängelbohnen drauf geschmissen und noch nen Schuss Butter mit drauf geworfen.

Speckbohnen

Da dürfen sie nun in Ruhe braten. Ab und zu wurde umgerühert, aber im groben und ganzen kommen die Speckbohnen alleine klar.

Während dem ganzen Warten habe ich insgesamt 5 Orangen ausgedrückt. Omnomnom sehen die saftig aus.

Orange

Schade, dass ich immer so ein Problem mit Kernen in Orangen habe. Schmecken tun mir die Früchte, aber die Kerne lassen die Lust recht schnell vergehen. Zudem habe ich schon mal ein Liter Gemüsebrühe mit Hilfe heißem Wasser angesetzt. Kochen muss es nicht, heiß reicht hier vollkommen. Danach habe ich dann die inzwischen handwarmen Eier geschält und zur Seite gelegt. Waren nur so ein paar:

Insgesamt 20 – 1. Ein Ei fiel Mannmanns Nascherei zum Opfer.
Den Eitopf trocknete ich grob ab – vor allem den Boden und die Außenseiten – und stellte ihn wieder auf den Herd. Ein wenig Butter rein und warten.

Sobald die Butter (fast 200g) komplett geschmolzen war, kamen sechs Löffel Senf und 600ml saure Sahne dran. Das wird mit Pfeffer, Salz und Honig abgeschmeckt und aufgekocht. Während man darauf wartet, nimmt man etwas von der Gemüsebrühe auf und vermischt es mit Mehl. Hat man das fertig, kann man es in die restliche Brühe wieder einmischen. Nun kippt man Brühe und den Orangensaft in die Soße, wirft noch etwas Petersilie dazu und legt dann vorsichtig die Eier in die Soße.

Ei in Soße
Hatte Petersilie vergessen und habs nach den Eiern reingeworfen…

Zum Abschluss kam noch ordentlich Rosenpfeffer drauf.

Hat man das alles fertig, kann man schon die Kartoffeln abkippen und zu Kartoffelbrei nach üblichen Rezept verarbeiten. Fertüüüüg.

Das Ganze war einfach suuuuperlecker, auch wenn die Soße dann doch wieder viel zu dünn war. Hätte mehr Mehl gebraucht. Fiel aber auch erst auf, als ich es auf den Teller schöpfte. Im Topf sah die genau richtig aus. :/ Naja… man kann sie dafür super mit den Kartoffelbrei vermanschen, dann ists auch gut. 😉

Sieht man mal vom Testspeck und meinem Fail ab, hat man immer was zu tun… wartet man darauf, dass irgendwas heißt wird, muss man irgendwas zerhacken, zerstückeln oder ausquetschen. Dadurch hat sogar mit das Kochen echt Spaß gemacht. o.o

Im Nachhinein weiß ich aber: 20 Eier sind nicht genug. Hab insgesamt nur 5 abbekommen. ._. Der Rest ist in Mannmann verschwunden.

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