WMF: Himmelfahrt, Vatertag und Mutters Küche

WMF macht Pause. Frechheit. Ich nicht. Ich feiere mangels Anhängsel zwischen den Beinen keinen VaterMännertag.
Das selbe gilt auch für Mannmann – allerdings obwohl er einen entsprechenden komischen Auswuchs hat.

Statt dessen haben wir uns beide einen Ruhigen gemacht. Kein Haushalt, kein kochen, keine Gedanken über die unmittelbare Zukunft. Da wir beide Atheisten sind, haben wir auch keine Himmelfahrt begangen.
Statt dessen hat Mannmann den Tag auf dem Sofa verbrachte, erklärte mir wie er morgen gedenkt seinen Arbeitstag zu überstehen (in Homeoffice, Guidevideos drehend, Serie in Hintergrund laufend, solange er nicht reden muss). Ich dagegen dachte mit Entsetzen daran, dass ich morgen einkaufen muss. Paprika, Schaschlik (-Zutaten), Creme Fraiche, Frischkäse, Bacon, Chlorreiniger, Dickmacher, Getränke. Ich bin jetzt schon total begeistert, da ich wegen dem Fleisch zum Nichtreal muss. Und das nach einem Feiertag. Freude!

Mein Bruder und mein Stiefvater werden dagegen sehr wohl Männertag begangen haben. Entweder auf die traditionelle Weise – mit dem Fahrrad und nem Anhänger voll Bier quer durch den Busch – oder auf die sinnvolle Weise – Mutters Küche renovierend.
Mama konnte nämlich ENDLICH durchsetzen, dass die Küche erneuert wird. Da die Einrichtung dort wesentlich älter als ich ist, wird das auch mal Zeit. Bis dato fehlte aber das Geld – nun brachte ein vergessener Bausparvertrag dieses ein. Dennoch fiel die Entscheidung für die Küche noch schwer… bis Mutter im Januar in einem Anfall von Ordnung und Putz den Schrank mit den Kochtöpfen ausräumte und ein paar der alten, nicht mehr gebrauchten Kochwaren spenden wollte. Dahinter kam eine riesige Schimmelfront zum Vorschein. 😐
Nach einigen hin und her hatte man auch den etwaigen Grund gefunden. Vor einigen Jahren bekam das alte Haus (ca. 150 Jahre) einen neuen Putz außen dran. Das in der DDR moderne Kotzgelb wurde durch rosa ersetzt. Ernsthaft. ROSA. Gut das ich da nicht mehr wohne. Obwohl mitten im Sommer gab es genau bei der angedachten Verputzung des Hauses heftige Aprilwetterschwankungen. Hagel, Regen, Gewitter, hohe Luftfeuchte, etc., pp.
Vermutlich kam es dabei an einer Ecke zu Probleme. Mein Elternhaus hat in der Oberansicht nämlich nicht vier sondern sechs Ecken und das Haus hat eine leichte L-Form. Die kurze Seite innen besteht dabei im Erdgeschoss aus einem Vorzimmer, das zwar einen gewissen Nutzen hat aber letztlich nur als Schleuse zwischen Hof und Ommas Küche dient. Direkt darüber ist Mamas Küche. An der äußeren Wand sind die Badezimmer bzw. Ommas Waschküche angelegt.
Nun besteht das Problem, dass dieser innere Winkel so ziemlich jedes Wetter abbekommt. Vermutlich ist durch die damaligen Witterungsbedingungen der Putz zu langsam durch getrocknet und/oder es gab Probleme mit der Dämmung. So konnte sich genau dort der Schimmel einnisten, der sich dann in den dort stehenden Schrank eingefressen hat.

Wie auch immer:
Der Schrank war an der Stelle nicht mehr zu retten, die Tapete hin und das Mauerwerk… denken wir nicht drüber nach. :/
Mit den Argument „Schimmel“ und „Schrank nicht mehr zu gebrauchen“ und „gibt kein Ersatzteil mehr, weswegen eh die ganze Schrankzeile samt Überhänge erneuert werden muss“ knickte mein Stiefvater endlich ein und Mama bekommt ihre neue Küche.

Seit dem ist man an bauen und planen. Was sie nun genau mit der Wand gemacht haben, weiß ich nicht so recht. Auf jeden Fall hat man nach der Entfernung des Schimmels da nun reichlich Badfarbe drüber gepinselt. Zudem wurde die Heizung (Alter: 35 Jahre) ausgetauscht gegen eine neuere und vor allem Kleinere. Die Aktuelle glänzt nämlich dadurch, dass der Regler hinter der Eckbank verschwindet und nur mit Mühe gedreht werden kann, während auf der anderen Seite der neue, geplante Schrank nicht mehr geöffnet werden könnte. Der uralte Bodenbelag (Alter?) wurde runtergerissen und neu ausgelegt. Bis auf den Spülschrank sind fast alle alten Schränke bereits weg. Ein Schrank steht provisorisch im alten Zimmer meines Bruders, das direkt an die Küche angrenzt. Das Zimmer soll eh zur Vorratskammer werden, da ist das nicht schlimm. Die Wände sind inzwischen durch einen Fachmann betrachtet, durch einen anderen tapeziert und Mutters geliebte, neue Fototapete angebracht.
Die ehemals braune Decke erstrahlt nun in weiß, wobei die alten Deckenpappfließen (k.P. wie man die nennt) belassen und einfach nur übermalt wurden. Auf den Fotos sah das recht edel aus.

Damit alles den rechten Weg geht, hat auch Cerberus geholfen und sich stets dort niedergelegt, wo sie definitiv im Weg war (gibt da einige Fotos von… so ein kleiner Jackrussel kann ein riesiges Hindernis werden.).
Geplant ist, dass bis Freitag nächste Woche alles fertig ist. Denn am Dienstag nach Pfingsten kommt die neue Küche. Mama hat schon gedroht, dass ich mithelfen müsste, wenn bis dahin noch was gemacht werden muss, aber meine Drohung („Dann komme ich nicht vorbei!“) hat Wunder gewirkt. Auch wenn Muttern ihren Geburtstag hasst und an ihr Alter ungern erinnert wird (sie wird 50) – das ist der Grund warum ich nächste Woche mal wieder zu Hause bin und bei einem Besuch pro Jahr will sie das nicht aus Spiel setzen. Also hat sie den Männern ordentlich eingeheizt (und den Hund aus den Haus geworfen).

Insofern würde es mich nicht wundern, wenn Zecke und D-Mann #1 zur Himmelfahrt ordentlich ran mussten. 😉

Ansonsten verlinke ich trotzdem mal dem WMF-Artikel, vielleicht sind ja auch andere Blogger ganz bloggerfreudig zur Himmelfahrt.

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