Reminder: Orange is the new black

Staffel 3, Folge 13/14

Mädchen aus wohlerzogenen Haus stellt was wirklich dummes an. Sie schmuggelt Drogen. Einmal. Für ihre Freundin und Lebensgefährtin.
Zehn Jahre später wird sie von jemanden verraten, vor Gericht gestellt und muss für ein Jahr in den Knast. Besonders ärgerlich: die Strafe wäre mit 12 Jahren verjährt.

Naja, kann man nichts machen. Sie verlobt sich trotzdem mit ihren Freund (ja, diesmal ohne -in) und sieht dem Ganzen positiv ins Auge. Ist ja nur ein Jahr, das hält sie schon durch. Sie gibt sich stark. Doch heimlich, da weint sie und hat Angst. Sie muss ja immerhin in den Knast.

Die erste Folge dreht sich um nichts anderes als den warum, den Vorknastleben und den ersten Tag. Sie verscherzt es sich direkt mit Red, einer Inhaftierten, die für die Küche arbeitet, weswegen sie eher unfreiwillig in den Hungerstreik muss. Geld hat sie auch nicht, da dies durch einen „Irrtum“ an der falschen Stelle landet. Und dann steht da auch noch die Ex vor ihr. Die, die sie dazu brachte, die Straftat zu begehen, weswegen sie nun hinter Gittern ist. Toll!

In jeder Folge wird das Vorleben eines jeden Häftlings gezeigt – warum ist diese Person denn nun verurteilt worden. Zeitgleich spielt auch das aktuelle Leben eine Rolle. Das wohlerzogene Mädchen fällt dabei aus den Durchschnitt, sie passt nie so ganz zu den anderen Häftlingen, hat weder Migrationshintergrund noch kommt sie aus einer Problemzone. Dennoch muss sie sich nun dort zurecht finden, muss mit den Frauen dort klar kommen und sich ein Leben hinter Gittern aufbauen.

Darunter befindet sich neben der Russin Red, die meine liebste Figur ist, auch eine Transgenderfrau, etliche Schwarze, eine Irre mit Jesuskomplex, eine Irre mit Stalkerkomplex, eine Stalkerin die die Augen vor der Wahrheit verschließt, eine Stumme, die mal in einer Sekte war, Drogendealer, Mörder, Diebe, Junkies usw. usf.
Aber auch die Wachleute haben ein Leben und werden gezeigt. Auch sie haben Geschichten, die erzählt werden.

Auch die Zeiten sind recht interessant. So hatte ich nach zwei Folgen das Gefühl, Madam wäre nun seit einen Monat in Haft, da kommen die mit „dieser Woche“ und eine Kurzfassung aller bisher erlebten Schmähungen Chapmans (=wohlbehütete Tussi) um die Ecke. Zum Ende der Staffel drei sind gerade mal neun Monate rum. Es gibt da einen recht zuverlässigen Zeitmesser.

Und ja, das ganze hört sich ungemein spannend ist, ist zuweilen lustig – wenn Crazy Eyes zum Beispiel Schildkröten durch die Gegend schleppt – und meist dramatisch. Aber stinkend langweilig. Ich bin irgendwie nicht warm geworden mit der Serie. Ob ich sie weiter ansehe? Kein Plan. Zu Ende der dritten Staffel wurde es dann doch mal interessant, Pseudoausbruch und Schlüpperhandel sei dank. Insgesamt ist mir die Serie zu langatmig – trotz der doch recht interessanten Charaktere, überraschenden Wendungen und doch liebevollen Inszenierung. Reinschauen sollte man aber trotzdem mal

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Ein Gedanke zu “Reminder: Orange is the new black

  1. Mir geht es ähnlich mit der Serie. Ich schaue die derzeit sehr gerne, dennoch wird sie wohl nie eine meiner absoluten Favoriten werden. Dennoch würde ich sie ebenfalls weiterempfehlen.

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