Hormone sind scheiße!

Ich darf das sagen, denn meine Hormone nerven mich. Und wie!
Dabei meine ich speziell die typischweiblichen Hormone. Also Östrogen, Progesteron, Follitropin, Gonadotropin und Luteotropin. Welches davon es jetzt genau ist, ist mir wurscht, vielleicht ist es ja sogar Testosteron.
Wichtig ist nur, dass ich seit dem Ende meiner Pubertät mit einen Hormonungleichgewicht zu kämpfen habe, dass sich in meinen Körper auf zwei Arten auswirkt. Die eine Auswirkung werde ich nicht näher erläutern, dass ist mir schlicht zu privat.
Die andere Auswirkung sind Zysten an den Eierstöcken. Deswegen muss ich eine spezielle Antibabypille nehmen, die furchtbar teuer ist. Leider will keiner meiner Gyns die therapeutische Begründung auf sich nehmen und mir die Pille auf roten Rezept aufschreiben – die Kassen erkennen das nämlich nur selten an und dann geht es auf das ärztliche Budget. Also darf ich die Kosten selber tragen und abgesehen von den zweimal im Jahr, wo ich dann die Geldausgabe tätigen muss, stört mich das auch nicht weiter.

Die Pille hält das Zystenproblem nämlich einigermaßen ruhig. Wenn ich ohne Pille jeden Monat Probleme habe, habe ich die jetzt nur alle 3 bis 4 Monate. Zysten bilden sich aber öfter, die sieht man dann halt nur im Ultraschall, bilden sich irgendwann zurück und werden von mir nicht bemerkt.
Die Zysten die auf sich Aufmerksam machen, tun das in der Regel weil sie rupturieren. Dann sticht es auf der entsprechenden Seite für ein paar Stunden eklig, ich bekomme eventuell eine Zwischenblutung und nehme eine Ibu 400, die das Ganze zu easy-going macht.

Nur gibt es noch den rechten Eierstock. Der rechte Eierstock entwickelt gerne große Zysten. Warum auch immer. Und die liegen dann immer praktisch und toll unter dem Wurmfortsatz. Diese Zysten merke ich IMMER, weil sie halt irgendwann diesen reizen. Dann machts puff, Zwischenblutung, aus die Maus. Also mit der Zyste, nicht den Anhängsel vom Darm. Trotzdem wurde ich nun schon drei mal wegen Verdacht auf Appendizitis ins Krankenhaus eingeliefert, weil die extragroße, rupturierte Zyste über mehrere Tage typische Beschwerden der Entzündung simulierte. Das heißt: Druck auf den speziellen Punkt – kein Schmerz, Druck weg – Schmerz da. Im Ultraschall sind die Teile aber manchmal schwer auszumachen (beim letzten Mal haben DREI Ärzte auf das SELBE Bild gestarrt – sie alle wollten ein chirurgisches Konsil und nur mein „ich hab da öfter Probleme mit Eierstockzysten“ lies sie nochmal genau schauen und keiner war sich so recht sicher. Blöd halt, wenn die Zyste sich gut versteckt und Appendizitis ist via Ultraschall nicht immer gut zu erkennen – wobei ich mich nach wie vor frage, wie man eine 7cm-große Blase NICHT sehen kann?!). Dazu kommt in der Regel leichte Temperaturanstiege und Beschwerden beim Stuhllassen im Form von Schmerzen.
Einmal musste die Zyste dann ausgeschabt werden, weil die Schmerzen schlimmer wurden, zweimal konnte ich nach einigen Tagen wieder entlassen werden. Appendix ist immer noch da und tut so, als würde er was tun.

Jetzt ratet mal, warum ich diesen Eintrag schreibe? Genau. Es tut schon wieder genau DA weh. Wieder ziemlich stark und wie üblich spricht der Schmerz kaum auf Ibuprofen an. Allerdings fehlt momentan das typisch Druckschmerzbild. Es tut einfach immer gleichstark weh, wobei es ab und zu unperiodisch schlimmer und wieder schwächer wird. Kein Plan, von was das abhängt – der Puls ist es jedenfalls nicht, ansonsten wäre ich teilweise minutenlang herztot oder so. 😀
Aber genau diese Zysten sind es, die nerven. Was ist, wenn es dann doch mal der Appendix ist und ich wegen „nicht schon wieder…!“ nicht zum Arzt gehe. Und Bock auf 5 Tage Krankenhaus wegen einer harmlosen Zyste hab ich auch nicht. Aber erklärt das mal den Ärzten!

PS:
Links kommt es auch mal zu so großen und heftigen Zysten. Nur da ist eben kein Wurmfortsatz, der die selben Symptome veranlassen könnte – weswegen ich da von vornherein gelassener bin und solange der Schmerz rückläufig ist und nach drei Tagen (selbstgesetzte Grenze nach Anraten meines Kindergyns vor über 10 Jahren) nicht mehr da ist, ist alles gut. Bei rechtsseitigen Schmerz handel ich auch danach, aber ich bin dann immer so unruhig und ängstlich – denn was wäre wenn…?
In der Regel ist es nebenbei nach nicht einmal 24 Stunden schmerzfrei.

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